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Al Horford bestritt letztes Jahr seine erste NBA-Saison © getty

Atlanta gewinnt auch in Chicago und bleibt im Osten das einzig ungeschlagene Team. Billups darf endlich gegen Charlotte ran.

Von Rainer Nachtwey

München/Chicago - Die Atlanta Hawks setzen ihren Höhenflug fort.

Bei den Chicago Bulls gewann die Mannschaft aus der Olympiastadt von 1996 mit 113:108 und fuhr im sechsten Spiel den sechsten Sieg ein.

Damit sind die Hawks die einzig ungeschlagene Mannschaft in der Eastern Conference und gemeinsam mit den Los Angeles Lakers (106:99-Sieg in Dallas) der Liga.

Für Atlanta ist es der beste Saisonstart seit der Saison 1997/98, als in den ersten elf Spielen elf Siege gefeiert wurden.

Unterstützung für Johnson

Überragend beim sechsten Triumph des Klubs aus Georgia war Al Horford. Der Center erzielte 27 Punkte, schnappte sich 17 Rebounds, blockte sechs Würfe und ließ dadurch die eher schwache Vorstellung von Starspieler Joe Johnson und den Ausfall von Josh Smith vergessen.

Johnson traf nur vier seiner 16 Würfe, kam aber dennoch auf 17 Punkte. Zudem steuerte er acht Assists bei.

Gegen die Bulls erzielten neben Johnson und Horford vier weitere Spieler über zehn Punkte.

"Das zeigt wie tief unser Team ist", sagte Horford. "Wir spielen mannschaftsdienlich und sind keine Egoisten. Wir sind dieses Jahr nicht mehr so sehr von Joe abhängig. Dieses Jahr hat er die Unterstützung."

Bulls am Brett enttäuschend

Bei den Gastgebern überzeugte Rookie Derrick Rose. Der Nummer-Eins-Pick zeigte mit 26 Punkten, zehn Rebounds und sechs Assists eine gute Leistung.

Allerdings fehlte den Scorern von Außen Ben Gordon und Luol Deng (jeweils 19 Punkte) die Unterstützung unter dem Brett. Tyrus Thomas und Joakim Noah enttäuschten mit drei bzw. zwei Zählern.

Zudem war Deng alles andere als zufrieden mit der Abwehrarbeit: "Unsere Defense war grausam. Wir haben ganz schlecht auf das Umschalten von Angriff auf Abwehr reagiert und uns nicht gegenseitig geholfen."

Mit drei Siegen bei fünf Niederlagen belegen die Bulls Rang vier in der Central Division.

Erster Sieg mit Iverson

Zwei Plätze darüber rangieren die Detroit Pistons. Nach zwei Niederlagen in Serie kam die Mannschaft aus Michigan bei den Sacramento Kings zum ersten Sieg mit Allen Iverson. Beim 100:92 war der Neuzugang aus Denver bester Werfer der Begegnung.

"Dieser Sieg ist schon sehr wichtig für mich", sagte Iverson. "Ich wusste, dass er irgendwann kommt, aber es wurde Zeit, dass diese Last des ersten Sieges so schnell wie möglich abfällt."

Mit sieben Rebounds und neun Assists verfehlte der 33-Jährige ein Triple-Double nur knapp.

Bei den Kings, für die es nach drei Siegen am Stück wieder eine Niederlage setzte, war Spencer Hawes erfolgreichster Werfer.

Billups darf gegen Charlotte ran

Die Denver Nuggets schweben mit Chauncey Billups nach dem Tausch weiter auf Wolke sieben. Bei den Charlotte Bobcats siegte die Truppe aus Colorado mit 88:80 und gewann nach einem 1:3-Fehlstart damit das dritte Spiel in Serie.

Billups erzielte 16 Punkte und legte fünf Körbe seiner Mitspieler auf. Für den Point Guard war es eine kuriose Rückkehr nach Charlotte, da er neun Tage zuvor noch mit den Pistons gegen die Bobcats antreten sollte. Erst wenige Stunden vor dem Spiel wurde er dann von dem Trade unterrichtet.

"Es hat ein bisschen gedauert, aber am Ende durfte ich doch noch in Charlotte antreten", scherzte Billups. "Ich habe mit den Jungs vor dem Spiel darüber gesprochen und uns darüber amüsiert. So ist das Leben."

Die meisten Punkte der Partie erzielte Nuggets-Star Carmelo Anthony, der auf 25 kam und Jason Richardson von den Bobcats um zwei Zähler übertraf.

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