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Dirk Nowitzki (r. mit Matt Bonner) spielt seit 1998 für die Dallas Mavericks © getty

Der verletzte Mavs-Star erklärt den Spitzenreiter aus San Antonio im Texas-Derby zum Favoriten. Carlisle fordert mehr Balance.

Von Hardy Heuer

München - Es ist das Duell der zwei besten Teams im Westen:

Im Texas-Derby empfangen Dirk Nowitzkis Dallas Mavericks, Tabellenzweiter im Westen, den Spitzenreiter aus San Antonio (Fr., ab 3.30 Uhr LIVESCORES).

Doch der deutsche Superstar wird den Kracher nur von der Bank aus verfolgen müssen. Grund: Der Würzburger laboriert noch immer an seiner Knieverletzung.

"Er ist raus", gab Trainer Rick Carlisle nach dem morgendlichen Training kurz und knapp bekannt.

Power Forward Nowitzki war in der Partie gegen die Oklahoma City Thunder zu Boden gegangen. Diagnose: Bänderdehnung im rechten Knie.

Nowitzki entscheidend

Das Fehlen von Nowitzki wird im texanischen Derby eine ausschlaggebende Rolle spielen. Mit dem Deutschen, der im Schnitt 24,1 Punkte erzielt, verbuchte Dallas in dieser Saison 283 Punkte mehr als der Gegner.

Stand er nicht auf dem Parkett, gewannen die Konkurrenten mit insgesamt 116 Punkten die Oberhand.

Nowitzki, der beim letzten Erfolg über die Spurs 26 Punkte erzielte, wird den Mavericks besonders in der Offensive fehlen.

"Wir müssen seinen Ausfall kompensieren"

Dass die Mavs von "Dirkules" abhängig sind, zeigte bereits die Partie bei den Toronto Raptors 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche).

"Es verändert sich einiges, wenn er draußen ist", weiß auch Center Tyson Chandler. Gegen die Raptors, den Tabellenelften im Osten, fing sich Dallas eine 76:84-Pleite ein. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir müssen seinen Ausfall irgendwie kompensieren und uns daran gewöhnen, ohne ihn zu spielen", meint Chandler.

Carlisle fordert Balance

Doch gerade gegen die Spurs wäre ein Nowitzki, der derzeit MVP-Niveau besitzt, Gold wert gewesen. Gegen das derzeit beste Team der NBA braucht es nämlich eine gehörige Steigerung gegenüber der Raptors-Partie, will man in eigener Halle nicht untergehen.

Besonders in der Defensive müssen sich die Mavs verbessern. "Alle Positionen müssen mithelfen", fordert Mavs-Coach Carlisle: "Balance ist eine unserer Stärken."

Sollten sie es schaffen, die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen, so hat Dallas alle Möglichkeiten, die Spurs zu schlagen.

Immerhin gehören sie zu den vier Teams, die Duncan und Co. in dieser Spielzeit in die Schranken weisen konnten - allerdings mit dem Würzburger.

Spurs sind Favorit

Nicht nur deshalb geht der vierfache Champion als Favorit in die Partie. Gegen die Los Angeles Lakers demonstrierte San Antonio seine ganze Stärke und ließ den Meister beim 97:82-Heimerfolg ziemlich alt aussehen.

Und das, obwohl Center Tim Duncan und Manu Ginobili die meiste Zeit auf der Bank verbrachten.

"Das bedeutet, dass Tony Parker fantastisch war", lobte Spurs-Coach Gregg Popovich seinen Spielmacher, der 23 Punkte und drei Assists verbucht hatte.

Nowitzki warnt

Der Deutsche weiß, wie schwer es gegen den die Spurs wird.

"Sie haben früher versucht, die Spiele mit 75:74 zu gewinnen. Jetzt gewinnen sie 110:109, aber das ist dasselbe. Sie gewinnen immer", meint der Forward.

Auch im Februar 2009, als Duncan und Ginobili fehlten: Beim 93:76 übertrumpfte Parker mit 37 Punkten Nowitzki (14) um Längen. Diesmal wollen die Mavericks den Spieß umkehren und den personellen Nachteil mit den heimischen Fans im Rücken ausgleichen.

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