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Dwight Howard (v.) spielt, seit er 2004 von den Magic gedraftet wurde, für Orlando © getty

Obwohl Howard mit den Magic die Knicks schlägt, hagelt es Kritik. Jetzt verstummt er. In Portland trumpft der Roy-Ersatz auf.

Von Marcus Giebel

München - Wie der Coach eines Siegers sah Stan Van Gundy nach dem 112:103 (62:44) seiner Orlando Magic über die New York Knicks nicht aus.

Statt sich über den fünften Sieg nacheinander zu freuen, musste er sich vielmehr Fragen zum "Rüpel" in seinen Reihen stellen.

"Ich denke nicht, dass er aggressiver gegenüber den Offiziellen ist als irgendwer sonst", verteidigte Van Gundy seinen Superstar Dwight Howard. Er könne 20 Leute aufzählen, die sich schlimmer verhalten würden.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Die Statistik besagte jedoch anderes. Im 33. Saisonspiel kassierte Howard bereits sein zwölftes technisches Foul - einsame Spitze in der NBA. Vier weitere, und der "Superman" muss eine Partie aussetzen.

Stoudemire punktet besser als Howard

Da fielen seine 24 Punkte und 18 Rebounds weniger ins Gewicht. Zumal Howard aus dem Center-Duell mit Amare Stoudemire nicht als klarer Sieger hervorging.

Zwar räumte er unter den Körben deutlich intensiver auf, doch der bessere Scorer trug das Knicks-Jersey (30 Punkte, 4 Rebounds).

Allerdings steckte Stoudemire früh in Foul-Problemen, holte sich nach einem weiteren harten Gefecht mit Howard ebenfalls ein technisches Foul ab.

Sieben Magic-Profis punkten zweistellig

Für Knicks-Coach Mike D'Antoni ein Grund für die 14. Pleite im 32. Spiel: "Wenn Amare fünf Fouls hat, ist es für uns hart, unter den Körben die Oberhand zu gewinnen."

So war es an Wilson Chandler, das Heft an sich zu reißen. Der Small Forward kam auf 29 Punkte.329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Die Magic waren ausgeglichener besetzt, sieben der neun eingesetzten Spieler punkteten zweistellig.

"Superman": Konversation mit Händen und Füßen

Und auch in Sachen Howard zeichnet sich Besserung ab. Der viermalige Allstar will sich künftig zurückhalten - zumindest verbal:

"Ich werde die Zeichensprache erlernen. Dann mache ich nur noch Zeichen in Richtung Bank und Fans. Das können die Schiedsrichter wenigstens nicht hören."

Portland Trail Blazers - Utah Jazz 100:89

Der Hiobsbotschaft folgte die Trotzreaktion.

Vor dem 100:89 (46:41) der Portland Trail Blazers über die Utah Jazz hatte Coach Nate McMillan bekanntgegeben, dass Brandon Roy wegen chronischer Knieprobleme möglicherweise für den Rest der Saison ausfällt.

Dann spielte ausgerechnet dessen Ersatz Wesley Matthews groß auf und stellte mit 30 Punkten seinen persönlichen Karriere-Rekord ein.

Miller: Keine Sorgen wegen Roy-Ausfall

Der Guard schien sich die Worte von McMillan zu Herzen genommen zu haben. Der Coach hatte ihn zuvor angestachelt, indem er feststellte: "Sein Job war es eigentlich, von der Bank zu kommen. Aber nun fehlt uns Brandon - das ist die Chance für einen anderen."

Matthews hat sie vorerst genutzt, weshalb seine Kollegen dem Ausfall von Roy keine große Bedeutung beimessen wollten.

"Darüber müssen wir uns keine Sorgen machen. Wenn Roy dabei ist, ist er dabei. Wenn nicht, dann eben nicht. Wir müssen einfach weiter spielen", sagte etwa Andre Miller, dem ein Double-Double (16 Punkte, 10 Assists) gelang.

Jazz ohne Trio

Auch unter den Körben herrschten die Gastgeber im Rose Garden: Der von einem Knöchelproblem genesene Marcus Camby fischte 20 Bälle vom Brett, LaMarcus Aldridge traf für 27 Zähler.

Dem hatten die Gäste nicht viel entgegenzusetzen. Zumal neben Andrei Kirilenko auch Mehmet Okur wegen Rückenbeschwerden ausfiel, zudem CJ Miles grippegeschwächt zuschauen musste.

Bell übt harte Kritik

So setzte es die zweite Niederlage gegen die Trail Blazers binnen vier Tagen.

"Es war ein schwacher Auftritt. Wir müssen härter spielen. Das ist meine Meinung", kritisierte Raja Bell, der mit neun Zählern selbst die schlechteste Punkteausbeute der Jazz-Starter hatte.

Top-Scorer war Deron Williams mit 19 Punkten, Paul Millsap kam auf 17. Al Jefferson markierte mit 13 Zählern und 10 Rebounds ein Double-Double.

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