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Shaquille O'Neal wechselte 2010 aus Cleveland zu den Boston Celtics © getty

Shaquille O'Neal feiert beim 22. Sieg der Celtics ein gelungenes Comeback. Kollege Paul Pierce gelingt ein Triple-Double.

Von Barnabas Szöcs

München - Shaqs Rückkehr hätte kaum besser verlaufen können.

Nach einer hartnäckigen Wadenverletzung und vier Spielen Pause zeigte Shaquille O?Neal beim 99:88 (51:48) seiner Boston Celtics gegen die Indiana Pacers eine beachtliche Leistung. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Elf Punkte und fünf Rebounds verbuchte der 38-jährige Center in 21 Minuten Einsatz und bewies dabei von Beginn Spiellaune. Standesgemäß mit einem wuchtigen Dunk eröffnete er seine Punktejagd nach einem Assist von Paul Pierce zum 6:4 für die Celtics.

Pierce mit einem Triple-Double

Nur wenige Minuten später war es wieder "The Green Monster", der mit einem einhändigen Alley-Oop nach erneuter Vorarbeit von Pierce die Führung der Celtics auf sieben Zähler ausbaute (16:9).

O?Neals Gegenspieler Jeff Foster konnte einem bei dieser Aktion Leid tun, da er von wuchtigen Körper des Centers in der Luft fast erdrückt wurde. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

"Shaq ist ein gewaltiger Bursche. Wenn er dich anschaut, weiß du, dass du den Ball zum Ring werfen sollst. Und genau das habe ich versucht", meinte Pierce über den Ex-All-Star: "Er muss ja nicht sehr hoch springen, um einen Dunk zu machen".

Beim 13. Sieg seiner Celtics hintereinander feierte Small Forward Pierce das siebte Triple-Double seiner Karriere und war mit 18 Punkten, zwölf Assists und zehn Rebounds bester Akteur der Hausherren.

Bostons Spielmacher weiterhin verletzt

"Ich versuche, ein vielseitiger Spieler zu sein. Während meiner gesamten Karriere habe ich sowohl an meinem offensiven als auch defensiven Spiel gearbeitet," so der Finals-MVP von 2008.

Point Guard Nate Robinson und Power Forward Glen Davis kamen ebenfalls auf je 18 Zähler.

Auch ohne ihren Spielmacher Rajon Rondo, der wegen einer Verletzung am linken Knöchel zum zweiten Mal fehlte und für unbestimmte Zeit ausfällt, legten die Gastgeber gegen die Pacers stark los und führten nach dem ersten Viertel bereits mit sieben Punkten (30:23).

Doch die Gäste erholten sich schnell vom Rückstand und kamen zur Pause auf drei Zähler (48:54) an Boston heran.

Pacers starten besser ins Schlussviertel

Indianas Small Forward Danny Granger war mit 19 Punkten erfolgreichster Scorer seines Teams, doch traf er dabei nur 25 Prozent seiner Versuche aus dem Feld (fünf von 20). Von der Freiwurflinie sammelte er acht Zähler.

"Sie sind definitiv schlagbar", so Granger, "doch dafür muss man ein nahezu perfektes Spiel abliefern. Die Celtics sind das talentierteste Team der Liga".

Das letzte Viertel begann Indiana mit einem Rückstand von vier Punkten (65:69), doch bereits 90 Sekunden später gelang Forward James Posey mit einen erfolgreichen Dreier nach Pass von Granger der 70:71-Anschluss.

"Big Baby" gibt mächtig Gas

Pierce antwortete exakt zehn Minuten vor der Schlusssirene mit einem eleganten Korbleger zum 73:71 und leitete gleichzeitig einen 10:2-Run Bostons ein, dem er selber sechs Punkte beisteuerte.

Zum Schluss ließ Bankspieler "Big Baby" Davis sein Können aufblitzen und sammelte in den letzten sechs Minuten des Spiels zehn Punkte.

Der fulminante Endspurt Bostons beeindruckte auch Pacers-Coach Jim O'Brien: "Sie sind ein fantastisches Team und besonders im letzten Viertel brandgefährlich. Wir konnten sie nicht rechtzeitig aufhalten".

Nach ihrem 22. Saisonsieg führen die Celtics die Atlantic Division souverän vor New York an. Indiana bleibt nach der 14. Pleite Zweiter in der Central Division.

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