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Rick Carlisle trainierte bereits die Indiana Pacers und die Detroit Pistons © getty

Der Coach der Mavs stellt seinem Team nach der vierten Pleite in Serie ein Armutszeugnis aus. Gegen Orlando droht weiteres Unheil.

Von Felix Götz

München/Dallas - Nach der vierten Niederlage in Folge beim 91:98 gegen die Chicago Bulls machten sich die Dallas Mavericks auf die Suche nach den Gründen für den Absturz.

Auch weil Dallas eine 19-Punkte-Führung leichtfertig verschenkte, stellte Head Coach Rick Carlisle seinem Team ein Armutszeugnis aus.

"Es ist enttäuschend. Ich bin einfach nur überrascht über unseren Mangel an Kampfbereitschaft. Ich weiß nicht, woran ich es sonst festmachen soll", sagte der 49-Jährige.

Carlisle machte auch keinen Hehl daraus, dass er mittlerweile fast ratlos ist: "Ich versuche rauszufinden, was zu tun ist. Aber man kann nur bis zu einem bestimmten Punkt coachen. Wir brauchen ein stärkeres Kollektiv."

Verteidigung ist eine Frage der Einstellung

Nach einem guten ersten Viertel stellten seine Spieler die Arbeit einfach ein. In der Verteidigung gut zu spielen, ist auch immer eine Frage der Einstellung und der Mentalität.

Beides stimmt bei den Mavs aktuell offensichtlich nicht. "Wir müssen Kerle finden, die Verteidigung spielen wollen", beschwerte sich Jason Kidd zum wiederholten Mal über das lasche Auftreten.

Und der Guard ergänzte: "Man kann kaum sagen, dass wir kämpfen. Es ist jedes Mal wie ein Deja-vu-Erlebnis. Wenn wir nicht punkten, dann müssen wir die Ärmel hochkrempeln."

Kein Teamgeist

Von Teamgeist und Zusammenhalt ist bei den Mavericks momentan allerdings kaum etwas zu sehen.

Wenn dann auch noch Dirk Nowitzki wie gegen die Bulls mit nur 12 Punkten einen schwarzen Tag erwischt, dann sind die Mavs nahezu chancenlos.

Dabei halfen den Mavs in Chicago zu Beginn sogar die Zuschauer. Das junge Team der Bulls wurde im United Center nach der schwachen Anfangsphase gnadenlos ausgebuht.

Zwei machen Hoffnung

Verunsichern ließen sie sich dadurch allerdings nicht. Vielmehr zeigten sie Nowitzki Co., was mit mannschaftlicher Geschlosssenheit, Willen und Einsatz alles möglich ist.

Anlass zur Hoffnung gaben gegen Chicago nur Josh Howard, der nach seiner Verletzung mit 21 Punkten und 11 Rebounds überzeugte, und auch Erick Dampier.

Der Center brachte es nach seinen 11 Punkten und 16 Rebounds gegen die Los Angeles Lakers gegen die Bulls auf 16 Zähler und 18 Rebounds und scheint allmählich in die Gänge zu kommen.

Orlando zu Gast

Dallas kann allerdings nur dann in die Erfolgsspur zurückfinden, wenn Howard, Dampier, Nowitzki, Terry und Kidd gleichzeitig und vor allem konstant gute Leistungen abliefern.

Die nächste Gelegenheit dazu gibt es bereits in der Nacht auf Samstag (ab 1.30 Uhr LIVESCORES). Dann gastiert aber mit den Orlando Magic ein alles andere als leichter Gegner im American Airlines Center.

Die Bilanz spricht eindeutig für Dallas. Orlandos letzter Sieg bei den Mavs datiert aus dem Jahr 1997.

Noch kein Heimsieg

Allerdings haben die Mavs in dieser Saison alle drei Heimspiele verloren und die aktuelle Form spricht für die Magic.

Mit fünf Siegen und drei Niederlagen erwischte das Team von Head Coach Stan Van Gundy einen ordentlichen Saisonstart. Datencenter: Ergebnisse und Tabellen

Das letzte Spiel gewann Orlando locker bei den Oklahoma City Thunder. Mit 30 Punkten, 19 Rebounds und 10 Blocks war dabei, wie schon in der ganzen Saison, Dwight Howard der überragende Akteur.

Der Center erzielt im Durchschnitt 23,9 Punkte und ist damit auf Platz neun der Scorerliste.

Mit vereinten Kräften gegen Howard

Mit 15 Rebounds und 4,38 Blocks im Schnitt ist der 22-Jährige in diesen Kategorien das Beste, was die NBA momentan zu bieten hat.

Dampier allein dürfte es kaum schaffen, "Superman" zu stoppen. Eine gute Gelegenheit für die Mavericks zu zeigen, dass sie ein Team sind, das mit vereinten Kräften so einen klasse Spieler ausschalten kann.

Sollte es gegen Orlando aber die siebte Saisonniederlage im neunten Spiel setzen, dann wird es für alle Beteiligten mehr als unangenehm.

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