vergrößernverkleinern
Erick Dampier absolvierte gegen die Lakers sein bisher bestes Saisonspiel © getty

Durch die Pleite gegen die Lakers starten die Mavericks zu Hause so schlecht wie seit 15 Jahren nicht mehr. Doch es gibt Hoffnung.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Die Zuschauer im American Airlines Center sprangen auf und jubelten.

Gerade hatte Gerald Green einen Fastbreak der Dallas Mavericks mit einem spektakulären Dunk über Lamar Odom abgeschlossen und die Texaner mit 81: 76 gegen die Los Angeles Lakers in Führung gebracht.

Trotz der beiden deutlichen Niederlagen gegen die Houston Rockets und Cleveland Cavaliers stand das Publikum hinter ihren Mavericks.

Bestes Spiel der Saison

Auch wenn es gegen die Lakers beim 99:106 die dritte Pleite im dritten Heimspiel der Saison setzte, die Fans blieben bis zum Schluss und jubelten ihren Spielern zu.

"Keine Frage, wir haben alles gegeben - nicht nur wir, auch die Fans. Jeder hat sich bis zur letzten Sekunde reingehängt und so muss es weitergehen", gab sich Jason Terry begeistert.

Vergessen sind die Enttäuschungen gegen Cavs und Rockets, als die Zuschauer in Scharen die Halle vorzeitig verlassen hatten. Und auch die Durchhalteparolen nach dem enttäuschenden Saisonstart sind hoffnungsvollen, vor Selbstvertrauen strotzenden Aussagen gewichen.

"Vom Einsatz war das das beste Spiel, das wir bisher abgeliefert haben. Jeder hat bis zum Schluss sein Letztes gegeben", war auch Trainer Rick Carlisle von der Vorstellung seiner Mannschaft angetan.

Auch wenn der Coach Kritikpunkte fand.

"Wir müssen solche Spiele auch einmal nach Hause schaukeln, egal gegen wen es geht. Wir müssen zu Hause gewinnen."

Zu viele Ballverluste

Den Grund für die Niederlage hatte er schnell ausgemacht: 22 Ballverluste, die zu 26 Punkten der Lakers führten. "Dort haben wir das Spiel verloren", analysierte Carlisle.

Allein drei der 22 Turnover unterliefen seiner Truppe in den letzten 45 Sekunden, als die Mavericks noch die Chance auf den Sieg hatten.

Aber nicht nur die Ballverluste, auch das Zitterhändchen von Dirk Nowitzki spielte eine entscheidende Rolle. Ausgerechnet einen Tag nach seiner harschen Kritik an der Einstellung seiner Mitspieler präsentierte sich Nowitzki in der zweiten Hälfte völlig von der Rolle.

Hatte er gegen die Clippers die Mavericks noch lange im Spiel gehalten und die fehlende Unterstützung für die Niederlage gesorgt, so gelang ihm diesmal in der zweiten Halbzeit nur ein einziger Korberfolg.

Nowitzki von sich selbst enttäuscht

Am Ende fehlten den Mavs die "Big Points" ihres Starspielers. Eine Quote von 1 aus 9 und kein einziger Treffer in den letzten 22:14 Minuten belegt den unglücklichen Auftritt Nowitzkis, für den am Ende nur 14 Punkte zu Buche standen.

"Ich habe den Ball einfach nicht in den Korb gebracht und dem Team helfen können. Das tut natürlich weh. Zudem hatte ich ein paar bittere Ballverluste", ging der MVP von 2007 mit sich hart ins Gericht.

Denn diesmal bekam er die Hilfe seiner Mitspieler. Vor allem der sonst so unscheinbare Erick Dampier setzte mit elf Zählern und 16 Rebounds, davon 12 im Angriff, Saisonbestleistungen.

"Unsere Center haben sehr gut gespielt", sagte Carlisle. "Nicht nur Damp, auch DeSagana Diop. Es ist schon etwas enttäuschend, die gute Vorstellung der beiden bei einer Niederlage verschwendet zu haben." Hier geht es weiter zum zweiten Teil >>.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!

Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel