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Rajon Rondo wurde im Draft 2006 an 21. Stelle von den Phoenix Suns gewählt © getty

Der Spielmacher führt die Boston Celtics zum Sieg im Top-Duell mit San Antonio. Doch trotz mieser Spurs-Abwehr wird es eng.

Von Martin Hoffmann

München/Boston - Rajon Rondo bestritt erst sein drittes Spiel seit der Genesung von einer Knöchelverletzung.

Aber der Spielmacher der Boston Celtics präsentierte sich schon wieder in Gala-Form - und das genau zum richtigen Zeitpunkt.

Beim Duell der beiden aktuell besten Teams der NBA, dem Gipfeltreffen der Top-Teams aus West und Ost, war es Rondo, der die höchsten Höhen erklomm - und sein Team zu einem 105:103-(49:51)-Erfolg führte 329453(DIASHOW: Die Bilder der 10. NBA-Woche).

"Er hat alles hingekriegt"

Rondo legte 12 Punkten, 10 Rebounds und sagenhafte 22 Assists hin - wobei er die zweitmeisten Vorlagen seiner Laufbahn gab.

Hinzu kamen sechs Steals - ebenfalls knapp unter dem Karriere-Bestwert. "Er hat einfach alles hingekriegt", freute sich Teamkollege Paul Pierce.

Sein Team konnte auch jede erfolgreiche Aktion Rondos gebrauchen, denn trotz ungewohnt schwacher Defensivleistung machten es die Spurs bis zur letzten Sekunde spannend.

Allen-Patzer fast verhängnisvoll

Wozu auch Ray Allen beitrug: Der mit 31 Punkten beste Werfer der Celtics hätte acht Sekunden vor Schluss mit zwei Freiwürfen eigentlich schon alles klarmachen können.

Der sonst so sichere Strafwurf-Schütze (Treffer-Quote: 89 Prozent) vergab aber beide - und gab Manu Ginobili noch einmal die Chance, die Spurs in die Overtime zu retten.

Den Wurfversuch blockte aber Pierce ab - und Rondo griff sich den Rebound, um sein Triple-Double zu vollenden.

Spurs bleiben bestes Team

Die Spurs verloren nach der Pleite in New York das erste Mal in dieser Saison zwei Spiele in Serie.

Sie bleiben aber mit 29 Siegen aus 35 Spielen vor Boston (27:7) die Mannschaft mit der besten Bilanz (DATENCENTER: Alle Ergebnisse) .

Glücklich ist Veteran Tim Duncan mit dem derzeitigen Zustand seines Teams dennoch nicht.

"Das ist beängstigend"

"Ehrlich: mich interessiert unsere Bilanz nicht", erklärte der Forward: "So wie wir momentan in der Defensive auftreten, sind wir definitiv nicht zufrieden damit, wo wir stehen."

Eine Trefferquote von 61,3 Prozent ließen die Texaner in Boston zu. Das hat es laut den Statistik-Archiven seit 1988 nicht mehr gegeben - als die Spurs das drittschlechteste Team der Liga waren.

Auf der anderen Seite spricht es für die Spurs, dass sie sich trotz der Abwehr-Verheerungen ein Duell auf Augenhöhe mit den Celtics lieferten.

"Dass wir 61 Prozent treffen und zu Hause mit zwei Punkten Unterschied gewinnen, ist beängstigend, wenn man darüber nachdenkt", fand Celtics-Coach Doc Rivers dann auch.

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