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Manu Ginobili (l.) und die Spurs haben nur eines ihrer letzten 14 Spielen verloren © getty

Auch im zweiten Spiel ohne den Deutschen setzt es für Dallas eine Pleite - trotz Butlers Saisonrekord und Kidds Triple-Double.

Von Marcus Giebel

München - Der Matchwinner beim NBA-Gipfeltreffen kam von der Bank.

Mit seinen 21 Punkten in gerade einmal 22 Minuten führte Gary Neal - als Spielmacher nur dritte Wahl hinter Tony Parker und George Hill - seine San Antonio Spurs zum 99:93 (53:46) bei den Dallas Mavericks.

Gerade in den engen Phasen nach der Pause war der 26-jährige Rookie stets zur Stelle, markierte wie der stark aufgelegte Tim Duncan (17 Punkte, 11 Rebounds) wichtige Punkte.

So gab es auch Lob vom Teamkollegen. "Er ist ein eiskalter Shooter. Gary verdient es, in der NBA zu spielen. Und er kann Spiele entscheiden", freute sich Duncan mit dem Neuling, der über den Umweg Europa im Sommer bei den Spurs gelandet war.

Spurs-Bank mit 42 Zählern

Neals Ausbeute war sozusagen die halbe Miete, denn die übrigen Bankspieler der Gäste steuerten weitere 21 Zähler zum Erfolg bei, womit sie ihren Pendants der Mavs letztlich elf Punkte voraus waren.

Zu viel für Dallas, das zu Beginn des Spiels kurzzeitig vorne lag, nach einem 21:2-Lauf der Spurs zum Ende des ersten Abschnitts aber auf die Verliererstraße geriet.

"Es war frustrierend. Aber die Jungs haben immer gekämpft, wir haben gut zusammengespielt. Ohne Dirk ist der Grat für uns aber schmaler", bedauerte Coach Rick Carlisle, der auf den Ausfall seines am Knie verletzten Stars Nowitzki anspielte. 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Butler mit persönlichem Saison-Bestwert

Dass die 20.604 Zuschauer im American Airlines Center dennoch lange auf den 25. Sieg im 31. Spiel hoffen durften, hatte zwei Gründe.

Zum Einen übernahm Caron Butler Verantwortung und stellte mit 30 Punkten seinen persönlichen Saisonrekord auf. Zum Anderen agierte das beste NBA-Team alles andere als souverän.

Spurs-Coach Gregg Popovich wollte sich daher nach dem Ausbau des Franchise-Startrekords auf 28:4 Siege nicht überschwänglich freuen: "Wir haben nicht besonders gut gespielt. Als Team haben wir keine gute Leistung gezeigt."(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Kidd: Triple-Double eintauschen

Immerhin punkteten neben Neal und Duncan drei weitere Akteure zweistellig:

Der von einer Nasennebenhöhlenentzündung geschwächte Manu Ginobili kam trotz schwacher Wurfquote (4 von 11) auf 15 Zähler, Tony Parker sorgte für 14 Punkte, George Hill für 12.

Bei Dallas fand Butler dagegen kaum Unterstützung. Jason Kidd glänzte zwar mit seinem 106. Triple-Double (12 Punkte, 13 Assists, 10 Rebounds), traf aber nur jeden dritten seiner 15 Würfe.

Seinen persönlichen Erfolg hätte der Routinier nur zu gern eingetauscht: "Ich hätte lieber gewonnen. So bedeutet mir die Statistik nicht viel."

Haywood bleibt auf der Bank

Ansonsten schaffte nur Shawn Marion (10) eine zweistellige Ausbeute. Jason Terry erwischte einen rabenschwarzen Tag - nur drei seiner 16 Versuche fanden den Weg durch die Reuse.

Am Ende standen acht Zähler für ihn zu Buche, Nowitzki-Ersatz Brian Cardinal blieb bei neun stehen.

Gar nicht erst zum Einsatz kam Brendan Haywood. Carlisle setzte mit Tyson Chandler und Alexis Ajinca lediglich auf zwei Center.

Nowitzki will nach Milwaukee

Eine richtige Entscheidung, wie der Coach später unterstrich: "Alexis hat sehr aggressiv gespielt und einige gute Aktionen gehabt."

Genutzt hat es am Ende dennoch nicht. So steht unter dem Strich die zweite Niederlage nacheinander. Immerhin bleiben die Mavs das zweitbeste Team im Westen.

So sind die Aussichten für 2011 nicht die Schlechtesten, zumal Nowitzki am Rande der Partie in einem TV-Interview erklärte, schon bei der nächsten Partie in Milwaukee wieder auf dem Parkett stehen zu wollen.

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