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Minnesotas Kevin Love hat sich in seiner mittlerweile dritten NBA-Saison etabliert © getty

Kevin Love ist der Shootingstar der Saison. Vor allem bei den Rebounds setzt der Forward der Timberwolves neue Maßstäbe.

Von Eric Böhm

München - In seiner noch sehr kurzen Karriere hat Minnesotas Kevin Love schon viel erreicht.

Er wurde 2007 zum besten High-School-Spieler Amerikas gewählt, am College erreichte er mit UCLA das Final Four und wurde mit dem Nationalteam im letzten Jahr Weltmeister.

Dennoch kommt der 2,08 Meter große Forward recht unscheinbar daher. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Er liefert keine Skandale oder trägt die Arme voller Tattoos. Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb, ist Love eine interessantere Persönlichkeit, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

Vater Stan ebenfalls NBA-Profi

Die Leidenschaft für Basketball bekam er quasi in die Wiege gelegt.

Sein Vater Stan spielte in der NBA und Wes Unseld, der frühere Center der Washington Bullets, ist ein enger Freund der Familie.

Die beiden Profis zeigten ihm früh Video-Clips mit Bill Walton, Larry Bird oder Robert "The Chief" Parish.

Daraus entwickelte sich später vermutlich sein "Old-School-Spielstil", der auf jegliche Art von Schnörkeln oder Showelemente verzichtet.

Bester Rebounder der Liga

Doch die Familie Love ist nicht nur für Basketball bekannt.

Seine Tante Kathleen McCartney gewann 1982 den Ironman auf Hawaii und Onkel Mike Love war Mitbegründer der Beach Boys.

Anders als die eher seichten Klänge dieser Band lässt es Kevin auf dem Basketball-Court mächtig krachen.

Er führt die NBA sowohl bei Rebounds als auch bei Double-Doubles an, doch das Highlight der Saison lieferte Love gegen die New York Knicks.

30-30-Spiel gegen die Knicks

Am 12. November gelangen dem 22-Jährigen jeweils 31 Punkte und Rebounds. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Love ist der 19. Spieler der NBA-Geschichte, dem ein solches 30-30-Spiel gelang. Seit Moses Malone 1982 war diese außergewöhnliche Leistung überhaupt keinem Spieler mehr geglückt.

Die 31 Rebounds sind sowohl ein Timberwolves-Klubrekord als auch die meisten seit Charles Barkleys 33-Rebound-Spiel 1996.

Außerdem hält der Mann, der seit der High School die Nummer 42 trägt, seit Kurzem mit 24 den Rekord für Rebounds im altehrwürdigen TD Banknorth Garden in Boston.

Grizzlies dürften Trade bereuen

In seiner mittlerweile dritten NBA-Saison hat sich Love etabliert und wird vielleicht schon im Februar zum ersten Mal beim All-Star Game dabei sein.

Die Memphis Grizzlies hatten ihn im Draft 2008 an Nummer fünf ausgewählt.

Inzwischen dürften sich die Verantwortlichen in Tennessee schon häufiger gefragt haben, weshalb sie Love im Paket mit drei anderen Spielern im Tausch für O.J. Mayo, Antoine Walker, Marko Jaric und Greg Buckner an die Timberwolves weiterreichten.

Minnesota wird den etwas anderen NBA-Star jedenfalls so schnell nicht wieder abgeben.

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