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Dwyane Wade wurde 2003 an fünfter Stelle von den Miami Heat gedraftet © getty

Miamis Superstar dreht einen 10-Punkte-Rückstand noch in einen Sieg. Oklahoma City zieht trotz einer Durant-Gala den Kürzeren.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - 5:48 Minuten vor Ende der Partie setzte Vince Carter zum Dreier an und der Ball saß. Die Punkte des Shooting Guards bedeuteten das 83:73 für die New Jersey Nets gegen die Miami Heat.

Miamis Coach Erik Spoelstra nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft auf die letzten Minuten noch einmal einzuschwören und die Nets aus dem Konzept zu bringen.

Es wirkte.

Denn die Gäste aus New Jersey verloren den Faden und anschließend auch das Spiel mit 94:99.

Wade darf man nie abschreiben

Vor allem weil bei den Gastgebern ein Spieler auftrumpfte: Dwyane Wade. Der Finals-MVP von 2006 erzielte 19 seiner 33 Punkte im letzten Abschnitt, 14 davon allein in den letzten sechs Minuten.

"Das ist doch klar, dass du mit Selbstvertrauen in die letzten Minuten gehst, wenn du mit zehn Punkten führst", sagte Vince Carter auf die Frage, ob er die Partie schon abgeschrieben hatte, "aber du darfst dir nie sicher sein, wenn D-Wade noch auf dem Feld ist."

Wade startet Aufholjagd

Und auch für Wade war die Partie trotz des Rückstands noch lange nicht gelaufen. "Wir hatten immer noch eine Chance", sagte der 26-Jährige und die ergriff er auch.

Seine zwei Dreier und zwei Freiwürfe in Serie brachten die Heat zurück in die Partie und 67 Sekunden vor Schluss gingen sie durch zwei von ihm verwandelte Freiwürfe mit 90:88 erstmals seit Beginn des dritten Viertels wieder in Führung. Udonis Haslem erhöhte 26 Sekunden später auf 91:88.

Die Nets verkürzten zwar durch Vince Carter, aber Wade hatte mit dem 93:90 die passende Antwort parat. Chris Quinns sechs Punkte von der Freiwurflinie sicherten Miami im Anschluss den Sieg und damit den besten Heimstart in eine Saison seit 1999/2000. Vor neun Jahren hatten sie zuletzt die ersten drei Spiele vor heimischem Publikum gewonnen.

Durant-Gala reicht nicht

Großartige Spiele lieferten auch Kevin Durant, O.J. Mayo, Dwight Howard und Hedo Türkoglu ab. Doch das Quartett ging mit ihren Mannschaften jeweils als Verlierer vom Platz.

Trotz 37 Punkten kassierte Durant mit den Oklahoma City Thunder gegen die Indiana Pacers die sechste Niederlage im siebten Saisonspiel.

"Wir als Team haben es nicht auf die Reihe bekommen", sagte Teamkollege Nick Collison. "Wenn Kevin fast 40 Punkte erzielt ist das natürlich großartig, aber wir müssen auch die einfachen Körbe mitnehmen."

Bei den Pacers schrammte Guard T.J. Ford zum zweiten Mal in Folge knapp am Triple Double vorbei. Bei 24 Punkten, 10 Assists und 7 Rebounds fehlten lediglich drei "Boards".

Magic-Coach angefressen

Den ersten Erfolg in der Ferne feierten die Portland Trail Blazers. Sie gewannen bei den Orlando Magic mit 106:99. Den Triumph der Gäste konnten auch 29 Punkte und 19 Rebounds von Howard sowie 35 Zähler von Türkoglu nicht verhindern.

"Wenn wir nicht treffen, verlieren wir zu schnell unsere vorgegebene Marschroute" mahnte Magic-Coach Stan Van Gundy. "Es wurden zu viele Spielzüge erzwungen und das hat uns von unserem eigentlichen Ziel abgebracht."

Privatduell zwischen Barbosa und Mayo

Die Phoenix Suns besiegten die Memphis Grizzlies trotz 33 Zählern von O.J. Mayo mit 107:102. Grund hierfür war Leandro Barbosa, der sich im Schlussabschnitt Mayo ein Privatduell leistete.

16 Punkte erzielte der Brasilianer in den letzten 12 Minuten, während Mayo mit 19 Zählern dagegen hielt. "Meine Teamkollegen haben mich super unterstützt und der Coach hat mir sehr geholfen", sagte der Matchwinner. "Es war ein großartiger Abend."

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