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Carmelo Anthony wurde 1984 in Brooklyn, New York geboren © getty

Die unendliche Trade-Geschichte geht weiter: Die Mavericks denken angeblich an einen Leih-Deal. Cuban reagiert gereizt.

Von Björn Seitner

München - Die Personalie Carmelo Anthony ist derzeit wohl das heißeste Wechsel-Thema der NBA.

Im Sommer 2011 wird der Superstar der Denver Nuggets Free Agent und seit geraumer Zeit ranken sich schier unendlich viele Gerüchte um die Zukunft des 26-Jährigen.

Dass Anthony die Nuggets nach sieben Jahren verlässt, scheint so gut wie sicher. "Ich denke, es ist Zeit für eine Veränderung", sagte "Melo" bereits im Oktober. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

Tendenz in Richtung New York

Am liebsten würde der Small Forward wohl zurück nach New York gehen. Dort wurde er geboren und dort heiratete er im Juli seine langjährige Verlobte LaLa Vazquez.

Nicht nur deshalb scheint sein Interesse an den New Jersey Nets und der New York Knicks am größten.

Doch nun bringt ein prominenter Kolumnist die Dallas Mavericks wieder ins Gespräch und Klubbesitzer Mark Cuban auf die Palme.

Cuban streitet alles ab

Ken Berger schreibt in seinem Blog auf "CBSsport.com", dass die Mavericks bereit wären, "aggressiv" um Anthony zu werben.

Ein Manager eines Ligakonkurrenten wird dahingehend zitiert, Dallas sei bereit einiges für den Deal zu tun und einen "heftigen" Vorstoß zu wagen.

Mehr noch: Dallas würde Anthony selbst dann noch wollen, wenn er seinen auslaufenden Vertrag bei Denver nicht verlängert - also dann womöglich nur ein halbes Jahr bei den Mavericks bleiben würde.

Cuban reagierte wütend und wies den Bericht per E-Mail gegenüber den "Dallas Morning News" in Bausch und Bogen zurück.

Nicht "ein Körnchen Wahrheit"

"Wenn Ken Berger sich Sachen ausdenkt, sollte er wenigstens ehrlich genug sein und zugeben, dass er sich Sachen ausdenkt", so Cuban.

Unabhängig davon, dass Cuban hier eher unrealistische Erwartungen hegt, besteht er auf der Feststellung: Nicht "ein Körnchen Wahrheit" sei an der Sache.

Ziemlich gereizt für jemanden, der auch entspannt auf eine typisches Wechselgerücht hätte reagieren können.

"Mavs" sprengen und Anthony holen?

Tatsächlich wurden in der Meldung von Berger keine Einzelheiten, geschweige denn ein konkretes Angebot veröffentlicht.

Aber warum sollten die Mavericks kein Interesse an einer Verpflichtung des Superstars als Ergänzung zu Dirk Nowitzki haben?

Weil Dallas - zumindest derzeit - ein gut funktionierendes Gefüge hat, das die Mavericks auseinanderreißen müssten. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Eine Glaubensfrage

Würde man Anthony verpflichten wollen, müsste man als Gegenleistung wohl Kaliber wie Caron Butler, den Hoffnungsträger Rodrigue Beaubois ziehen lassen und einige Draft-Picks abgeben.

Es ist eine Glaubensfrage: Brauchen die Mavericks einen zweiten Star neben Nowitzki? Oder doch eher einen qualitativ breit aufgestellten Kader wie den aktuellen?

So deutlich wie Cuban den "CBS"-Bericht zurückweist, scheint er zu Antwort zwei zu tendieren.

Denvers Gebot

New Jersey soll derweil zu fast allem bereit sein, um Anthony für sich zu gewinnen. Laut "Yahoo Sports" soll das Team gleich eine ganze Reihe potenzieller Trade-Pakete unter Beteiligung anderer Klubs erdacht haben.

Demnach kommt in den verschiedenen Szenarien jeder einzelne Nets-Akteur als potenzielle Trade-Masse vor - außer Center Brook Lopez.

Denver selbst hat Anthony bereits ein Angebot vorgelegt: 50 Millionen Euro bietet der Klub ihm im Falle einer Vertragsverlängerung über drei Jahre.

"Melo" ziehts nach New York

Doch Anthony, der vergangene Saison 28,2 Punkte und 6,6 Rebounds auflegte, will nur unterschreiben, würde er in Richtung Ostküste getradet.

"Jeder schreit aus dem Fenster: 'Melo wir brauchen dich in New York'. Natürlich fühlt es sich gut an, wenn da draußen jemand will, dass du seine Stadt repräsentierst", sagte Anthony "ESPN" euphorisch.

Auf die Frage ob er nach einer Verlängerung bei den Nuggets auch zu den Nets gehen würde, antwortete Anthony vergangene Woche gegenüber der "Denver Post": "Ich weiß es nicht. Damit beschäftige ich mich, wenn es soweit ist."

In diesem Zusammenhang bleibt eine weitere Frage offen: Spielt Anthony lieber in Brooklyn oder lieber für Geld?

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