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Kobe Bryant wurde 2008 zum Wertvollsten Spieler der NBA ausgezeichnet © getty

Der Superstar kassiert gegen Milwaukee zum Spielende zwei technische Fouls. Philly erhält in Chicago eine 45-Punkte-Packung.

Von Rainer Nachtwey

München/Los Angeles - Kobe Bryant war sauer, richtig sauer.

Der Superstar der Los Angeles Lakers echauffierte sich nach seinem Offensivfoul so sehr, dass die Schiedsrichter ihn mit zwei Technischen Fouls belegten und 2:06 Minuten vor Ende gegen die Milwaukee Bucks vorzeitig zum Duschen schickten.

Bryant war sogar so sauer, dass er sich nach dem Spiel nicht einmal den Fragen der Journalisten stellte.

Spielentscheidend war diese Frustaktion Bryants nicht mehr, denn der Champion lag zu dem Zeitpunkt bereits mit 15 Punkten im Hintertreffen. Die 79:98 (22:25, 24:25, 20:22, 13:26)-Niederlage hätte er nicht mehr verhindern können.

Duell mit Miami steht an

Damit ging die Generalprobe vor dem heiß erwarteten Weihnachts-Duell mit den Miami Heat um die drei Superstars LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh (Sa., ab 23 Uhr LIVESCORES) in die Hose (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

"Wir können nicht mehr schlechter spielen", brachte es Trainer Phil Jackson auf den Punkt. "Wir sind in der zweiten Hälfte aus dem Gleichgewicht geraten und haben uns davon nicht mehr erholt."

Nur 33 Punkte in Hälfte zwei

Sein Gegenüber Scott Skiles verteilte hingegen großes Lob an seine Mannschaft. "Wir haben sie bei 33 Punkten in der zweiten Hälfte und 13 im letzten Viertel gehalten. Das ist wohl die schwierigste Herausforderung", sagte Milwaukees Trainer.

"Das war unsere beste Defensivleistung des gesamten Jahres", schwärmte Skiles.

Verdiente Niederlage

In der Offensive überzeugte Bankspieler Earls Boykins. Der Guard stellte mit 22 Punkten einen persönlichen Saisonrekord auf. Zudem steuerte John Salmons 20 Zähler bei und

Ersan Ilysova gelang mit 17 Punkten und 11 Rebounds sein drittes Double-Double der Saison. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

Bei den Gastgebern hingegen kamen neben Kobe Bryant (21 Zähler) nur Pau Gasol (15) und Lamar Odom auf eine zweistellige Punkteausbeute.

"Ich denke wir hatten es verdient, zu verlieren", sagte Power Forward Odom. "Aber dennoch habe ich das Gefühl, dass wir dieses Spiel hätten gewinnen müssen."

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen:

Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 121:76

"Das war ein richtiger Arschtritt", kommentierte Sixers-Forward Elton Brand das 76:121 (19:33, 24:28, 11:31, 22:29) und die damit höchste Saisonniederlage eines NBA-Teams. "Sie konnten machen, was sie wollten."

Philadelphia war von Beginn an chancenlos.

Nachdem die Sixers die ersten fünf Minuten noch bis zum 9:11 mithalten konnten, zogen die Bulls bis zu Halbzeit auf 61:43 davon. Anschließend legten sie sogar noch ein 16:0-Lauf nach und noch vor Ende des dritten Viertels betrug der Vorsprung bereits 40 Punkte.

Ein Aussetzer genehmigt

"Es gibt solch Spiel in der NBA. Das kommt vor", sagte Philadelphias Trainer Doug Collins. "Ich habe den Jungs gesagt: Einmal können sie sich so einen Aussetzer leisten. Aber nicht öfter."

Nach acht Siegen aus den letzten elf Partien war die 45-Klatsche ein herber Rückschlag für die miserabel in die Saison gestarteten 76ers. Zumal bis Jahresende noch Auswärtsspiele in Boston, Denver, bei Golden State, Phoenix und Champion Los Angeles warten.

Sextett punktet zweistellig

Während bei den Gästen lediglich Andre Iguodala (17 Punkte) und Thaddeus Young (12) auf eine zweistellige Punkte-Ausbeute kamen, glänzten bei den Bulls sechs Spieler mit mehr als zehn Zählern.

Angeführt wurde das Sextett von Derrick Rose, der neben seiner 22 Punkte auch noch 12 Assists verbuchte. Luol Deng (22), Carlos Boozer (16 Punkte, 11 Rebounds), C.J. Watson (14), Kurt Thomas (12) und Kyle Korver (10) punkteten ebenfalls zweistellig.

Charlotte Bobcats - Oklahoma City Thunder 81:99

Dallas' nächster Gegner ist für das Duell nach den Weihnachtstagen gewappnet:

Die Oklahoma City Thunder um WM-MVP Kevin Durant gewannen bei den Charlott Bobcats mit 99:81 (23:21, 24:17, 29:23, 31:12).

Dank eines 25:3-Endspurts gelang den Thunder ihr 20. Saisonsieg, so früh wie noch nie seit dem Umzug des Klubs aus Seattle nach Oklahoma. In der vergangenen Saison hatten die Thunder bis zum Januar warten müssen, ein Jahr zuvor sogar bis weit in den März hinein.

Durant war mit 32 Punkten bester Werfer seines Teams, bei Charlotte traf Stephen Jackson mit 20 Zählern am häufigsten.

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