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Jason Richardson gewann bereits zweimal den Slam-Dunk-Wettbewerb beim All-Star-Game © getty

Orlando profitiert von zwei Blackouts der 76ers. Ein Ersatzmann ist der Topscorer. New Jersey steigt aus dem Anthony-Poker aus.

Von Eric Böhm

München - Die Orlando Magic haben mit einem 99:98 (44:48)-Sieg gegen die Philadelphia 76ers nach Verlängerung ihre kurze Schwächephase beendet.

Die Partie nahm allerdings einen äußerst kuriosen Verlauf. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Kurz vor Ende der regulären Spielzeit lagen die Magic noch mit 86:90 im Rückstand, ehe Jason Richardson einen Dreier versenkte und dabei von Lou Williams gefoult wurde. Der folgende Freiwurf rettete den Gastgebern das Unentschieden.

In der Verlängerung wurde dann auch J.J. Redick bei einem erfolgreichen Dreier gefoult und sorgte mit dem Treffer zum 99:96 für den entscheidenden Vorsprung. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Richardson glücklich

Nach drei Niederlagen aus den letzten vier Spielen waren die Gastgeber zunächst sehr schwer in die Partie gekommen.

Spätestens als Dwight Howard (18 Punkte) eine Minute vor Schluss sein sechstes Foul kassierte, schien die Partie entschieden.

Doch dann leisteten sich die Sixers ihre Blackouts und brachten die Magic wieder zurück.

"Zuletzt haben wir uns immer herangekämpft und trotzdem verloren. Heute hatten wir das nötige Quäntchen Glück auf unserer Seite", freute sich Richardson.

Anderson Topscorer

Magic-Forward Ryan Anderson kam von der Bank und war mit 20 Punkten der Topscorer der Partie.

"Hoffentlich wird dieses Spiel der Beginn einer neuen Siegesserie", meinte Matchwinner Redick, der insgesamt 12 Zähler erzielte.

Orlando bleibt im Osten zwar nur Fünfter, hält aber Anschluss an die Topteams.

Iguodala sauer auf Schiris

Die Gäste stehen mit Rang sieben zwar weiter auf einen Playoff-Platz, verpassten jedoch ihren dritten Sieg hintereinander.

"So ein Spiel dürfen wir uns nicht aus der Hand nehmen lassen, vielleicht fehlt uns deshalb am Ende des Spiels auch die Lobby", spielte Andre Iguodala auf die beiden entscheidenden Foulsituationen an.

Aufbauspieler Jrue Holiday überzeugte mit 16 Zählern, acht Rebounds und sechs Assists.

Denver Nuggets ? Oklahoma City Thunder 112:107

Im Spitzenspiel der Northwest Division behielten derweil die Denver Nuggets die Oberhand.

Gegen die aufstrebenden Oklahoma City Thunder gab es einen 112:107 (55:55)-Erfolg.

Die Nuggets übernahmen im Schlussabschnitt die Kontrolle und fügten den Thunder ihre zweite Niederlage in Folge zu.

Die beiden Teams trennen damit nur noch zweieinhalb Spiele voneinander.

Nets beenden Melo-Poker

Carmelo Anthony zeigte mit 35 Punkten wieder einmal seine ganze Klasse.

Wenige Stunden vor dem Spiel waren die New Jersey Nets öffentlich aus dem Trade-Poker um den Superstar ausgestiegen.

"Ich beantworte keine Fragen über Vertragsverlängerungen oder Trades. Ich bin immer noch ein Nugget", stellte Melo im Anschluss klar.

Westbrook mit Triple-Double

Für die Thunder erzielte Kevin Durant 22 Zähler. Russell Westbrook schaffte mit 28 Punkten und zehn Assists sein fünftes Double-Double hintereinander.

"Er hat diese ganze Geschichte wirklich gut ausgeblendet und ein tolles Spiel gemacht", zeigte Durant Respekt vor Melos Leistung.

San Antonio Spurs ? Toronto Raptors 104:95

Die San Antonio Spurs bleiben dagegen das heißeste Team der Liga.

Mit dem 104:95 (42:53) gegen die Toronto Raptors gelang bereits der siebte Sieg in Folge. Die 36:6-Bilanz bedeutet zudem den besten Start der Teamgeschichte.

Nach einer schwachen ersten Hälfte übernahm DeJuan Blair Verantwortung und verbuchte 22 Zähler und elf Rebounds. Manu Ginobili war mit 23 Punkten San Antonios Topscorer.

"DeJuan macht sich manchmal zu viele Gedanken. Im dritten Viertel ist er rausgegangen und hatte einfach Spaß am Spiel", lobte Spurs-Coach Gregg Popovich Blair.

"Wie in der High School"

Bei den Raptors, die ihre neunte Schlappe in den letzten zehn Spielen erlitten, erzielte DeMar DeRozan 28 Zähler.

"Sie haben mich wie in der High School gedoppelt. Ich hatte am Ende ein paar Ballverluste, die uns geschadet haben", zeigte sich der beste Gäste-Spieler selbstkritisch.

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