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Russell Westbrook gelang schon in seiner Rookie-Saison ein Triple-Double © getty

Der Thunder-Guard "erschummelt sich" ein Triple-Double. Die Hornets machen ihren Coach in Boston glücklich. Auch Chicago jubelt.

Von Marcus Giebel

München - Die letzten Sekunden im Heimspiel von Oklahoma City Thunder gegen die Atlanta Hawks 103:94 (60:53) laufen.

Die Partie ist bereits entschieden, Russell Westbrook am Ball.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Der Guard sieht nur eine Zahl vor Augen: neun Assists. Sein Gedanke: Nur eine Vorlage fehlt noch, um das Triple-Double bei 23 Punkten und 10 Rebounds perfekt zu machen.

Also passt er den Ball zu Serge Ibaka, der per Dunking 6,9 Sekunden vor Spielschluss den Endstand besorgt.

Westbrook hat es geschafft. Doch er hat auch den Zorn der beiden Coaches auf sich gezogen.

Thunder-Coach: "Fehler von Russell"

So attackiert Larry Drew von den Hawks das Schlitzohr: "Das macht man nicht. Das Spiel war zu Ende. Man lässt die Uhr herunterlaufen und gut ist."

Und auch von seinem eigenen Trainer bekommt Westbrook die Leviten gelesen.

"Wenn man das Spiel gewonnen hat, lässt man die Uhr herunterlaufen. Russell weiß, was ich darüber denke und dass es ein Fehler von ihm war", betont Scott Brooks.

Durant stark von außen

Den Abend lässt sich der Coach davon aber nicht verderben: "Wir haben gegen eines der besten NBA-Teams offensiv wie defensiv sehr gut ausgesehen."

Allen voran wieder einmal Kevin Durant, der 33 Punkte erzielte und fünf seiner neun Dreierversuche versenkte.

Smith mit Kopfblessur

Die Entscheidung fiel jedoch erst Mitte des letzten Viertels, als die Thunder zu einem 16:6-Lauf ansetzten und davonzogen.329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Bester Werfer der Hawks, bei denen Marvin Williams mit Rückenbeschwerden passen musste, war Jamal Crawford mit 26 Zählern. Joe Smith kam bei schwacher Wurfquote (6 von 20) auf 16 Zähler, musste nach einer Kopfverletzung zwischenzeitlich in der Kabine behandelt werden.

Boston Celtics - New Orleans Hornets 81:83

Ohne den an der Wade verletzten Kevin Garnett sind die Celtics scheinbar nur die Hälfte wert.

Beim 81:83 (39:37) gegen die New Orleans Hornets kassierte der Rekord-Champion aus Boston die zweite Heimniederlage der Saison.

Diese besiegelte Ray Allen, der den letzten Wurf von weit außen danebensetzte.

Paul lobt eiskalten Ariza

Den Rebound sicherte sich Chris Paul, der mit 20 Punkten Top-Scorer war und zudem 11 Assists verteilte.

Der dreimalige Allstar jubelte: "Wir haben einen tollen Job gemacht. Trevor traf den Dreier mit Ablauf der Uhr, als wenig für uns sprach."

Gemeint war Trevor Ariza (sieben Zähler), der 94 Sekunden vor Schluss keine Nerven zeigte und eiskalt versenkte. Ein weiterer Erfolgsfaktor war David West, der vier seiner 19 Punkte in der Schlussminute markierte.

Hornets beenden Negativserie

Emeka Okafor kam wie Allen auf der anderen Seite auf 18 Zähler. So durften die Hornets nach sieben Auswärtspleiten erstmals wieder in fremder Halle jubeln.

Paul Pierce, der bei zwölf Zählern stehen blieb, war bedient: "Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Wir haben nicht konstant gespielt."

Hornets-Coach Monty Williams war dagegen rundherum glücklich: "Um hier zu bestehen, muss man nicht nur ein großes Spiel abliefern, sondern auch bereit sein. Wir waren heute bereit."

Chicago Bulls - New Jersey Nets 90:81

Chicago bleibt auf Erfolgskurs. Angeführt von Carlos Boozer (20 Punkte und 15 Rebounds) kamen die Bulls beim 90:81 (46:44) über die New Jersey Nets zum zwölften Sieg aus den vergangenen 14 Partien.

Für die Gäste, bei denen Brook Lopez für 19 Zähler gut war, setzte es die vierte Niederlage nacheinander.

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