vergrößernverkleinern
Tim Duncan gelangen gegen die Pacers starke fünf Blocks © getty

San Antonio meldet sich nach zwei Pleiten dank starker Defensive in Indiana zurück. Philly nimmt Revanche für ein Debakel.

Von Rainer Nachtwey

München/Indianapolis - Nach der Niederlage bei den Boston Celtics hatte sich Tim Duncan lauthals über die schwache Defense seiner Mannen beschwert.

Das letzte Viertel gegen die Indiana Pacers dürfte dem Power Forward der San Antonio Spurs dann äußerst gut gefallen haben.

Denn der 90:87 (19:20, 29:27, 16:28, 26:12)-Sieg der Texaner war nur aufgrund der überragenden Verteidigungsleistung in den letzten 12 Minuten möglich.

Den Gastgebern gelang lediglich ein Treffer aus dem Feld. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Schlechteste Ausbeute seit Einführung der Statistik

"Das kann man nicht allein auf die Verteidigung zurückführen", sagte San Antonios Trainer Gregg Popovich über Indianas schlechteste Wurfausbeute (1 von 15) in einem Viertel seitdem dies ab 1991 statistisch festgehalten wird.

"Sie haben auch einige Würfe daneben gesetzt. Manchmal trifft man eben nichts." Seiner Mannschaft sprach er dennoch ein großes Lob aus: "Wir haben mit sehr hoher Intensität gespielt und körperlich besser dagegen gehalten."

Bester Werfer der Spurs war Manu Ginobili mit 25 Punkten, Duncan überzeugte mit 15 Punkten, 15 Rebounds und starken 5 Blocks.

Hansbrough startet furios

Den Pacers halfen auch 23 Punkte und 12 Rebounds von Tyler Hansbrough nicht. Der letztjährige Rookie tauchte im letzten Viertel ab. Einem Zähler bei zwei Freiwürfen und einem Versuch aus dem Feld stand ein Turnover gegenüber. 332640(DIASHOW: Die Bilder der 11. NBA-Woche)

"Er hat unsere Verteidigung drei Viertel lang auseinandergenommen", lobte Popovich Indianas Power Forward. "Wir haben einfach kein Mittel gegen ihn gefunden."

Erster Sieg nach zwei Niederlagen

Die Spurs verhinderten durch den Last-Minute-Erfolg die dritte Niederlage in Serie. In den beiden Partien in Boston und New York, hatte es für die San Antonio bittere Pleiten gesetzt.

Mit einer Bilanz von 30:6 führen die Texaner die NBA weiterhin an. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Indiana, das die fünfte Pleite in den letzten sechs Partien kassierte, liegt in der Central Division zwar weiterhin auf Rang zwei, weist aber mit 14:19 eine negative Bilanz auf.

SPORT1 fasst weiteres Geschehen aus der NBA zusammen.

Orlando Magic - Houston Rockets 110:95

Die Trades für Jason Richardson, Hedo Türkoglu und Gilbert Arenas scheint sich für die Orlando Magic auszuzahlen. Die Mannschaft aus Florida feierte nach zwei Niederlagen zu Beginn gegen die Houston Rockets nun den achten Sieg in Serie.

Gegen die Texaner gewann Orlando dank mannschaftlicher Geschlossenheit mit 110:95 (27:28, 26:22, 39:21, 18:24). Richardson und Brandon Bass waren mit jeweils 18 Punkten erfolgreichste Magic-Werfer.

Starspieler Dwight Howard blieb aufgrund von frühen Foulproblemen mit 13 Punkten und 11 Rebounds blass.

Bass dreht auf

"Dwight muss nicht immer 30 Punkte erzielen, aber mit seiner Präsenz am Korb schafft er für uns außen Räume", meinte Ryan Anderson, der 16 Punkte beisteuerte. "Für unser Spiel ist das wichtig."

Zudem sprang Bass für Howard unter dem Korb in die Bresche. Der ehemalige Maverick profitiert von Rashard Lewis' Abschied nach Washington. Seither steht der Power Forward in der Startformation und zahlt dieses Vertrauen mit Leistung zurück.

In den letzten acht Spielen gelang Bass bis auf eine Ausnahme jeweils eine zweistellige Punkteausbeute.

Philadelphia 76ers - Chicago Bulls 105:99

"Abhaken und weitermachen" hatte Philadelphias Trainer Doug Collins nach dem 76:121-Debakel seiner 76ers bei den Chicago Bulls kurz vor Weihnachten ausgegeben. Doch so ganz hatten seine Spieler die bittere Pleite nicht aus den Köpfen verdrängt.

"Niemand verliert gerne mit 45 Punkten und bekommt dann zu Hause nochmal den Hintern versohlt", sagte Lou Williams. Und so spielten die Sixers auch.

Zweitbeste Ausbeute für Meeks

Jodie Meeks mit 24 Zählern und Williams mit 20 führten die Gastgeber zum 105:99 (28:30, 26:26, 32:18, 19:25)-Erfolg und nahmen erfolgreich Revanche für die Blamage.

"Das waren nicht wirklich wir beim letzten Aufeinandertreffen", meinte Matchwinner Meeks, der sich über seine zweitbeste Ausbeute der Saison freuen durfte.

Philly auf Playoff-Kurs

Für die 76ers, die weiterhin auf den an der Achillessehne verletzten Andre Iguodala verzichten mussten, war es nach Auswärtsspielen am Stück, der zweite Heimsieg in Serie.

Trotz des katastrophalen Saisonstarts mit 13 Niederlagen aus den ersten 16 Spielen liegen die Sixers auf Playoff-Kurs. Derzeit belegt Philly (15:21) Platz acht im Osten.

Bulls verlieren Rang drei

Für die Bulls bedeutete die Niederlage, den Abschied von Rang drei der Eastern Conference. Durch die 12. Saisonniederlage bei 23 Siegen, überholten die Magic (24:12) den sechsmaligen Champion.

"Sie waren nicht nur im dritten Viertel heiß", fasste Coach Tom Thibodeau zusammen, "sie waren es das gesamte Spiel."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel