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Bostons Ray Allen (l.) und Kevin Garnett erzielte gegen Philadelphia zusammen 34 Punkte © getty

Trotz vieler fehlender Akteure bauen die Celtics ihre Serie aus. Chicago siegt dank Boozer. Denver verliert ohne Anthony.

Von Björn Seitner

München - 14 Siege in Folge. Die drittlängste Serie der Celtics seit 46 Jahren. Die fünftlängste seit der Gründung des Klubs.

Seit über einem Monat (21. November) hat Boston nicht mehr verloren. Auch die Philadelphia 76ers konnten das Team von Coach Doc Rivers beim 84:80 (38:44) nicht stoppen.

Auf welche Art und Weise die Celtics diese Siege einfahren, verwundert aber dann doch. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Shaquille O'Neal fehlte bei vier der 14 Erfolge. Rajon Rondo bei sechs, Delonte West gar bei zwölf. Jermaine O'Neal war an der Serie überhaupt nicht beteiligt, genau wie Kendrick Perkins, der diese Saison noch gar nicht auf dem Parkett stand.

Boston erkämpft sich den Sieg

"Normalerweise ist jeder gesund und spielt gut, wenn man eine Serie hat", so Rivers leicht verwundert: "Bei uns ist allerdings das Gegenteil der Fall."

Auch Small Forward Paul Pierce zeigte sich beeindruckt von der Vielseitigkeit seines Teams: "Wir haben Spiele mit 100 Punkten und Spiele mit 80 Punkten gewonnen. Im Moment müssen wir uns die Erfolge erkämpfen, weil man einfach nie weiß, wer am Abend spielen kann."

Um ein Haar wäre es dann auch nichts geworden mit dem Sieg für die Celtics.

Collins zufrieden

Die 76ers, die einen Tag zuvor beim 76:121 gegen die Chicago Bulls die bisher höchste Saisonniederlage hinnehmen mussten, waren zur Halbzeit noch mit sechs Punkten in Führung.

"Nach der Schmach von gestern Nacht könnte ich nicht stolzer sein", zeigte sich Philadelphia-Coach Doug Collins dennoch zufrieden mit der Leistung seines Teams: "So gegen die Celtics aufzulaufen, zeigt die wahre Stärke meiner Mannschaft." 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

Dennoch war die Leistung der Gastgeber einen Hauch besser - oder die Nervosität der 76ers zu groß.

Garnett blockt Iguodala

1:02 Minuten vor Schluss vergab Shaquille O'Neal mit zwei Freiwürfen die Chance für Boston auf vier Punkte wegzuziehen.

Doch mit einem Block verhinderte Celtics-Power-Forward Kevin Garnett Andre Iguodalas Versuch zum Ausgleich.

Den Schlusspunkt der Partie setzte Ray Allen von der Linie.

Bostons Shooting Guard war mit 22 Punkten, vier Rebounds und sechs Assists Topscorer der Partie.

Starting-Five überzeugt

Mit Allen, O'Neal (13 Punkte), Pierce (11) und Garnett (12) trafen vier der fünf Starting-Five-Akteure der Celtics zweistellig.

Bei Philadelphia überzeugten Power Forward Elton Brand mit 16 Zählern und zwölf Rebounds sowie Shooting Guard Jrue Holiday mit 15 Punkten.

SPORT1 fasst das weitere Geschehen aus der NBA zusammen:

Washington Wizards - Chicago Bulls 80:87

Dank Carlos Boozers 30 Punkten, zehn Rebounds und sieben Assists konnten die Chicago Bulls ihren neunten Sieg im zehnten Spiel feiern.

Die knappe 50:49-Führung der Halbzeit konnten die Wizards vor allem dank des starken dritten Viertels der Bulls nicht zum Heimsieg nutzen.

23 der 27 Punkte des Viertels besorgten allein Boozer und Derrick Rose, der am Ende mit 25 Punkten zweitbester Werfer Chicagos war.

"Nehme ich einen heraus?"

Im Schlussabschnitt hatten sowohl Bulls-Center Kurt Thomas als auch Boozer sechs Minuten vor Schluss fünf Fouls auf ihrem Konto.

Chicago-Coach Tom Thibodeau entschied sich aber, beide Spieler auf dem Feld zu lassen: "Die Frage war: 'Nehme ich einen aus dem Spiel?' Aber so wie das Spiel lief, dachte ich mir, man könnte es wagen."

Thomas musste schließlich zwei Minuten vor Schluss mit seinem sechsten Foul vom Feld, Boozer dagegen machte vier der letzten sechs Punkte für Chicago und brachte den Sieg unter Dach und Fach.

San Antonio Spurs - Denver Nuggets 109:103

Ihren 25. Saisonsieg fuhren die San Antonio Spurs beim 109:103 (59:56) gegen die Denver Nuggets ein und bleiben in der Southwest Division weiterhin vor den Dallas Mavericks.

Vor allem Manu Ginobili und Gary Neal überzeugten bei den Spurs mit jeweils 22 Punkten.

Bei den Nuggets war J.R. Smith mit 22 Zählern, sieben Rebounds und drei Assists bester Scorer.

Anthony fehlt nach Todesfall

Denver fehlte allerdings Superstar Carmelo Anthony aufgrund eines Todesfalls in der Familie.

Anthony stand nach dem Tod seiner Schwester seiner Familie bei und wird erst nach Weihnachten zu den Nuggets zurückkehren.

"Das bringt uns zurück auf den Boden. Basketball ist nicht das Wichtigste der Welt", sagte Denvers Coach George Karl.

"Es bricht einem das Herz. Der ganze Klub unterstützt Carmelo in dieser schweren Zeit für ihn und seine Familie", sagte Nuggets-Vizepräsident Masai Ujiri.

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