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Dirk Nowitzki spielt seit 1998 in der NBA für die Dallas Mavericks © getty

Der Würzburger wirft beim Sieg in Orlando Larry Bird aus den Top 25. Die Celtics-Legende gehört zu den ersten Gratulanten.

Von Rainer Nachtwey

München/Orlando - Anfang letztes Viertel: Jason Terry trägt den Ball zum Korb der Orlando Magic, passt zur Dreierlinie, wo Dirk Nowitzki wartet.

Der Würzburger fängt den Ball, steigt hoch, wirft und trifft.

Es sind seine Karriere-Punkte 21.790, 21.791 und 21.792.

Mit diesem Dreier überholte Nowitzki beim 105:99 (27:21, 22:24, 27:27, 29:27) in Orlando Celtics-Legende Larry Bird in der ewigen Bestenliste der NBA und verdrängte den heutigen Sportdirektor der Indiana Pacers aus den Top 25 der Korbjäger. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Es ist unglaublich, zu den 25 besten Korbjägern aller Zeiten zu gehören", sagte Nowitzki. "In einer fantastischen Liga, mit fantastischen Spielern das zu erreichen, ist etwas sehr Besonderes."

Glückwünsche per SMS

Zu den ersten Gratulanten gehörte der verdrängte Bird, wenn auch nicht persönlich.

"Zum Ende des Spiels habe ich eine SMS von Larry erhalten, um Dirk zu gratulieren", sagte Mavericks-Coach Rick Carlisle, 1986 NBA.-Champion mit Bird bei den Boston Celtics und von 1997 bis 2000 Co-Trainer unter Bird in Indianapolis.

"Aber ich bin mir sicher, dass er Dirk noch persönlich gratulieren wird. Ich bin mir sicher, dass Dirk dies viel bedeuten wird."

Payton schon in Reichweite

Unangefochten an der Spitze der besten Korbjäger steht Kareem Abdul-Jabbar. Seine 38.387 Punkte wird Nowitzki in seiner NBA-Laufbahn wohl nicht mehr erreichen.

Dahinter rangieren Karl Malone mit 36.928 Zählern und "His Airness" Michael Jordan (32.292) auf den Plätzen zwei und drei. 193041(DIASHOW: Die Top 30 der NBA-Scorer)

Allerdings könnte Nowtzki bereits im nächsten Heimspiel gegen die Oklahoma City Thunder (Di., ab 2 Uhr LIVESCORES) den nächsten überholen. Zu Gary Paytons 21.813 Zählern fehlen dem Würzburger nur 15 Punkte.

Gewinnen steht an erster Stelle

"Beide sind extrem akribisch in ihrer Vorbereitung und Hingabe", verglich Carlisle seinen Starspieler und seinen ehemaligen Celtics-Teamkollegen.

"Für beide sind die Statistiken nicht wichtig. Es geht ihnen nur ums Gewinnen. Wenn es für uns das Beste wäre, wenn Dirk nur 15 Punkte pro Spiel machen und acht, neun Rebounds holen würde, damit wir alles gewinnen, wäre Dirk sofort dabei."

Keine großen Veränderungen bei den Magic

Gegen die nach ihren beiden Trades umgekrempelte Magic-Mannschaft waren es dann auch nur zwei mehr wie die von Carlisle angesprochenen 15 Zähler. Und zum Sieg reichte es ebenfalls.

"Wir wussten dennoch, dass sie eine sehr starke Truppe haben", sagte Nowitzki. "Dwight (Howard) steht bei ihnen im Mittelpunkt, den sie immer unter dem Korb anspielen und außen warten ihre Scharfschützen wie Jameer (Nelson)."

Schwache Vorstellung der Neuen

Gemeinsam mit J.J. Reddick (21 Zähler) waren es auch die beiden, die die Magic im Spiel hielten. Center Howard erzielte 26 Punkte und 23 Rebounds, Nelson brachte es auf 19 Zähler. (STATISTIK: Die Tagesbesten)

Die Neuzugänge Gilbert Arenas und Jason Richardson blieben auch im zweiten Spiel mit 2 bzw. 10 Punkten und einer äußerst schwachen Wurfquote (1 von 6 und 4 von 13) weit hinter den Erwartungen zurück. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

Rückkehrer Hedo Türkoglu fiel ebenfalls durch Fehlwürfe (2 von 11) auf, bereitete aber auch acht Korberfolge der Magic vor.

Sechs Mavericks punkten zweistellig

Bei Dallas, das auf eine sensationelle Trefferquote von 50 Prozent aus dem Feld und 46 Prozent von der Dreierlinie kam, war Caron Butler bester Werfer.

Der Forward erzielte 20 Punkte und war damit einer von sechs Mavericks, die zweistellig punkteten. Neben der kompletten Starting Five um Butler, Nowitzki, Tyson Chandler (16), Jason Kidd (13) und DeShawn Stevenson (11) markierte auch Heat-Matchwinner Jason Terry 13 Zähler.

Butler: Bestes Team der Liga

Butler war nach dem 16. Sieg aus den letzten 17 Spielen ganz euphorisch.

"Im Moment haben wir einfach das Gefühl, dass wir eines der besten Teams der Liga sind, wenn nicht sogar das beste."

Mit einer Bilanz von 23 Siegen bei 5 Niederlagen sind rein statistisch aber noch die San Antonio Spurs (24:3) und Boston Celtics (22:4) besser als die Mavericks (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

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