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Kevin Love wurde 2008 von den Memphis Grizzlies gedraftet © getty

Minnesota verliert gegen Boston trotz starkem Love nicht nur aufgrund der Nerven. Rondo macht das Spiel. Orlando überragt.

Von Björn Seitner

München - Neun Sekunden vor Schluss hatte Luke Ridnour beim Stand von 93:94 die große Chance zu Führung für die Timberwolves.

Der Point Guard setzte alleingelassen zum Korbleger an, doch die Referees unterbrachen das Spiel: Schritte.

"Ich bin kein Schiedsrichter", sagte ein verärgerter Michael Beasley (19 Punkte) über die Aktion: "So haben sie nun einmal die Partie entschieden." (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Doch auch wenn die Aktion weitergelaufen wäre - Ray Allen hätte Ridnour geblockt.

Minnesota zeigte beim 93:96 (47:43) jedenfalls eine starke Leistung gegen das derzeit zweitbeste Team der Liga, das nun schon das dritte Spiel in Folge auf Kevin Garnett (Wadenverletzung) verzichten musste.

24 Rebounds, zwölf Punkte

Dass die Partie so lange offen blieb, war allerdings vor allem Kevin Love zu verdanken.

Der Power Forward schnappte sich insgesamt 24 Rebounds (19 in der Defensive), was noch nie einem Spieler zuvor im "TD Garden" von Boston gelang. Im Angriff machte er zwölf Punkte. 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

"Es war ein Love-Fest"

Die Timberwolves liegen im Westen nach 26 Niederlagen auf dem vorletzten Rang. Auswärts war es die 18 Pleite, elf davon hat Minnesota mit einstelligem Punkteabstand verloren.

"Es ist wirklich frustrierend. Es ist hart wenn du Spiele so verlierst wie wir. Wir schaffen es einfach nicht den Sack zuzumachen", sagte ein sichtlich enttäuschter Love.

Dabei zollte dem 22-Jährigen sogar Celtics-Coach Doc Rivers seinen Respekt: "Er ist ein zäher Kerl. Es war ein Love-Fest."

Es war das 21. Spiel in Folge, in dem Love mindestens zehn Rebounds holte.

Pierce als Playmaker

Celtics-Center Shaquille O'Neal enttäuschte in dieser Kategorie auf ganzer Linie: Ihm gelangen nur zwei Ballgewinne am Korb.

Im dritten Viertel lag Boston dann sogar mit mehr als zehn Punkten zurück.

Doch genau dann erzielte Paul Pierce 15 Punkte.

Zuvor übernahm der Small Forward eher die Rolle des Playmaker, die eigentlich für Rajon Rondo vorgesehen ist.

Rivers ermahnt Pierce

Doc Rivers gefiel das nicht wirklich: "In der ersten Hälfte hat Paul zu sehr versucht alle Spieler einzubinden. Ich habe ihm gesagt, er soll nicht das Spiel machen, sondern die Punkte."

Die Aufgaben verteilten sich wieder und am Ende hatte Pierce 23 Punkte auf dem Konto und Rondo 16 Assists.

Ray Allen war mit 20 Zählern zweitbester Scorer der Celtics, Glen Davis trug 17 Punkte bei.

Orlando Magic - Golden State Warriors 110:90

Die Orlando Magic haben mit einer überragenden Teamleistung die Golden State Warriors abgefertigt.

Bis auf Quentin Richardson, dessen Auftritt nur eine Minute dauerte, punkteten alle acht von Coach Stan Van Gundy eingesetzten Spieler der Magic zweistellig.

Hedo Turkoglu gelang mit zehn Punkten, 14 Rebounds und zehn Assists sogar ein Triple-Double - das dritte seiner Karriere.

Double-Double für Howard

"Ich bin froh, dass ich endlich etwas für das Team tun konnte", sagte Turkoglu, der erst am 18. Dezember von Phoenix zurück nach Orlando wechselte.

Bester Magic-Scorer war mit 22 Punkten Dwight Howard, der zusätzlich 17 Rebounds holte.

Orlando liegt nach dem 22. Sieg knapp hinter den Chicago Bulls auf Rang vier der Eastern Conference.

Die Warriors, bei denen Monta Ellis 20 Punkte verbuchte, rangieren im Westen auf Platz zwölf.

Denver Nuggets - Houston Rockets 113:106

Mit 33 Punkten und elf Rebounds hat Carmelo Anthony die Denver Nuggets gegen Houston zum Sieg geführt.

Alle fünf Nuggets-Starter trafen zweistellig.

Insgesamt 40 Mal durfte Denver an die Freiwurflinie - und verwandelte 34 Versuche.

Scola mit 24 Punkten

"Wir haben keinen guten Job gemacht, sie von der Linie fernzuhalten", sagte Houston-Forward Shane Battier: "Wir hätten sie nicht so oft foulen dürfen."

Luis Scola machte für die Rockets, die hinter Portland im Westen immer noch knapp auf Platz neun rangieren, 24 Punkte.

Denver ist mit Platz sechs auf Playoff-Kurs.

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