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Dirk Nowitzki erzielte seine letzten Punkte zwei Minuten nach Beginn des dritten Viertels © getty

Dallas liefert gegen die Lakers die beste Saisonleistung ab. Zum Sieg reicht es nicht, denn der Star erwischt einen schwarzen Tag.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die Kritik von Dirk Nowitzki an seinen Teamkollegen nach der Niederlage gegen die Los Angeles Clippers hat ihre Wirkung nicht verfehlt.

Gegen die Los Angeles Lakers zeigten die Dallas Mavericks ihr bisher bestes Spiel der noch jungen Saison. Dennoch hat es erneut nicht zum Sieg gereicht.

Die Texaner mussten sich den Los Angeles Lakers knapp mit 99:106 geschlagen geben und kassierten im siebten Saisonspiel die fünfte Niederlage.

Ausgerechnet Nowitzki, der gegen die Clippers fehlenden Einsatz bemängelt hatte, enttäuschte gegen die weiterhin ungeschlagenen Kalifornier. Der Würzburger traf lediglich fünf seiner 17 Würfe und kam auf 14 Punkte.

Duo mit starker Vorstellung

"Jeder hat alles gegeben, das war großartig", zeigte sich der Power Forward trotz seiner schwachen Vorstellung euphorisch. "Wenn wir weiterhin so spielen, werden wir dieses Jahr viele Spiele gewinnen."

Nowitzkis Lob dürfte vor allem an Jason Kidd und Erick Dampier gerichtet gewesen sein, die eine grandiose Vorstellung ablieferten.

Kidd erzielte sein erstes Triple-Double der Saison. Der Point Guard kam auf 16 Punkte, 11 Rebounds und 10 Assists. Dampier überzeugte mit 16 Rebounds, davon sensationelle zwölf unter dem gegnerischen Korb, und steuerte elf Punkte bei.

Gelungener Auftakt

Zudem begannen die Mavericks gegen die Lakers mit der Leidenschaft, die Nowitzki in der Partie gegen die Clippers bemängelt hatte.

Besonders Gerald Green ließ im ersten Viertel wieder aufhorchen. Der Neuzugang aus Houston war erneut für den verletzten Josh Howard in die Startformation gerückt und legte mit acht Punkten furios los.

Dies taten auch die Mavericks und spielten sich in den ersten zwölf Minuten einen Neun-Punkte-Vorsprung heraus.

Mit 35:26 ging es in den zweiten Spielabschnitt und Dallas blieb weiterhin am Drücker, auch wenn die Lakers dagegen hielten. Erstmals in dieser Saison erreichten die Mavericks bereits zur Halbzeit die 60-Punkte-Marke.

Die Sechs-Punkte-Führung bauten die Mavericks bis Mitte des dritten Viertels auf elf Zähler aus. In dieser Zeit tat sich besonders Dampier hervor, der zwischen der 28. und 30. Spielminute alle acht Mavericks-Punkte erzielte und Dallas mit 72:61 in Front brachte.

Block sorgt für die Entscheidung

Dann erfolgte jedoch der Bruch und Nowitzki traf folgend keinen einzigen Wurf mehr.

Zwar verteidigten die Mavericks noch einen Drei-Punkte-Vorsprung in den Schlussabschnitt, nach einem 18:7-Lauf der Lakers lagen sie bereits sechs Minuten vor Ende mit 86:94 hinten. Kidd, Jason Terry, mit 21 Zählern bester Mavs-Scorer, Jerry Stackhouse und Dampier brachten Dallas noch einmal auf zwei Zähler heran.

Beim Stand von 97:99 hatten die Mavericks sogar die Chance durch einen Dreier in Führung zu gehen, doch mit einem spektakulären Block 45 Sekunden vor Schluss sorgte Trevor Ariza für eine Vorentscheidung.

Auf der Gegenseite erhöhte Pau Gasol durch ein durch einen Korbleger und anschließenden Freiwurf auf 102:97 und nach Terrys erneutem Anschluss zum 99:102 machte Derek Fisher mit vier verwandelten Freiwürfen den sechsten Lakers-Sieg im sechsten Saisonspiel perfekt.

Müssen die Heimspiele gewinnen

"Niemand hat sich nach dem frühen Rückstand verrückt machen lassen", sagte Lakers-Star Kobe Bryant, der mit 27 Punkten bester Werfer der Partie war. "Wir haben uns weiter konzentriert und unser Spiel durchgezogen."

Mavericks-Coach Rick Carlisle zeigte sich aufgrund des Einbruchs zum Ende des dritten Viertels und Beginn des Schlussabschnitts etwas enttäuscht. "Wir müssen unser Spiel komplett durchziehen und endlich unsere Heimspiele gewinnen", sagte der Trainer.

Darauf müssen die Mavericks nach der dritten Niederlage in Serie weiterhin warten. Beide Siege wurde bisher in der Fremde erzielt.

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