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Elton Brand (M.) kam in 40 Minuten lediglich auf acht Punkte für die 76ers © getty

Der Champion verhindert mit Glück die dritte Heimpleite in Folge. Dennoch gibt es viel zu verbessern. Gasol warnt die Konkurrenz.

Von Marcus Giebel

München - Am Ende musste Pau Gasol erst einmal tief durchatmen.

"Wir müssen die Spiele besser zu Ende bringen. Aber wenn man das Jahr mit einem Sieg abschließt, sollte man zufrieden sein", folgerte der Spanier nach dem 102:98 (52:44) der Los Angeles Lakers über die Philadelphia 76ers. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Denn der Titelverteidiger bestimmte die Partie vor 18.997 Zuschauern im Staples Center und war den Gästen stets ein paar Zähler voraus.

Zur Beruhigung führte dies jedoch bis in die Schlusssekunden nicht. Mit einem 12:2-Lauf Mitte des letzten Viertels kamen die 76ers bis auf einen Punkt heran.

Holiday in Heimat bärenstark

Und hätten in Person von Jrue Holiday und Lou Williams sogar für die Überraschung sorgen können. Doch beide Dreierversuche verfehlten ihr Ziel - insgesamt vergaben die "Sixers" fünf Würfe in der letzten Minute.

"Ich war bei meinem Versuch etwas in Eile, aber wir hatten zwei gute Gelegenheiten, das Spiel zu gewinnen", ärgerte sich Holiday, der in seiner Heimatstadt auf 19 Punkte und 11 Assists kam.

So war es letztlich einmal mehr an Kobe Bryant, sein Team in der entscheidenden Phase auf Siegkurs zu halten. Mit 33 Punkten war die "Black Mamba" Top-Scorer der Partie.

"Sixers"-Coach "stolz auf meine Jungs"

Trotz der 20. Saisonniederlage herrschte bei Philadelphia Zufriedenheit. "Das war ein klassischer Kobe. Wir haben ihm keine 40 Punkte gestattet, also war es wohl eine ganz gute Nacht für uns", betonte Williams, mit 18 Zählern zweitbester Punktesammler seines Teams.

Coach Doug Collins lobte auch angesichts des Fehlens von Andre Iguodala (Sehnenentzündung): "Ich bin sehr stolz auf meine Jungs. Sie haben sich reingehängt und bis zum Schluss gekämpft. Wir haben uns deutlich weiterentwickelt.

Lakers: Schwach von außen und im Fast Break

Gegenüber Phil Jackson, der einst Collins Assistent bei den Chicago Bulls gewesen war, ging dagegen mit seinen Siegern hart ins Gericht und bemängelte leichte Fehler und die schwache Schlussphase.329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Der Coach konnte und wollte nicht über die unterdurchschnittliche Dreierquote (4 von 14) und das verbesserungswürdige Fast-Break-Spiel (nur 3 Punkte bei 18 der "Sixers") hinwegsehen.

Immerhin verhinderten die Lakers die dritte Heimpleite nacheinander - das war ihnen zuletzt im März 2008 unterlaufen.

Rückkehrer Bynum begeistert empfangen

Das positivste neben dem Erfolg war somit das Heim-Comeback des von einer Knie-Operation genesenen Andrew Bynum, der als Starter in 31 Minuten 8 Punkte und 15 Rebounds zum 23. Sieg beisteuerte und von den Fans begeistert empfangen wurde.

Ordentlich punkteten auch Gasol (20 und 8 Rebounds), der neun von zwölf Versuchen verwandelte, und der von der Bank kommende Lamar Odom (18).

Gasol blieb dann auch das Schlusswort - und eine Kampfansage für 2011 vorbehalten: "Wir können uns steigern und wir werden uns steigern."

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