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Samardo Samuels spielte am College für die Louisville Cardinals © getty

Der Titelverteidiger blamiert Cleveland und LeBron kann seine Schadenfreude nicht verhehlen. Indiana beendet seine Durststrecke.

Von Eric Böhm

München - Die Cleveland Cavaliers haben derzeit wenig zu lachen.

Erst werden sie von den Los Angeles Lakers beim 112:57 (57:25) bis auf die Knochen blamiert, und dann verspottet sie auch noch LeBron James.

"Karma is a bitch", ließ James via Twitter verlauten. Der Superstar spielte damit auf die Hassreaktionen aus Cleveland nach seinem Wechsel zu den Heat an.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Das 55-Punkte-Debakel ist zudem die bisher höchste Pleite der laufenden NBA-Saison. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Scott geschockt

Die Cavaliers sind ohne James bis auf den letzten Platz der Eastern Conference zurückgefallen und kassierten ihre elfte Schlappe in Serie.

Der langjährige Lakers-Spieler und jetzige Cavs-Coach Byron Scott war geschockt.

"Unsere Leistung war einfach nur peinlich", sagte Scott.

Lakers mit Rekord

Eine ganz andere Stimmung herrschte da bei den Lakers. Schließlich ließen sie seit Einführung der Wurf-Uhr (1954/55) noch nie so wenige Punkte zu.

Beim Meister, der seinen fünften Sieg hintereinander einfuhr, punkteten gleich sieben Spieler zweistellig.

Ron Artest war bei dieser lockeren Trainingseinheit mit 15 Zählern der Topscorer. Kobe Bryant und Pau Gasol markierten je 13 Punkte, mehr war auch nicht nötig.

"So ein Spiel erwartest du nicht. Du gehst einfach auf das Parkett und machst deinen Job", sagte Bryant.

Jackson hat Mitleid

Seit das Team nach Los Angeles gezogen ist, gelangen nur zweimal höhere Siege. Lakers-Coach Phil Jackson zeigte sich dementsprechend zufrieden.

"Wir wollten sie bei so wenigen Punkten wie möglich halten. Die Cavaliers vermissen aber auch einige ihrer Topspieler", zeigte Jackson auch Mitgefühl mit dem Gegner.

Portland Trail Blazers - New York Knicks 86:100

Die New York Knicks haben sich von der Pleite bei den Lakers nicht entmutigen lassen. Bei den Portland Trail Blazers gab es einen letztlich souveränen 100:86 (56:50)-Erfolg.

Mit jetzt zwölf Auswärtssiegen stehen die Knicks in dieser Kategorie auf Platz drei, nur Miami und die Lakers gewannen in der Fremde mehr Spiele.

Diesmal gab allerdings die Verteidigung den Ausschlag für das offensivstärkste Team der NBA.

Felton mit Double-Double

Die Trail Blazers trafen lediglich 34,5 Prozent ihrer Würfe aus dem Feld und verfehlten insgesamt 18 Dreier-Versuche.

"Unsere Verteidigung war wirklich stark. Sie hat heute die Offense befeuert", sagte Raymond Felton. Der Spielmacher erzielte mit 17 Punkten und 14 Assists ein Double-Double.

Im ersten Durchgang führte das Team aus dem "Big Apple" bereits zweistellig, ehe LaMarcus Aldridge (19 Zähler, zehn Rebounds) sein Team im dritten Viertel wieder heran brachte.

Nach Wesley Matthews Korbleger führten die Blazers urplötzlich sogar 57:56.

Walker macht den Deckel drauf

New York schlug jedoch umgehend zurück. Ein Dreier von Bill Walker zum 71:62 nahm den Gastgebern endgültig den Wind aus den Segeln.

Amare Stoudemire war mit 23 Punkten wieder einmal der Topscorer des Teams von Mike D'Antoni. Ronny Turiaf stellte mit 19 Zählern und zehn Rebounds jeweils Saisonbestleistungen auf.

"Wir kommen langsam dahinter. Wichtig ist, dass die Spieler sich auch defensiv verbessern wollen", sagte D'Antoni über die verbesserte Verteidigung seiner Truppe.

Blazers müde

Den Gastgebern steckte offenbar das Spiel gegen die Heat noch in den Knochen. Schließlich unterliefen den Blazers 14 Ballverluste bei nur acht eigenen Assists.

"Ich glaube, meine Spieler waren im Kopf sehr müde. Wir kamen immer einen Schritt zu spät", bestätigte Portlands Trainer Nate McMillan diesen Eindruck.

Philadelphia 76ers ? Indiana Pacers 103:111

Im Kampf um die Playoff-Plätze im Osten feierten die Indiana Pacers dagegen einen wichtigen Meilenstein.

Bei den Philadelphia 76ers gelang mit dem 111:103 (57:49) der erste Auswärtssieg seit dem 30. November.

Damit stehen die Pacers in der Eastern Conference auf Platz sieben, Danny Granger überzeugte mit 27 Punkten.

Hibbert mit der Entscheidung

In einem engen Spiel brachte Darren Collison (21 Punkte, 13 Assists) die Pacers knapp zwei Minuten vor dem Ende mit 101:99 in Führung, wenig später sorgte Center Roy Hibbert mit einem Hakenwurf für die Entscheidung.

"Dieser Auswärtssieg ist sehr wichtig. Wir haben gut zusammengespielt und wichtige Würfe gesetzt", sagte Granger.

Mit den Dallas Mavericks (ab 1 Uhr LIVESCORES) wartet jetzt allerdings ein härterer Brocken auf Indiana.

Iguodala noch eingerostet

Die Sixers konnten sich immerhin über das Comeback von Andre Iguodala freuen. Der Forward hatte zuletzt sieben Spiele mit einer Achillessehnenreizung pausieren müssen.

Allerdings traf Iguodala keinen seiner sieben Versuche aus dem Feld und verzeichnete nur einen Punkt.

"Er war noch etwas eingerostet", meinte Coach Doug Collins. Aufbauspieler Jrue Holiday markierte 19 Zähler.

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