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Jason Terry wechselte 2004 von den Atlanta Hawks zu den Dallas Mavericks © getty

Die Mavericks beenden einen Lauf des Gegners. Im letzten Viertel fliegt der "Jet" über die Heat hinweg. James erlebt ein Desaster.

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - 37 Minuten war von Jason Terry nichts Ansprechendes zu sehen, doch dann hob der "Jet" zum Überflug ab.

Dank einer 19-Punkte-Gala in den letzten elf Minuten führte der Shooting Guard seine Dallas Mavericks zum 98:96 (23:22, 20:22, 22:24, 33:28)-Erfolg bei den Miami Heat.

Dadurch beendeten die Texaner bereits zum zweiten Mal in dieser Saison eine Siegesserie von 12 Spielen eines Gegners.

Bereits beim 103:94 in San Antonio Ende November hatten die Mavs ebenfalls den 13. Erfolg des Gegners verhindert (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

"Mich interessieren solche Serien nicht", sagte Dallas' Coach Rick Carlisle. "Für mich zählt nur der Sieg."

Starke erste Hälfte Nowitzkis

Bester Werfer der Partie war Dirk Nowitzki. Der deutsche Nationalspieler erzielte 26 Punkte, 17 davon in der ersten Hälfte, fiel im Schlussabschnitt aber durch fünf Fehlwürfe - darunter ein Airball bei einem Dreier-Versuch - auf (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch).

Allerdings bewies Nowitzki Nervenstärke, als er in den letzten 12 Sekunden vier Freiwürfe zum 96:90 und 98:93 verwandelte.

Mavericks sicher von der Freiwurflinie

"Jet hat im Schlussabschnitt groß aufgespielt. Das ist das, was er drauf hat. Er ist unser Closer, er macht den Sack zu", lobte Nowitzki seinen Teamkollegen.

Damit dürfte Nowitzki vor allem Terrys Dreier zum 89:85 nach seinem Airball gemeint haben, der die Heat anschließend zum Foulen veranlasste. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

Bis auf Shawn Marion, der einen seiner vier Versuche nicht versenkte, verwandelten die Mavericks neun ihrer zehn Würfe von der Linie sicher.

Bosh macht Niederlage am Pech fest

Neben Terry und Nowitzki überzeugte Marion. Der Forward glänzte mit 13 Rebounds, darunter fünf Abpraller an des Gegners Brett.

Bei den Heat war Dwyane Wade mit 22 Zählern bester Werfer, LeBron James und Chris Bosh brachten es auf jeweils 19 Zähler.

"Das waren ein paar verrückte Situationen, bei denen sie das Glück auf ihrer Seite hatten, Würfe die bei ihnen reingefallen sind, bei uns nicht", gab sich Bosh nach der Partie enttäuscht. "Sie haben davon profitiert."

Mavericks starten furios

Dass die Partie am Ende noch eine enge Kiste wurde, konnte man nach den ersten Minuten nicht erwarten.

Denn Dallas startete furios. Die Mavericks trafen ihre Würfe, waren bei den Rebounds deutlich überlegen und zogen innerhalb der ersten 180 Sekunden auf 14:2 davon. Sechs Minuten später hieß es sogar 23:10.

Von Miamis Big Three zeigte sich in der Anfangsphase einzig der in Dallas geborene Bosh (STATISTIK: Die Tagesbesten).

Der Power Forward hielt Miami mit 8 der 10 Zähler im Spiel.

Miami ohne James erfolgreich

Heat-Coach Erik Spoelstra reagierte, wechselte 2:39 Minuten vor Viertelende vier seiner fünf Starter aus, einzig Wade blieb auf dem Feld.

Und es zahlte sich aus.

Ein 12:0-Lauf - angeführt von Wade mit 9 Zählern - brachte Miami noch im Startviertel auf einen Punkt ran. Dallas hingegen leistete sich in dieser Zeit unerklärliche Ballverluste, vier in den letzten 140 Sekunden.

"Wir werden von Spiel zu Spiel besser, aber wir müssen uns erst noch zusammenfinden. Aber es sind erst 30 Spiele absolviert", relativierte Wade die Niederlage.

James kommt nicht in Rhythmus

Doch kaum kehrte LeBron James auf das Parkett zurück, lief es bei den Heat nicht mehr. Dallas legte eine Serie von 12:2 Punkten hin, und nach seinem dritten Foul in der ersten Hälfte war für James Schluss.

Der Superstar blieb erstmals seit 31. Oktober 2007 ohne einen einzigen Zähler in den ersten 24 Minuten. Stattdessen standen 4 Turnover und 3 Fouls bei 2 Rebounds und 4 Assists zu Buche. 246607(NBA-Wechselbörse)

"Sie können einen echt aus dem Rhythmus bringen", lobte James anschließend die Verteidigung der Gäste.

Millers Rückkehr gibt Heat Feuer

Das Auf und Ab in der Partie hielt jedoch an. Vier Minuten vor Ende feierte Mike Miller nach überstandener Handgelenksverletzung sein Debüt bei den Heat.

Millers Einwechslung gab den Gastgebern Rückenwind, woraus ein 10:1-Lauf Miamis resultierte.

Besonders bitter für Dallas: Miamis sieben Offensivrebounds in einem Angriff, den Mario Chalmers mir einem Dreier zum 42:39 abschloss.

Mit 44:43 aus Sicht Miamis ging es in die Halbzeitpause.

Aus Lauf auf Lauf wird Hin und Her

Und auch in Hälfte zwei ging es mit Lauf auf Lauf weiter. 10 Punkte in Serie für Dallas, 13 für Miami, ehe sich ein stetes Hin und Her einpendelte.

Immerhin durfte LeBron James nach 27 Minuten Spielzeit doch endlich seinen ersten Korberfolg nach fünf Fehlversuchen feiern. Fünf weitere Zähler, darunter der Buzzer-Beater zum 68:65-Viertelendstand legte er noch im dritten Spielabschnitt nach.

Doch dann kam der große Auftritt von Terry, und James verließ noch während der letzten Sekunden das Spielfeld Richtung Kabine.

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