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Dirk Nowitzki wurde 2007 als erster Europäer in die Startformation des All-Star-Games berufen © getty

Dirk Nowitzki zeigt in Detroit eine starke Leistung, kann Dallas' sechste Niederlage hintereinander aber nicht verhindern.

Von Eric Böhm

München/Detroit - Der Abwärtstrend der Dallas Mavericks hat sich auch in Detroit fortgesetzt.

Trotz ihres wiederhergestellten Superstars Dirk Nowitzki setzte es bei den Detroit Pistons ein 89:103 (37:41).

Für die Texaner war es die sechste Niederlage hintereinander und die neunte aus den letzten elf Spielen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Dirkules" näherte sich bei seinem zweiten Auftritt nach der Zwangspause mit 32 Punkten, fünf Rebounds und fünf Assists schon wieder seiner Topform, doch angesichts des Auftretens der Mitspieler platzte dem Deutschen der Kragen. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Jeder muss in seinen Spiegel schauen"

"Manchmal kannst du mit einer Niederlage leben. Aber nicht, wenn man gar keinen Enthusiasmus zeigt. Von der Bank kam kein Ton", schimpfte er.

Auch den Ausfall der Schlüsselspieler Tyson Chandler (Grippe) und Caron Butler (Patellasehnenriss) akzeptiert Nowitzki nicht als Grund für den negativen Lauf. "Wenn du Spiele in Serie verlierst, muss jeder in seinen Spiegel schauen und sich fragen: Gebe ich mein Bestes, gebe ich alles für das Team und die Fans? Das ist die Aufgabe jedes Spielers."

Allerdings machte sich auch Ratlosigkeit beim 32-Jährigen breit: Vor seiner Verletzung "konnten wir machen, was wir wollten und haben gewonnen. Jetzt finden wir keinen Weg aus der Misere."

Carlisle mit deutlichen Worten

Die Pistons führten kurz vor der Pause bereits 41:30, ehe Nowitzki sein Team mit sieben Punkten in Serie wieder heranbrachte.

Im dritten Viertel trafen die Gastgeber dann 16 ihrer 22 Versuche aus dem Feld und setzten sich entscheidend ab.

"Wir müssen dem Gegner einfach mehr entgegensetzen. Das war heute nicht akzeptabel", fand Coach Rick Carlisle deutliche Worte. Die Mavericks verloren zum ersten Mal seit der NBA-Saison 1999/2000 wieder sechs Partien in Folge.

Kidd mit Nullnummer

Neben Nowitzki gelang es lediglich Jason Terry zweistellig zu punkten. Der Guard brachte es auf 18 Zähler, traf jedoch keinen einzigen Dreier.

Jason Kidd hatte dagegen überhaupt kein Schussglück. Der Aufbauspieler konnte nicht einen einzigen Punkte verbuchen und leistete sich sieben Fahrkarten.

"Es liegt nicht am Talent. Unser Erfolgsgeheimnis war die Verteidigung. Da müssen wir uns wieder steigern", meinte Kidd.

Jetzt kommen die Lakers

Für die Mavericks kommt momentan einfach alles zusammen.

Sie haben ihr komplettes Selbstvertrauen verloren und Besserung ist nicht in Sicht. Denn auch der Spielplan verheißt momentan nichts Gutes.

In der Nacht auf Donnerstag (ab 3 Uhr LIVESCORES) kommen die Los Angeles Lakers nach Dallas, dann geht es nach Chicago.

Zudem musste Neuzugang Sasha Pavlovic mit einer gebrochenen Nase ausgetauscht werden.

Umstellung hilft Pistons

Den Detroit Pistons reichte da eine durchschnittliche Leistung, um ihren dritten Sieg in Serie zu feiern.

Seit Richard Hamilton nur noch zuschauen darf, haben die Pistons mit Tracy McGrady als Aufbauspieler eine Formation gefunden, die funktioniert.

"Die Truppe spielt in dieser Zusammensetzung sehr gut. Jeder hat seine Rolle angenommen", sagte Detroits Coach John Kuester.

Für die Pistons war Rodney Stuckey mit 20 Zählern Topscorer. Tayshaun Prince steuerte 19 Punkte bei.

Gerüchte um Hamilton

Um Hamilton, der von den Fans in Auburn Hills energisch gefordert wurde, ranken sich Trade-Gerüchte. Die Pistons wollen offenbar einen eventuellen Deal nicht durch eine Verletzung gefährden.

"Ich freue mich, dass die Zuschauer mich mögen, aber ich würde lieber auf dem Parkett stehen", meinte "Rip".

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