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Carmelo Anthony (r.) spielt seit fünf Jahren bei den Denver Nuggets © getty

LeBron James und Cleveland schlagen die Nuggets mit Anthony. Die Entscheidung bringt eine Halbzeit-Videoanalyse vom Trainer.

Von Felix Götz

München/Cleveland - Mit 99:110 verloren die Denver Nuggets das erste Spiel unter Chauncey Billups gegen die Cleveland Cavaliers.

Damit feierten die Cavaliers den ersten Sieg gegen die Nuggets seit 2005.

Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, wobei beide Teams zu viele einfache Punkte zuließen. Zur Pause führten die Nuggets, angeführt von Billups (26 Punkte), mit drei Zählern Vorsprung.

Angesichts 61 zugelassener Punkte hatte Cavaliers-Coach Mike Brown zur Pause in der Kabine die Nase voll.

"Es war schrecklich"

Er zeigte seinen Schützlingen auf Video, wie schlecht sie sich in der Verteidigung verhielten. "Ich wusste: Das erste Team das beginnt zu verteidigen, wird das Spiel gewinnen", sagte Brown nach der Partie.

Und Mo Williams sagte: "Wir haben in der Halbzeit unsere Defense gesehen. Es war schrecklich."

Der Trainer hatte seine Spieler bei der Ehre gepackt und es funktionierte. In der zweiten Hälfte ließen die Cavaliers nur noch 38 Punkte zu und zogen davon.

Duell mit dem Highschool-Kumpel

Überragende Akteure auf Seiten von Cleveland waren Williams (24 Punkte) und LeBron James mit 22 Zählern.

Letzterer hatte so etwas wie ein privates Duell mit seinem alten Kumpel von der Highschool, Carmelo Anthony, der auf 18 Punkte kam.

"Gegen LeBron und die Cavaliers zu spielen macht immer sehr viel Spaß", sagte Anthony trotz der Niederlage.

Kein Wunder: Bei fünf der letzten sechs Partien hatte Anthony das bessere Ende auf seiner Seite.

Martin attackiert Varejao

Bei Denvers Kenyon Martin saß der Frust über die anstehende Niederlage bereits 55 Sekunden vor dem Ende so tief, dass er nach einer Attacke mit der Schulter gegen Anderson Varejao vom Platz flog.

Die Nuggets waren anschließend auf Schiedsrichter Joey Crawford sauer. "Ich glaube nicht, dass es ein Foul war. Es ist frustrierend. Manchmal verstehe ich nicht, nach welchen Maßstäben sie pfeifen", polterte Trainer George Karl.

Und der "Übeltäter" selbst sagte: "Das ist Basketball. Nicht Bowling oder Tischtennis."

Golden State - Detroit Pistons

Nach zwei Pleiten in Folge gelang den Detroit Pistons gegen die Golden State Warriors mit 107:102 der zweite Sieg mit Allen Iverson.

Und der 33-Jährige war mit 23 Punkten und 9 Assists maßgeblich am Erfolg seiner Mannschaft beteiligt. "Wir haben gekämpft und gewonnen. Das gibt Selbstvertrauen", blieb Iverson bescheiden.

Hamilton überzeugt

Nach dem die Pistons zur Halbzeit mit sieben Zählern im Rückstand lagen, drehten sie im dritten Viertel mächtig auf und gewannen dieses mit 34:20.

Topscorer bei Detroit war Richard Hamilton mit 24 Punkten. Rasheed Wallace kam auf 19 Zähler und 11 Rebounds, war aber trotzdem unglücklich.

Der Grund: Der 34-Jährige tippte einen Ball in den eigenen Korb. "Das hat mich wirklich verletzt. Aber ich habe mich davon nicht runterziehen lassen."

Jackson übt Selbstkritik

In den letzten zwölf Minuten kamen die Warriors maximal auf vier Punkte heran. Letztendlich verlor Golden State, bei denen Andris Biedrins und C.J. Watson mit 17 Punkten die besten Scorer waren, zurecht.

"Wir können nicht gewinnen, wenn ich raus gehe und 6 von 20 schieße", gab Stephen Jackson, dem 15 Punkte gelangen, zu.

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