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Jason Kidd (l.) wechselte 2008 von den New Jersey Nets zu den Dallas Mavericks © getty

Der Superstar wird gegen Toronto vermisst und kann nicht ersetzt werden. Ein Rookie verhilt den Kanadiern zum Erfolg.

Von Hardy Heuer

München - Die Dallas Mavericks sind gegen die Toronto Raptors den Nachweis schuldig geblieben, auch ohne ihren Superstar Dirk Nowitzki gewinnen zu können.

Gegen die Kanadier setzte es im heimischen American Airlines Center eine 76:84 (40:46)-Schlappe (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Zuschauer Nowitzki, der statt seiner üblichen Sportkleidung den hellgrauen Klubanzug trug, war im Spiel bei den Oklahoma City Thunder nach einem Foul gestürzt und hatte sich dabei das rechte Knie verdreht 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche).

Bei einer MRT-Untersuchung erwies sich die Verletzung als Bänderdehnung. Über Nowitzkis Einsatz in den kommenden Begegnungen wird von Tag zu Tag entschieden.

Marion ein schwacher Ersatz

Power Forward Nowitzki wurde bei den Texanern besonders in der Offensive schmerzlich vermisst.

Sein Vertreter Shawn Marion erreichte mit zwölf Punkten und fünf Rebounds nicht annähernd die Statistiken von "Dirkules" (24,1 Punkte, 7,4 Rebounds im Durchschnitt).

"Unsere Defensive hielt die Raptors bei 84, aber offensiv war das nichts", meinte Center Tyson Chandler, der auf lediglich drei Zähler und sechs Rebounds kam.

Rookie spielt groß auf

So war es nicht verwunderlich, dass sich die Mavs, bei denen Shooting Guard Jason Terry mit 18 Zählern und sechs Assists bester Akteur war, gegen starke Raptors geschlagen geben mussten.

Caron Butler steuerte 15 Punkte und drei Rebounds bei.

Bei Toronto überzeugte vor allem Power Forward Ed Davis. Der von der Bank kommende Rookie erzielte mit 17 Punkten und zwölf Rebounds ein Double-Double.

Kurios: Davis ist der Sohn vom ehemaligen Mavs-Spieler Terry Davis.

Probleme in der Defensive

Obwohl die Raptors ohne ihren Topscorer Andrea Bargnani antraten, sowie auf Reggie Evans, Sonny Weems, Jose Calderon und Peja Stojakovic verzichten mussten, gelang es ihnen der zuletzt so hoch gelobten Defensive der Mavericks Probleme zu bereiten.

"Wir haben sehr träge begonnen, besonders in der Defensive", erklärte Mavs-Coach Rick Carlisle, der nach seiner Knie-Operation wieder auf der Trainerbank Platz nahm.

Nach dem ersten Viertel lag Dallas bereits mit zehn Punkten zurück.

Die Mavs kämpften sich sechs Minuten vor Spielende auf drei Zähler heran, doch die Raptors ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und konterten mit einem 8:0-Lauf.

Schwache Ausbeute

Auch bei der Drei-Punkte-Ausbeute schwächelten die Mavs deutlich: Von ihren 22 Versuchen fanden gerade mal fünf ihr Ziel.

Aus dem Feld kam Dallas auf 41,3 Prozent - von 75 Würfen landeten nur 31 im Korb.

Die Mavericks belegen im Westen weiterhin den zweiten Platz hinter ihrem nächsten Gegner San Antonio Spurs.

Dallas empfängt die Spurs in eigener Halle (Fr., ab 3.30 Uhr LIVESCORES) - hoffentlich mit einem gesunden Nowitzki.

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