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Jason Terry spielt seit 2004 für die Dallas Mavericks © Getty Images

Die "Super-Subs" führen Dallas zum Sieg gegen den Meister. Dem Aufbauspieler gelingt ein Saisonrekord. Nowitzki spielt solide.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Die Dallas Mavericks haben ausgerechnet gegen den Meister einen Befreiungsschlag gelandet.

Nach zuletzt sechs teils verheerenden Pleiten in Folge gelang gegen die Los Angeles Lakers ein 109:100 (52:56)-Erfolg.

Dirk Nowitzki erzielte in seinem erst dritten Spiel nach der Verletzungspause zwar lediglich 14 Punkte und acht Rebounds, doch er bekam endlich mehr Unterstützung.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Speziell die zuletzt viel kritisierten Routiniers lieferten eine starke Vorstellung ab. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Routiniers überzeugen

Vor allem Jason Kidd zeigte mit 21 Zählern und zehn Assists endlich wieder seine alte Klasse.

Der Aufbauspieler verwandelte fünf seiner acht Dreierversuche und durchbrach eine grauenhafte Serie mit nur einem Treffer aus seinen letzten 14 Würfen.

Außerdem steuerten Jason Terry und Shawn Marion je 22 Punkte von der Bank bei. Gerade "The Matrix" kam als Einwechselspieler wieder wesentlich besser zurecht.

"Wir haben diesen Sieg wirklich dringend gebraucht", sagte Marion im Anschluss sichtlich erleichtert.

Carlisle stellt um

Coach Rick Carlisles Maßnahme Sasha Pavlovic für Marion in die Startformation zu nehmen, machte sich also bezahlt.

Der frühere Erstrunden-Pick, der mit einer Schutzmaske für seine gebrochene Nase spielte, erzielte elf Zähler und darf sich Hoffnungen auf ein längeres Engagement in Dallas machen.

"Wir werden diesen Kaderplatz füllen, ob es Sasha sein wird, bleibt abzuwarten", sagte Mavericks-Präsident Donnie Nelson. Pavlovics zehn Tage dauernder Vertrag endete nach der Partie.

Nowitzki macht Deckel drauf

Dabei hatte es lange nach der nächsten Pleite ausgesehen.

Der Titelverteidiger aus Los Angeles führte zu Beginn des dritten Viertels noch mit acht Punkten, ehe die Mavs mit einem 28:7-Lauf die Kontrolle übernahmen.

Nowitzki, der noch nicht bei 100 Prozent ist, machte mit einem Drei-Punkt-Spiel zum 104:91 den Sack zu.

Mavs mit Saisonrekord

Auch Teambesitzer Mark Cuban zeigte sich nach dem Erfolg gegen Rivalen Phil Jackson versöhnlich. Der Lakers-Trainer hatte Dallas nach der Butler-Verletzung im Titelrennen bereits abgeschrieben.

"Ohne Dirk wollten alle Spieler offensiv zu viel Verantwortung übernehmen. Das hat unserer Verteidigung geschadet. Ich hoffe wir können jetzt wieder zu unserem Spiel zurückkehren", meinte Cuban.

Zudem stellte Dallas mit einer Feldwurfquote von 55 Prozent einen Saisonrekord auf.

"Wir wissen, dass wir großes Potenzial haben. Zuletzt konnten wir es durch die verschiedenen Formationen nicht zeigen. Jetzt müssen wir wieder Konstanz reinbringen", sagte der starke Terry.

Lakers hadern

Die Lakers haderten nach erst der zweiten Schlappe in den letzten zehn Spielen mit der Verteidigung.

"Wir haben defensiv Fehler über Fehler gemacht. Im Abschluss lief es eigentlich ganz gut", analysierte Kobe Bryant. Der Superstar schaffte mit 21 Punkten und zehn Assists ein Double-Double.

Pau Gasol markierte 23 Punkte. Damit hat der Spanier nun in seiner NBA-Karriere mehr als 13.000 Punkte auf dem Konto.

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