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Aufbauspieler Derek Fisher (l.) spielt seit 1996 in der NBA © getty

Ausgerechnet gegen die Clippers reißt die Serie des Meisters. Ein Handgemenge und vier Platzverweise krönen die hitzige Partie.

Von Eric Böhm

München - Die Clippers haben überraschend das Lokalduell in Los Angeles für sich entschieden.

Beim 99:92 (44:45) gegen die Lakers behielten die Underdogs in einer heißen Schlussphase die Nerven und feierten den vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nach einem 16:3-Lauf der Clippers zu Beginn des letzten Viertels war die Partie bereits entschieden, als kurz vor dem Ende Blake Griffin (18 Punkte, 15 Rebounds) und Lamar Odom heftig aneinander gerieten.

Daraus entwickelte sich ein Handgemenge, in dessen Folge Griffin, Odom, Baron Davis und Ron Artest vom Platz gestellt wurden. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Odom sauer

Während Randy Foye einen Freiwurf zum 99:90 verwandelte, versuchte sich Teamkollege Griffin in Position zu bringen, um einen möglichen Rebound zu bekommen.

Das passte Lamar Odom gar nicht in den Kram.

"Vielleicht habe ich überreagiert, aber wenn du mit neun Punkten führst, muss du deinen Gegner nicht mehr in den Rücken rammen", sagte Odom.

Bei der Reaktion des Forwards spielte Frustration über die eigene Leistung sicher auch eine Rolle.

Nur Kobe mit Normalform

Der Titelverteidiger fand nie zu seinem Spiel und kassierte nach sieben Siegen in Folge mal wieder eine Niederlage.

Einzig Kobe Bryant zeigte mit 27 Zählern und neun Rebounds Normalform.

"Wir haben uns überhaupt nicht gewehrt. Blake hat uns mit seiner physischen Spielweise überrannt", analysierte der Superstar treffend.

30 Punkte von Gordon

Für die Clippers gelangen Eric Gordon 30 Punkte. Der Guard genießt die Duelle mit den Lakers.

"Das ist eine ganz gute Rivalität. Es sind immer interessante Spiele", meinte Gordon.

Das Team des deutschen Nationalspielers Chris Kaman, der nach wie vor verletzt ausfällt, steht im Westen auf Rang 13.

San Antonio Spurs - Denver Nuggets 110:97

Die San Antonio Spurs konnten derweil ihre Spitzenposition in der Western Conference festigen.

Gegen die Denver Nuggets gab es einen hochverdienten 110:97 (57:45)-Erfolg.

San Antonio gewann den zweiten Spielabschnitt mit 37:21 und brachte die Partie danach routiniert nach Hause.

Tony Parker zeigte mit 30 Zählern und sieben Rebounds seine ganze Klasse.

Spurs schreiben Geschichte

Der sechste Sieg hintereinander bescherte den Spurs eine 35:6-Halbzeitbilanz. Das ist die drittbeste Marke in der Geschichte der NBA.

Zuletzt legten die Detroit Pistons in der Spielzeit 2005/2006 eine solche erste Hälfte hin.

"Wir müssen weiter arbeiten und dürfen uns nicht damit zufriedengeben", sagte Parker.

Manu Ginobili steuerte 18 Punkte und sieben Assists bei. Bank-Spieler Matt Bonner musste mit Knieproblemen aussetzen.

Alles dreht sich um Melo

Bei den Nuggets dreht sich dagegen weiter alles um Carmelo Anthony.

Angeblich haben die New Jersey Nets nun die Erlaubnis direkt mit "Melo" zu sprechen. Der Forward ist jedoch offenbar nicht in der Lage, seine ungeklärte Zukunft komplett auszublenden.

Gegen San Antonio traf er lediglich fünf seiner 17 Versuche aus dem Feld und beendete das Spiel mit nur zwölf Pünktchen.

Der brasilianische Center Nene erzielte für die Nuggets, die in der Western Conference auf Rang sieben bleiben, 17 Zähler.

"Ich bin sicher, dass ich gegen Oklahoma City spiele, dann gegen die Lakers und Indiana", nahm Anthony keine Stellung zu den Gerüchten.

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