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Kobe Bryant wurde im NBA-Draft an der 13. Position ausgewählt © getty

Der Titelverteidiger siegt bei den Phoenix Suns dank Kobe Bryant und Ron Artest. Houstons Kevin Martin markiert 45 Punkte.

Von Eric Böhm

München - Kobe Bryant und die Los Angeles Lakers haben ihre kurze Schwächephase offenbar überwunden.

Der Titelverteidiger kam bei den Phoenix Suns zu einem knappen 99:95 (49:50)-Erfolg und machte mit dem zweiten Sieg in Folge Boden auf die Dallas Mavericks gut. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Das Nowitzki-Team steht im Westen nach wie vor auf dem zweiten Platz.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Es war bereits der zweite Saisonsieg für die Lakers in Arizona, kein anderes Team der Pacific Division konnte seit Beginn der NBA-Saison 2008/2009 auch nur einmal bei den Suns gewinnen.

Bryant war mit seinen 24 Punkten allerdings nicht der alleinige Erfolgsgarant für sein Team.

Artest entscheidet

Denn die Entscheidung führte der Superstar mit einem Pass auf Teamkollege Ron Artest (insgesamt elf Zähler) herbei, der 1:30 Minute vor dem Ende einen Dreier zum 97:91 versenkte.

"Er hat schon früher wichtige Würfe getroffen. Wenn es um alles geht, habe ich großes Vertrauen in ihn", sagte Bryant über seinen Teamkollegen.

Schon in Spiel sieben der letzten Finals gegen Boston setzte er den letztlich entscheidenden Treffer nach einem Assist von Bryant. 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche)

Artest selbst äußerte sich nach der Partie gewohnt selbstbewusst.

"Ich halte mich für einen der zehn besten Spieler der NBA. Aber wir haben ein großartiges Team, das zählt", meinte das Enfant terrible.

Starke Teamleistung

Auch Andrew Bynum (14), Shannon Brown (13) sowie Lamar Odom (12) punkteten zweistellig und untermauerten damit die überzeugende Teamleistung des Meisters.

Nach starkem Beginn schalteten die Lakers im zweiten Viertel jedoch einen Gang zurück, und die Gastgeber konnten sogar mit einer Ein-Punkt-Führung in die Kabine gehen.

Nach der Pause setzten sich die Kalifornier vor allem dank ihrer Überlegenheit an den Brettern (47.31) ab.

Phoenix kämpfte sich zwar noch mal heran, aber dann kam Artest.

Gentry bedient

Die Suns waren nach der bereits zehnten Pleite in den letzten 13 Spielen restlos bedient.

"Wir wurden wieder nicht belohnt, dennoch muss man sehen, dass wir gegen den Meister gespielt haben", sagte Suns-Coach Alvin Gentry.

Einer der Lichtblicke im Team der Suns war Jared Dudley, der von der Bank kam und 21 Punkte markierte.

New Jersey Nets - Chicago Bulls 96:94 (46:47)

Derweil ist die fünf Spiele währende Siegesserie der Chicago Bulls ausgerechnet beim Kellerkind New Jersey Nets, das zuvor fünf Partien verloren hatte, gerissen.

Fünf Sekunden vor Schluss nahm Sasha Vujacic einen abgefälschten Pass von Devin Harris auf und versenkte aus kurzer Distanz den entscheidenden Korb gegen den Ost-Dritten.

"Wir haben uns das Glück durch harte Arbeit verdient", sagte Nets-Trainer Avery Johnson.

Der 96:94 (46:47)-Sieg war für die Nets erst das zehnte Erfolgserlebnis im 35. Saisonauftritt.

Kris Humphries (20 Zähler, elf Rebounds), der für Neuling Derrick Favors auf die Bank musste, und Spielmacher Harris (18 Punkte, elf Assists) steuerten jeweils ein Double-Double zum Erfolg bei.

Rose frustriert

Die Bulls schienen einen Tag nach dem Sieg gegen die Raptors etwas müde zu sein und lieferten eine schwache Vorstellung ab.

"Wir haben sehr schlecht gespielt und hatten trotzdem die Chance zu gewinnen, aber wir haben es nicht hinbekommen", zeigte sich Derrick Rose (21 Zähler) frustriert.

Houston Rockets - Portland Trail Blazers 100:103

Auch die Houston Rockets mussten im Kampf um die Playoff-Plätze bei der 100:103 (47:55)-Niederlage gegen die Portland Trail Blazers einen Rückschlag hinnehmen.

Portland liegt nun drei Siege vor den Texanern auf dem so wichtigen achten Rang der Western Conference.

Auch die 45 Punkte von Kevin Martin, der damit nur hauchdünn an der Saisonbestmarke von Monta Ellis (Golden State) und Paul Millsap (Utah, beide 46) vorbeischrammte, halfen da nur wenig.

"Das war eine ganz bittere Niederlage, alles andere ist Nebensache", meinte Martin trotz seiner herausragenden Leistung wenig erfreut.

Aldridge beweist Nervenstärke

Der entscheidende Mann für die Gäste war LaMarcus Aldridge, der schon bei der Niederlage in Dallas die meisten Zähler markiert hatte.

Der Forward kam in Houston auf 27 Punkte und verwandelte Sekunden vor dem Ende nervenstark zwei Freiwürfe.

"Es ist schon wichtig für uns. Jetzt haben wir gegen Houston den direkten Vergleich in der Tasche, das kann am Ende den Ausschlag geben", blickte der Matchwinner voraus.

Es gab allerdings für die Blazers nicht nur gute Nachrichten, denn ihr Star Brandon Roy fällt mit seiner Knieverletzung auf unbestimmte Zeit aus.

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