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Tony Parker (r.) spielt seit 2001 für die San Antonio Spurs © getty

Die New York Knicks fügen San Antonio vor dem Gipfel in Boston eine empfindliche Schlappe zu. Die Heat siegen derweil weiter.

Von Eric Böhm

München - Das Bild hatte Symbolcharakter.

Als Spurs-Coach Gregg Popovich drei Minuten vor dem Ende seine Superstars Tim Duncan, Manu Ginobili und Tony Parker auswechselte gestand er die Niederlage vorzeitig ein.

Am Ende musste sich San Antonio, seines Zeichens das beste Team der NBA, den New York Knicks mit 115:128 (69:72) geschlagen geben.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Vor dem Gipfeltreffen der beiden Conference-Spitzenreiter in Boston (ab 1.30 Uhr LIVESCORES) enttäuschten die Texaner vor allem in der Verteidigung. Da halfen auch die 26 Zähler von Aufbauspieler Tony Parker wenig.

Popovich stocksauer

Im Anschluss fand Popovich folgerichtig klare Worte.

"Sie waren aggressiver und hungriger. Wenn wir 115 Punkte machen, erwarte ich, dass wir gewinnen. Das war einfach peinlich", redete sich Popovich in Rage. 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Seit die Spurs 1997 Tim Duncan drafteten, hatte kein Team mehr so viele Punkte gegen San Antonio erzielt.

Chandler mit Bestleistung

Bei den New Yorkern, die mit über 107 Zählern im Schnitt das offensivstärkste Team der Liga sind, ragte Wilson Chandler mit einer Saisonbestleistung heraus. Gegen den agilen Power Forward fanden die Texaner einfach kein Mittel.

Außerdem steuerten Superstar Amare Stoudemire und Aufbauspieler Raymond Felton jeweils 28 Punkte bei.

"Ich glaube wir können mit jedem Team dieser Liga mithalten. Wir haben in Miami oder gegen Boston auch schon gute Leistungen gezeigt. Wir müssen unser Potenzial einfach konstant abrufen", zeigte sich Stoudemire sehr zufrieden.

Allerdings müssen die Knicks in den nächsten zwei bis drei Wochen auf Danilo Galinari verzichten. Der Italiener hatte sich am Sonntag eine Knieverletzung zugezogen.

Miami Heat - Milwaukee Bucks 101:89

In Miami taten sich die Gastgeber beim 101:89 (47:51) im Heimspiel gegen die Milwaukee Bucks lange sehr schwer.

Offenbar waren der Truppe die letzten Spiele so leicht gefallen, dass sie den Sieg gegen Milwaukee im Vorbeigehen mitnehmen wollten.

Nach einem 23:8-Lauf zum Ende der ersten Hälfte gingen nämlich die Bucks mit einer 51:47-Führung in die Kabine.

Im zweiten Durchgang fanden Wade und Co. jedoch ihren Rhythmus und machten mit 13 Punkten in Serie im letzten Viertel den Deckel auf die Partie.

Mit dem 19. Sieg im 20. Spiel. liegt der Topfavorit nach durchwachsenem Saisonstart nur noch zwei Spiele hinter den Boston Celtics.

Wade in Topform

Dwyane Wade (34 Zähler) und Lebron James, der 25 Punkte, sechs Rebounds und neun Assists sammelte, steigerten sich im vierten Spielabschnitt und brachten die Heat auf die Siegerstraße.

In den letzten fünf Spielen präsentiert sich "D-Wade" ohnehin in Topform und erzielt im Schnitt herausragende 35 Zähler.

Coach Erik Spoelstra gefiel vor allem die Art und Weise, wie sich seine Männer gegen einen kampfstarken Kontrahenten in das Spiel kämpften.

"Es war ein ganz wichtiges Spiel. Die Bucks sind ein physisch sehr starkes Team, da mussten wir dagegenhalten", meinte Spoelstra.

Skiles nüchtern

Für Milwaukee traf John Salmons mit 18 Punkten am besten. Sein Coach Scott Skiles analysierte die Niederlage nüchtern.

"Wir wollten dran bleiben, haben aber einige Korbleger und offene Würfe verpasst. Dadurch übernahm Miami die Kontrolle", sagte Skiles, dessen Team im Osten auf Platz acht bleibt.

Los Angeles Lakers - Detroit Pistons 108:83

Bei den Los Angeles Lakers hing der Haussegen zuletzt ein wenig schief. Schließlich hatte der Titelverteidiger vier der letzten sechs Spiele verloren, darunter drei vor heimischer Kulisse.

Da erwiesen sich die Detroit Pistons als der richtige Aufbaugegner. Vor dem108:83 (45:42)-Erfolg hatte Kobe Bryant seine Mitspieler in die Pflicht genommen.

"Ich habe ihnen gesagt, sie sollen die Kritik als Motivation nehmen und es allen Zweiflern zeigen", sagte der Superstar nach der Partie.

Mit dem Sieg stehen die Lakers nun gleichauf mit den Utah Jazz auf Platz drei im Westen.

Bryant schreibt Geschichte

Bryant selbst reichten dabei unterdurchschnittliche 17 Punkte, um die Legende Dominique Wilkins von Rang zehn der ewigen NBA-Scorerliste zu verdrängen.

"Das ist eine große Ehre. Schließlich habe ich als Kind Dominique für seinen spektakulären Dunkings bewundert", gab Bryant zu.

Topscorer des Spiels war der Spanier Pau Gasol mit 21 Zählern, für Detroit gelang Rookie Greg Monroe mit 14 Punkten und elf Rebounds ein Double-Double.

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