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Tim Duncan (vorne) versucht an Orlandos Dwight Howard vorbeizukommen © getty

Orlando lässt den müden Gästen aus San Antonio keine Chance. Sieben Spieler punkten zweistellig. Die Bucks besiegen die Kings.

Von Björn Seitner

München - Dank einer überragenden Teamleistung hat Orlando die Siegesserie der San Antonio Spurs gestoppt.

Sieben Spieler der Magic punkteten gegen das derzeit beste Team der NBA beim 123:101 (62:53) zweistellig. Und das, wo sich Orlando gerade runderneuert.

Jason Richardson, Hedo Turkoglu and Earl Clark wurden von den Phoenix Suns geholt, die selbst gegen Miami unterlagen, Gilbert Arenas von den Washington Wizards verpflichtet. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Orlandos "Superman" Dwight Howard blieb es aber vorbehalten mit einem Double-Double (29 Punkte und 14 Rebounds) für den Grundstein des Erfolgs und die erste Spurs-Niederlage nach zehn Siegen zu sorgen.

Nachricht von van Gundy

Vor Beginn der Partie fand Arenas eine handgeschriebene Notiz auf seinem Stuhl in der Umkleidekabine.

"Geh da raus und mach dein Spiel", stand darauf. Die Notiz kam von Magic-Coach Stan Van Gundy.

Bei den Wizards war Arenas nach einigen Skandalen und der Verpflichtung von Nummer-1-Pick John Wall auf das Abstellgleis geraten und startet nun in Orlando einen Neuanfang.

Arenas verspricht mehr

14 Punkte erzielte der 28-Jährige von der Bank und war äußerst zufrieden mit seinem neuen Team. 327661(DIASHOW: Die Bilder der 9. NBA-Woche)

"Für ein Team, das bisher noch nicht richtig zusammen trainieren konnte, sind wir stark aufgetreten und haben gezeigt, was wir drauf haben", so der Point Guard mit der Ergänzung: "In einem Monat sollten wir richtig gefährlich sein."

Neben Arenas und Howard punkteten Brandon Bass (17 Punkte), Hedo Turkoglu (11), Jason Richardson (15), J.J. Redick (17) und Ryan Anderson (10) zweistellig.

"Es musste so kommen"

San Antonio, das seit fast einem Monat kein Spiel mehr verloren hatte, wirkte müde und ausgepumpt.

"Es musste so kommen", resümierte Center Tim Duncan, der nur sechs seiner zwölf Versuche aus dem Feld traf.

Zur Halbzeit war Orlando mit neun Punkten vorne und der Bann schien bereits gebrochen - mit 97:67 ging es ins Schlussviertel.

30 Fast-Breaks

Dass San Antonio physisch K.o. war, verdeutlicht auch die Fast-Break-Statistik. Ganze 30 Mal punkteten die Magic nach erfolglosen Versuchen der Spurs.

"Wir haben gesehen, was möglich ist", resümierte Magic-Coach van Gundy trocken.

Lange durchatmen kann Orlando aber nicht, denn am 1. Weihnachtsfeiertag wartet bereits das Duell mit dem zweitbesten Team der Liga, den Boston Celtics.

Bostons Assistenzcoach Lawrence Frank schaute sich die neuen Magic schon mal von der Tribüne aus an.

Sacramento Kings - Milwaukee Bucks 79:84

Die siebte Niederlage in Folge mussten die Sacramento Kings gegen die Milwaukee Bucks einstecken.

Eine starke Schlussphase lieferte der nur 1,65 Meter große Earl Boykins ab.

Neun seiner insgesamt 19 Punkte erzielte Milwaukees Point Guard im entscheidenden Viertel, die Bucks übernahmen das Kommando und retteten den Sieg über die Zeit.

Bucks auf Playoff-Platz

Bei Milwaukee punkteten nur zwei Spieler zweistellig - Center Samuel Dalembert war mit 13 Zählern und zwölf Rebounds noch bester Scorer.

Durch den zwölften Saisonsieg liegen die Bucks nun in der Eastern Conference auf Platz acht, der gerade noch für die Playoffs reichen würde.

Sacramento bleibt dagegen im Westen mit 22 Pleiten aus 27 Spielen Letzter.

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