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Derrick Rose wurde 2008 von den Chicago Bulls an 1 gedraftet © getty

Der Bulls-Point-Guard führt Chicago zu einem Comeback-Sieg über Detroit. In Charlotte sorgt ein Schneesturm für einen Minusrekord.

Von Rainer Nachtwey

München/Chicago - Es war der krönende Abschluss auf die Aufholjagd:

Ronnie Brewer lief nach einem Steal von Luol Deng einen Fastbreak mit Derrick Rose, warf den Ball Richtung Korb und Rose donnerte den Ball per einhändigem Alley-Oop durch den Ring in die Maschen.

Das Chicagoer Publikum erhob sich, klatschte und jubelte seinem Liebling zu. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Ich dachte schon, ich hätte den Ball ein wenig zu hoch geworfen, aber ich habe im Training schon so manche verrückten Dinger von ihm gesehen", meinte Brewer.

Chicago dreht Partie

Der gebürtige Chicagoer Rose war es auch, der mit 11 seiner insgesamt 29 Zähler den 10-Punkte-Rückstand gegen die Detroit Pistons zur Pause in einen 95:82 (20:25, 23:30, 33:15, 19:12)-Sieg drehte.

"In den letzten beiden Vierteln haben wir endlich vernünftig verteidigt. In der ersten Halbzeit konnten sie machen was sie wollten", lenkte der Matchwinner von seiner Gala auf die Mannschaftsleistung ab.

Detroit mit Zug zum Korb

Zu Beginn der Begegnung boten sich den Pistons immer wieder Löcher in Chicagos Abwehr, in die die Gäste stachen und zum Korb zogen. Einfache Korbleger und Dunks waren das Ergebnis oder die Pistons landeten an der Freiwurflinie.

Erst mit dem Start der zweiten 24 Minuten verteidigten die Bulls konsequenter. Die Folge: Waren es in der ersten Hälfte noch 16 Freiwürfe, die Detroit zuerkannt wurden, waren es in Halbzeit zwei nur noch ganze sechs. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Rose wirkt ansteckend

"Derrick war einfach in Fahrt. Er spielt mit so viel Energie, so viel Intensität, das es einfach ansteckend ist", führte Brewer aus. "Man möchte es ihm gleichtun, und wenn man so einen Dunk sieht, wirft man sich nach jedem Ball. Das ist ein Schneeball-Effekt."

Brewer selbst brachte es auf 11 Punkte und 6 Assists. Neben Rose und Brewer überzeugte auch Carlos Boozer mit 27 Punkten und 11 Rebounds. 332640(DIASHOW: Die Bilder der 12. NBA-Woche)

Hamilton läuft für Pistons auf

Die Pistons hatten in Tayshaun Prince ihren besten Punkte-Sammler. Der Forward brachte es auf 15 Punkte, zudem gelang Rookie Greg Monroe mit 10 Zählern und 11 Rebounds ein Double-Double.

Der in einen möglichen Carmelo-Anthony-Trade involvierte Richard Hamilton wurde von Trainer John Kuester 22 Minuten eingesetzt, in denen er auf enttäuschende 2 Punkte (0 von 5 aus dem Feld) kam.

"Das gehört nun mal zu meinem Beruf. Die ganze Zeit hörst solche Gerüchte. Das ist nicht das erste Mal in meiner Karriere", meinte Hamilton. "Du kommst aus der Kabine und versuchst, das ganze aus dem Kopf zu verdrängen und Basketball zu spielen. Daran denke ich auf dem Spielfeld nicht."

SPORT1 fasst das weitere Geschehen in der NBA zusammen

Charlotte Bobcats - Memphis Grizzlies 96:82

Die Spieler beider Mannschaften staunten nicht schlecht, als sie das Spielfeld der Time Warner Cable Arena in Charlotte betraten.

Zwar wurden die Zuschauerzahlen aufgrund der vorverkauften Tickets mit 10.188 angegeben, aber nur etwa 1000 Fans hatten sich in die Heimstätte der Bobcats verirrt, um den 96:82 (22:15, 22:16, 24:26, 28:25)-Erfolg ihrer Mannschaft zu verfolgen.

Allerdings waren es nicht die zuletzt gezeigten Leistungen des Teams, sondern ein Schneesturm, der das Publikum von der Halle fernhielt.

Neue Bestmarke für Bobcats

"Ich habe mich umgesehen, aber niemanden war da", meinte Matt Carroll und Stephen Jackson führte weiter aus: "Wir mussten auch für die Leute gewinnen, die hier waren, die trotz des Wetters hierher gekommen sind. Bei so einem Wetter kann man nicht erwarten, dass die Leute rausgehen und mit dem Auto fahren."

Jackson brachte es auf 27 Punkte und war damit Topscorer der Bobcats.

Mit dem dritten Sieg in Folge stellten die Gastgeber eine neue Saisonbestmarke auf und verbesserten sich unter Coach Paul Silas auf eine Bilanz von 5:2.

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