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Dallas' Jason Kidd (r.) kann Chris Douglas-Roberts nicht stoppen © getty

Ohne Dirk Nowitzki verliert Dallas sein drittes Spiel in Serie und hat den nächsten Ausfall zu beklagen. Boykins spielt groß auf.

Von Björn Seitner

München - Nun hat das Pech die Mavericks also endgültig eingeholt.

Nach Dirk Nowitzki und Shawn Marion fällt nun auch Caron Butler aus.

Der Small Forward verletzte sich bei der 99:87 (52:50)-Niederlage bei den Milwaukee Bucks bereits im ersten Viertel am Knie.

Während sich Dallas-Coach Rick Carlisle um eine "ernste Verletzung" sorgt, gibt sich Nowitzki kämpferisch. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir haben einige Verletzungsprobleme, aber da müssen wir durch", so der 32-Jährige: "Hoffentlich können Marion und ich bald zurückkehren."

Dritte Pleite in Serie

Nach den Spielen gegen die Toronto Raptors und die San Antonio Spurs war die Pleite in Milwaukee nun schon die dritte Niederlage für die Mavs in Folge.

Klub-Besitzer Mark Cuban platzte fast der Kragen: "So können wir nicht auftreten!" Sein Team habe die Tendenz dazu, "zu eingebildet" zu spielen.

Gut sind die Aussichten nicht, denn die nächste Partie gegen die Cleveland Cavaliers (Mo., 1 Uhr LIVESCORES) steht unmittelbar bevor, und bis dahin wird wohl keiner der drei Akteure wieder fit sein.

Saisonbestleistung von Boykins

Milwaukee-Coach Scott Skiles dagegen war mit seiner Mannschaft mehr als zufrieden: "Ohne Dirk und Shawn mussten wir das Spiel gewinnen und das haben wir. Das ist großartig."

Vor allem am Korb waren die Bucks stark. 51 Rebounds holte das Team, die Mavs nur 31. 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Mit seiner Saisonbestleistung von 26 Punkten war der nur 1,65 Meter große Point Guard Earl Boykins Milwaukees bester Werfer.

John Salmons verbuchte 21 Zähler und Ersan Ilyasova gelang mit 16 Punkten und 17 Rebounds ein Double-Double.

Barea trumpft auf

Seine Chance bei den Mavericks nutzte immerhin Reservist Jose Juan Barea, der 29 Punkte in seiner 36 minütigen Einsatzzeit erzielte - so viele wie noch nie in seiner Karriere.

Dallas konzentrierte sich gegen die Bucks hauptsächlich auf deren Center Andrew Bogut.

Was auch gelang: Bogut kam am Ende nur auf acht Punkte.

Boykins und Salmons nutzten allerdings die enge Zonenverteidigung der Mavs zu ihren Treffern aus dem Feld.

Milwaukees Schlüssel zum Sieg

Im Schlussviertel entschied der Gastgeber dann die Partie zu seinen Gunsten.

Als die Dallas-Guards "weit auseinander standen, kamen wir durch die Mitte", beschreibt Boykins den Schlüssel zum Sieg: "Das war riesig."

Ein 7:0-Lauf Mitte des vierten Viertels brachte die Bucks endgültig auf die Siegerstraße.

Schlechte Ausbeute

Mit einer Trefferquote von nur 37 Prozent aus dem Feld enttäuschte Dallas auf ganzer Linie.

"Wir laufen manchmal Gefahr, unsere Gegner zu unterschätzen", gestand sich Jason Kidd nach der Partie ein.

Der Point Guard der Mavs war mit 14 Punkten, sieben Rebounds und neun Assists noch bester Scorer seines Teams.

"Halt die Klappe, Charles"

Cuban war nach dem spiel bedient.

Als NBA-Legende Charles Barkley nach der Partie zu Reportern sagte, Dallas sei "das beste Team im Westen", nuschelte Cuban, der die Szene über einen Monitor verfolgte, vor sich hin: "Halt die Klappe, Charles."

Stattdessen forderte der 52-Jährige: "Wir müssen auf uns selbst schauen, um das Beste aus uns herauszuholen."

Noch sind die Spurs weiterhin die beste Mannschaft in der Western Conference.

Der texanische Rivale fuhr beim 101:74 gegen Oklahoma City Thunder bereits den 29. Sieg im 33. Saisonspiel ein.

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