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Tim Duncan (l.), Tony Parker (M.) und Manu Ginobili holten 2007 die Meisterschaft © getty

San Antonio stellt derzeit das beste Team der NBA, vor allem aufgrund der hohen Dichte im Kader. Das Selbstvertrauen ist groß.

Von Hardy Heuer

München - Die alten Männer können es doch noch.

Mit 27 Siegen und nur vier Niederlagen stellen die San Antonio Spurs das derzeit beste Team der NBA (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Für viele kommt die diesjährige Leistungsexplosion des vierfachen Meisters etwas überraschend, hatte man doch gedacht, dass die große Zeit der Texaner vorbei wäre.

Die Stars des Teams, Tim Duncan (34), Manu Ginobili (33) und Tony Parker (28), sind bereits in die Jahre gekommen. Vor drei Jahren holten die Spurs letztmals die Meisterschaft nach San Antonio.

Im Jahr darauf scheiterten sie im Conference-Finale gegen die Los Angeles Lakers.

Frühes Playoff-Aus

In der Saison 2008/2009 kam in der ersten Playoff-Runde gegen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks bereits nach fünf Partien das frühe Aus.

Es zeichnete sich ab, dass sich die Spurs auf dem absteigenden Ast befinden.

In der letzten Spielzeit erreichten sie zwar das Conference-Halbfinale, da setzte es jedoch eine deutliche Vier-Spiele-Pleite gegen die Phoenix Suns.

Schwache Leistungen

Spätestens ab diesem Zeitpunkt glaubte keiner mehr an das mit großen Namen bestückte Team.

Zu selten zeigten Duncan oder Parker in der vorangegangenen Saison ihr wahres Leistungsvermögen. In diesem Jahr geben die Spurs ein ganz anderes Bild ab.

Trainer Gregg Popovich scheint sein Team wieder in die richtige Spur gebracht zu haben. San Antonio eilte zu seinem NBA-Rekord und lässt sich weiterhin nicht aufhalten.

Dominante Vorstellung gegen die Lakers

Gegen die Los Angeles Lakers stellten die Texaner ihre aktuelle Dominanz eindrucksvoll unter Beweis und ließen Kobe Bryant und Co. keine Chance 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche).

Und das auch noch ohne Center Duncan und Guard Manu Ginobili. Die Beiden wurden kaum gebraucht und erhielten von ihrem Coach großzügige Pausen.

Besonders Bryant bekam diese neue Dominanz der Texaner zu spüren. Sein Bewacher George Hill ließ ihn kaum zur Entfaltung kommen.

"Ich wollte ihm zeigen, dass auch wenn er ein NBA-All-Star und MVP ist, ich mich nicht vor ihm fürchte", sagte Hill.

Nun gegen Nowitzkis Mavs

Gegen die Lakers wurde deutlich, dass es im Team stimmt und die Spurs nicht von einzelnen Personen abhängig sind, wie der nächste Gegner, die Mavericks (Fr., ab 3.30 Uhr LIVESCORES).

Dallas kommt ohne Nowitzki immer wieder ins Straucheln. Einen nur annähernd gleichwertigen Ersatz gibt es für den Deutschen nicht.

Und das Team von Rick Carlisle schafft es im Gegensatz zu den Spurs nicht, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen.

Andere springen ein

Genau das aber ist wichtig, will man in den Playoffs ein Wörtchen mitreden.

San Antonio kann Ausfälle ohne Probleme kompensieren, da Spieler wie Richard Jefferson (13,8 Punkte im Schnitt) oder Hill (11,3 Punkte im Schnitt) in die Bresche springen.

Zudem spielt Point Guard Parker mit 17,9 Punkten und 7,1 Assists im Schnitt eine konstant starke Saison. Ginobili hob seinen Punkteschnitt aus der Vorsaison (16,5 Punkte) sogar auf 19,1 Punkte an.

Das gesamte Team erzielt im Schnitt 105,9 Punkte, dies sind 4,5 Punkte mehr als in der Vorsaison. Die Spurs sind damit auf einem guten Weg, wie weit er führt bleibt abzuwarten. An Selbstvertrauen fehlt es den Texanern jedenfalls nicht.

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