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Kobe Bryant spielt seit 1996 bei den Los Angeles Lakers © getty

Phil Jackson ist nach dem Sieg in Toronto schlecht auf seine Starter zu sprechen. Steve Nash feiert ein famoses Comeback.

Von Barnabas Szöcs

München - Nach dem fünften Sieg in Serie war Lakers-Coach Phil Jackson voll des Lobes ? allerdings nur für seine Bankspieler. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Mit der Leistung meiner Reserve im zweiten und dritten Viertel bin ich sehr zufrieden", so der Meistertrainer: "Sie haben die Starter weitestgehend in den Schatten gestellt".

Zwar beendete der Champion aus Los Angeles seinen sieben Spiele dauernden Auswärts-Trip (sechs Siege, eine Niederlage) mit einem 120:110 (57:49) bei den Toronto Raptors, doch Jackson schimpfte über seine Stars:

"Die Mannschaft hat im Angriff frühe und überhastete Würfe genommen und damit gegen alles verstoßen, was wir uns vorgenommen haben."

Lakers-Reserve erzielt 57 Punkte

Kobe Bryant, mit 20 Punkten erfolgreichster Schütze der Lakers, schmorte zusammen mit Ron Artest und Lamar Odom gegen Ende des dritten Viertels auf der Bank, nachdem sich der 16-Punkte-Puffer der Kalifornier (68:52) innerhalb von nur vier Minuten auf fünf Zähler (73:68) reduziert hatte.

Das erste Viertel der Lakers bezeichnete Jackson sogar als "furchtbar".

Umso erfolgreicher agierten die Akteure von der Bank, die mit 57 von 120 Punkten fast die Hälfte aller Lakers-Zähler holten. Center Andrew Bynum machte in seinem vierten Spiel nach einer Knie-OP 16 Punkte.

Kleiza gelingt ein Double-Double

Bei Toronto glänzte Small Forward Linas Kleiza mit einem Double-Double. Mit einem persönlichen Saisonbestwert von 26 Punkten und zehn Rebounds war der Litauer bester Scorer der Raptors, gefolgt von Guard DeMar DeRozan mit 23 Zählern.

Ohne ihren italienischen Center und Punktegarant Andrea Bargnani, der wegen Knie- und Knöchelproblemen zwei der letzten drei Spiele aussetzen musste, hatten die Kanadier gegen den starken Endspurt der Lakers keine Chance.

Oklahoma City Thunder - Phoenix Suns 110:113

Wieder völlig genesen ist hingegen Suns-Spielmacher Steve Nash.

Nach seinem harten Zusammenstoß mit Tyson Chandler im Spiel gegen die Dallas Mavericks konnte der Point Guard wieder auflaufen und zeigte beim 113:110-(54:45)-Sieg Phoenix` in Oklahoma City eine famose Leistung.

Mit 20 Punkten und zehn Assists gelang Nash als zweitbesten Schützen seines Teams ein Double-Double, nur der siebenmalige All-Star Grant Hill war mit 30 Zählern erfolgreicher.

Die Suns mussten im ersten Spiel ohne die nach Orlando getradeten Hedo Türkoglu und Jason Richardson auch auf ihre Neuzugänge Vince Carter, Marcin Gortat und Mickael Pietrus verzichten. 246607(NBA-Wechselbörse)

Frye vergibt wichtigen Freiwurf

"Trotz des Abgangs zweier wichtiger Offensivspieler haben wir gezeigt, dass wir ordentlich punkten können", so Grant.

Beim Stand von 113:110 für Phoenix und nur drei Sekunden zu spielen vergab Suns-Forward Channing Frye einen Freiwurf, der die Vorentscheidung herbeigeführt hätte.

Green holte sich darauf den Rebound und warf den Ball mit der Schlusssirene aus der Feldmitte Richtung Korb - traf aber nur den Ring.

Für die Suns war es der 13. Sieg im 26. Saisonspiel.

NBA-Topscorer Kevin Durant gelangen bei der neunten Niederlage der Thunder 28 Punkte, Jeff Green, Russell Westbrook und Nick Collison steuerten je 19 Zähler bei.

Detroit Pistons - New Orleans Hornets 111:108 n.V.

Beim 111:108 (100:100; 41:51)-Erfolg der Detroit Pistons gegen New Orleans nach Verlängerung war Will Bynum der Held des Abends.

7,4 Sekunden vor dem Ende der ersten Verlängerung schlängelte sich der Point Guard von der rechten Seite blitzschnell in die Zone und sorgte für die 109:108-Führung der Mannschaft aus Motor City.

Den darauf folgenden Schlusspunkt setzte Pistons-Forward Jason Maxiell mit einem Steal und dem anschließenden Dunk zum 111:108-Enstand. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

Tayshaun Prince war mit 28 Punkten und zwölf Rebounds erfolgreichster Akteur bei Detroit, Hornets-Forward David Best kam auf 32 Zähler.

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