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Jason Terry spielt seit 2004 für die Dallas Mavericks © getty

Dallas bezwingt die Portland Trail Blazers trotz einer neuerlichen Hiobsbotschaft. Mark Cuban legt sich mit einer Legende an.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben sich im Heimspiel gegen die Portland Trail Blazers auch von einer neuerlichen Hiobsbotschaft nicht beirren lassen.

Vor dem 84:81 (43:40)-Erfolg war bekanntgeworden, dass für Caron Butler die NBA-Saison beendet ist.

Der Forward hatte sich am Samstag einen Riss der Patellasehne im rechten Knie zugezogen und wurde am Dienstag operiert.

Da auch der am Knie verletzte Dirk Nowitzki weiter ausfiel, mussten andere Spieler in die Bresche springen, und im Schlussabschnitt übernahm Jason Terry das Kommando. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Terry kommt spät in Schwung

Der Guard, der den Platz von Butler in der Startformation übernommen hatte, erzielte nach schwachem Beginn 12 seiner insgesamt 18 Punkte im letzten Viertel.

"Ich glaube immer daran, dass der nächste Versuch rein geht", sagte der "Jet".

In einem engen Spiel führten die Gäste aus Oregon bereits 77:72, ehe Terry die Kontrolle übernahm und die Mavericks eine gute Minute vor dem Ende mit 79:77 in Führung brachte.

"Das letzte Viertel ist seine Show. Es macht einfach nur Spaß ihm zuzusehen", meinte Tyson Chandler nach der Partie.

Chandler mit Double-Double

Der Center selbst zeigte ebenfalls eine gute Leistung und steuerte mit 14 Zählern und 13 Rebounds ein Double-Double bei. 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Außerdem gelang DeShawn Stevenson mit 18 Punkten und vier verwandelten Dreiern eines seiner besten Saisonspiele.

Das große Thema blieb allerdings die Verletzung von Caron Butler und der folgende verbale Schlagabtausch zwischen Teambesitzer Mark Cuban und Lakers-Coach Phil Jackson.

Cuban zofft sich mit Jackson

Die Trainerlegende hatte gesagt, dass Butler ein Vakuum in der Formation der Mavs hinterlassen würde. Das wiederum brachte Cuban auf die Palme.

"Ich finde es toll, dass Jeanie Buss' Lustknabe dazu etwas zu sagen hat. Ich finde es schön, dass sie ihn in der Öffentlichkeit über andere Teams sprechen lässt", sagte Cuban mit mehr als einer Prise Ironie und bezog sich mit seinem Kommentar auf die Beziehung von Jackson zur Tochter des Lakers-Besitzers Jerry Buss.

Die Retourkutsche aus Los Angeles ließ nicht lange auf sich warten.

"Ich halte mich für einen alten Mann, daher nehme ich es als Kompliment, aber Mark muss schon ziemlich besorgt sein", gab sich Jackson bewusst locker.

McMillan enttäuscht

Bei den Gästen boten vor allem LaMarcus Aldridge (28 Zähler und zehn Rebounds) sowie Marcus Camby mit starken 20 Rebounds ansprechende Vorstellungen.

Entsprechend enttäuscht zeigte sich der Trainer der Blazers Nate McMillan.

"Sie haben in wichtigen Momenten getroffen, wir nicht. Wenn es wichtig wird, musst du diese Plays machen. Das zeichnet gute Teams aus", meinte McMillan.

Nowitzki-Comeback fraglich

Mavs-Coach Rick Carlisle hob dagegen die Verteidigung seiner Truppe hervor.

"Wir können uns defensiv weiter verbessern. Die kämpferische Leistung hat gestimmt", sagte Carlisle.

Ob er in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (ab 2 Uhr LIVESCORES) gegen die Oklahoma City Thunder wieder auf seinen Superstar Nowitzki zurückgreifen kann, ist aber äußerst fraglich.

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