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David Stern übernahm 1984 den Posten des NBA-Commissioners © getty

Schon jetzt stecken mindestens die Hälfte aller Teams in roten Zahlen und die Profiliga muss mit weiteren finanziellen Einbußen rechnen.

New York - Die schwelende Wirtschaftskrise bedroht die reichste Liga der Welt.

Als die NBA vor ein paar Tagen in ihre neue Saison startete, überraschte Commissioner David Stern mit der Aussage, dass nur die Hälfte der 30 Teams der Liga schwarze Zahlen schreibe.

Die milliardenschwere Liga erwartet in diesem Winter stagnierende Zuschauerzahlen und ein zurückhaltendes Engagement von Sponsoren.

Zuschauer schränken sich ein

Jahrelang schwamm die NBA in so viel Geld, dass Spötter behaupteten, im schicken New Yorker Hauptquarter befände sich eine Maschine zum Gelddrucken. Doch die Folgen der Rezession machen auch vor dem US-Sport nicht halt. (Zum Datencenter: Ergebnisse und Tabellen)

In einer Umfrage kündigten fast zwei Drittel der Amerikaner an, sich in den kommenden Monaten bei Ausgaben für Sportveranstaltungen zurückzuhalten.

Kein Problem, glaubt Stern. Die Einnahmen werden seiner Ansicht nach trotzdem leicht ansteigen, weil manche Teams die Fans mit speziellen Deals ("Eintrittskarte plus Cola plus Hot Dog") anlocke.

Nur fünf Teams sollen profitabel sein

Die Schulden der nicht profitablen Vereine sieht der chronisch optimistische Liga-Chef als keine ernstzunehmende Hürde. Schließlich sei die maximale Höhe der Verbindlichkeiten in den Satzungen festgelegt.

Allerdings bezweifeln Insider, ob tatsächlich nur 15 der 30 Klubs in den Miesen sind.

Ein namentlich nicht genannter Vereinsvertreter sprach gegenüber US-Medien von "nur fünf bis sieben" profitablen Franchises.

Neuer Rahmenvertrag wird vorbereitet

Angesichts der unsicheren Zukunft verwundert es nicht, dass die NBA schon drei Jahre vor Ablauf des Rahmenvertrages, der die Aufteilung der Einnahmen zwischen Stars und Liga regelt, ein Komitee ins Leben rufen will, das die Einzelheiten eines neuen Deals ausarbeiten soll.

Die von den Spielern favorisierte Verlängerung der aktuellen Fassung scheint für die NBA derzeit kein Thema.

Stern bleibt diplomatisch

"Es ist sicher noch zu früh, um zu spekulieren. Aber eines ist klar: Das Thema ist wichtig, und die Besitzer werden garantiert konzentriert zur Sache gehen", meinte Stern diplomatisch.

Welche Teams Verluste schreiben, ließ der seit 1984 amtierende Commissioner offen.

Ein richtig gesunder Verein

Kein Geheimnis ist dagegen, welcher professionelle Basketballverein trotz Wirtschaftsflaute kerngesund ist - und der spielt nichteinmal in der NBA.

Wenn die monatlich die Schecks für die Aufteilung der Fernsehgelder rausgeschickt werden, geht einer an die "Spirits of St. Louis".

Die Mannschaft aus der Konkurrenzliga ABA erhielt in den letzten 32 Jahren 168 Millionen Dollar.

Bei dem Zusammenschluss von NBA und ABA blieben die Spirits 1976 auf der Strecke und erhielten dafür das vertragliche Recht, für immer und ewig an den Fernseheinnahmen der NBA beteiligt zu werden.

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