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Lebron James war in den letzten beiden Jahren jeweils der MVP der NBA © getty

Die Heat benötigen in Portland zwar eine Extraschicht, doch ein Uralt-Rekord rückt in Reichweite. Der "King" zündet den Turbo.

Von Eric Böhm

München/Portland - LeBron James hat den Ruf in wichtigen Situationen einen Gang hoch schalten zu können.

Beim 107:100 (46:44) nach Verlängerung bei den Portland Trail Blazers hat er diese besondere Qualität wieder einmal unter Beweis gestellt. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich musste alles tun, um das Spiel zu gewinnen", sagte der Superstar nach der Partie.

Mit ihren 13. Auswärtssieg hintereinander sind die Heat nur noch drei Erfolge vom NBA-Rekord der Los Angeles Lakers aus der Saison 1971/1972 entfernt. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

James übernimmt spät das Kommando

In einem engen Spiel führten die Gastgeber etwa zwei Minuten von Schluss mit 89:82, ehe James dem Spiel seinen Stempel aufdrückte.

Der "King" glich das Spiel quasi im Alleingang aus und markierte in der Verlängerung acht Zähler, darunter zwei wichtige Dreier. Insgesamt kam James auf 44 Punkte, 13 Rebounds und sechs Assists.

Im Rose Garden von Portland scheint sich "LBJ" wohl zu fühlen. In seinen letzten sieben Spielen dort erzielt er im Schnitt fast 34 Zähler und elf Rebounds. 332640(DIASHOW: Die Bilder der 11. NBA-Woche)

"Ich hatte gehofft es wäre diesmal anders, aber er hat hier immer einen guten Wurf", sah sich Portlands LaMarcus Aldridge bestätigt.

Wade staunt

Auch seine Teamkollegen versetzt LeBron gelegentlich noch ins Staunen.

"Wenn du dir dieses Spiel anschaust, wird klar weshalb wir uns zusammengeschlossen haben. Ich bin einfach ein Fan von ihm", sagte Dwyane Wade.

Der Guard steuerte 34 Punkte zu dem schwer erkämpften Sieg bei.

"Das machen große Spieler"

Das dritte Mitglied von "Miami Thrice" Chris Bosh kam auf 18 Zähler, sodass nur elf magere Heat-Pünktchen nicht auf das Konto der drei Superstars gingen.

"Das machen große Spieler. In der entscheidenden Phase übernehmen sie das Ruder", meinte Blazers-Guard Wesley Matthews fast schon ehrfürchtig.

Heat-Coach Erik Spoelstra war vor allem von der Abgeklärtheit seines Teams angetan.

"Wir waren zu keinem Zeitpunkt in Panik. Wir haben ganz ruhig Fehler angesprochen", sagte Spoelstra.

Gastgeber ohne Mittel

Die Gastgeber, die im Westen dennoch weiter auf Rang acht stehen, trauerten vor allem dem dritten Viertel nach.

Denn Aldridge (31 Zähler) und Kollegen führten zu diesem Zeitpunkt mit sieben Punkten.

Zu diesem Zeitpunkt schien der neunte Heimsieg in Serie in greifbarer Nähe zu sein, bis Lebron den Turbo zündete.

"Er traf einen wichtigen Wurf nach dem anderen. Wir konnten nichts dagegen tun", beschrieb Matthews die Schlussphase treffend.

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