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Holger Geschwindner ist Mentor Dirk Nowitzkis und seit 2005 sein Berater © imago

Trotz langer Verletzung mache sich Nowitzki keine Sorgen ums Knie, sagt sein Berater zu SPORT1. Die Auszeit habe auch ihr Gutes.

Von Michael Spandern

München - Das Warten geht weiter. Auch beim Gastspiel in Indiana in der Nacht auf Donnerstag (ab 1 Uhr LIVESCORES) fehlt Dirk Nowitzki den Dallas Mavericks, glaubt zumindest Holger Geschwindner.

Der langjährige Berater des deutschen NBA-All-Stars ist über jeden Schritt seines Schützlings informiert, und auch über die, welche Nowitzki nicht tut.

"Er würde lieber früher als später spielen", sagt Geschwindner zu SPORT1 und stellt ein Comeback "gegen Ende der Woche" in Aussicht.

Seit sich Nowitzki am 27. Dezember in Oklahoma City bei der Landung nach einem Sprungwurf das rechte Knie verdrehte, liegt er auf Eis - die längste Verletzungspause seiner Karriere.

"Kaputt ist nichts"

"Als es passiert ist, hätte ich nie gedacht, dass ich deswegen zwei Wochen ausfalle. Ich habe das Ganze zu leicht genommen", gab der 32-Jährige vor wenigen Tagen zu.

Sorgen aber mache sich Nowitzki "gar keine", berichtet Geschwindner - obwohl ein Bänderschaden im Knie immer "eine heikle Sache" sei. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Nach dem Thunder-Spiel hatte Nowitzki berichtet, bereits seit einiger Zeit Kniebeschwerden zu haben. "Irgendwo zwickt's immer", tut Geschwindner das ab, "kaputt ist nichts".

Niederlagen "nicht so dramatisch"

Schon aus Versicherungsgründen hätten die Mavs ihren Power Forward "von oben bis unten untersucht".

Doch es gäbe keinen Grund für ein übereiltes Comeback. Die fünf Niederlagen, die Dallas in den sieben Spielen ohne Nowitzki kassierte, hält sein Mentor zu diesem Zeitpunkt für "nicht so dramatisch".

Genauso wenig überraschen sie den 65-Jährigen - "wenn ein Spieler fehlt, der durchschnittlich über 24 Punkte macht und auf der Gegenseite zehn Punkte durch Fehler seiner Ersatzleute dazukommen".

"Auf der anderen Seite ist es aber auch gut, dass nun mehr Spielminuten für die Bankspieler zur Verfügung stehen", wendet der Ex-Nationalspieler ein (DATENCENTER: Alle Ergebnisse).

Geschwindner glaubt nicht an baldigen Trade

Das Augenmerk müsse für die Mavericks nicht allein auf einer guten Platzierung für die Playoffs liegen, sondern auch auf dem passenden Gegner im Achtelfinale. "Und erst, wenn das Wechselfenster geschlossen ist, weiß man ja, wer für welches Team spielt."

Augenblicklich tue sich aber wenig, was Trades angeht - meint Geschwindner. Ein schlagkräftiger Ersatz nach Caron Butlers Saison-Aus? Vorerst nein.

So werde Nowitzki, dessen Team am Freitagabend in San Antonio und am Samstagabend in Memphis antritt, auch nach seiner Rückkehr gleich wieder die gewohnten Spielzeiten bekommen.

Fan-Abstimmung lässt Nowitzki kalt

Doch auch, wenn er gleich wieder seine Topwerte von 24,1 Zählern pro Spiel bei einer Trefferquote von 54,5 Prozent bestätigt, dürfte er nicht mehr in die von den Fans gewählte Startfünf des Westens beim All-Star Game aufsteigen.

Bei der Online-Wahl liegt der MVP von 2007 nur auf dem sechsten Platz der Forwards. Für Nowitzki selbst sei das "gar kein Thema", stellt Geschwindner klar.

Bei der Abstimmung gehe es weniger um Leistung denn um Medienpräsenz, wie an den Topplatzierungen des Miami-Heat-Dreigestirns - LeBron James, Chris Bosh und Dwyane Wade - zu sehen sei.

Geschwindners Urteil: "Schön dass die Zuschauer da mitreden dürfen, aber die meisten sehen doch nur die Spiele, in denen ihre Lieblinge dabei sind."

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