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Gegen Orlando bestimmt Dallas das Geschehen in nahezu allen Belangen. In den Schlusssekunden versagen aber erneut die Nerven.

Von Julian Ignatowitsch

München/Dallas - Sieben Sekunden zu spielen, die Dallas Mavericks liegen 100:102 in Rückstand und haben Ballbesitz.

Jason Terry nimmt die Verantwortung auf sich, dribbelt bis kurz vor die Zone und steigt hoch zum Wurf.

Der Ball scheint für einen Moment lang im Korb, aber springt dann doch noch heraus. Entsetzen bei den Mavericks, großer Jubel dagegen bei den Orlando Magic.

Während die Gäste ihren ersten Sieg in Dallas seit elf Jahren feierten, trotteten die Gastgeber nach der fünften Pleite in Folge mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Nowitzki frustriert

"Wenn du erst einmal unten bist, läuft einfach alles gegen dich", sagte ein frustrierter Nowitzki, der 24 Punkte und sechs Rebounds erzielte.

"Wir brauchen dringend einen Sieg, dann wird sich das Blatt wenden."

Mavs in nahezu allen Kategorien besser

Wieder verspielten die Mavs eine komfortable Führung im Schlussviertel. Mitte des dritten Viertels lagen sie 15 Zähler in Front, zu Beginn des vierten Viertels waren es immerhin noch elf.

Die Texaner schlugen den Gegner in nahezu allen Kategorien - Trefferquote, Rebounds, Assist, Steals, Punkte in der Zone -, aber in der entscheidenden eben nicht.

"Wir waren zur Stelle, um die Niederlagenserie zu beenden", meinte Rick Carlisle: "Aber es sollte nicht sein."

Zwei Ballverluste kurz vor Schluss

Mit einem spektakulären Wurf im Zurückfallen brachte Nowitzki sein Team selbst 26 Sekunden vor dem Ende noch mal in Führung, aber je ein Ballverluste von Josh Howard (26 Punkte) und Terry (20 Punkte), sowie drei verwandelte Freiwürfe der Gäste, besiegelten die Niederlage.

"Wir haben definitiv nicht gut gespielt", waren sich Orlandos Trainer Stan Van Gundy und Forward Mickael Pietrus einig. "Doch ein Sieg ist ein Sieg."

So schlecht, wie seit 15 Jahren nicht

Die Mavericks sind damit zu Hause weiter sieglos und im American Airlines Center so schlecht gestartet, wie seit 15 Jahren nicht. Damals beendeten die Mavs die Saison unter Trainer Quinn Buckner mit einer 13:69-Bilanz.

"Wir müssen positiv bleiben, dann werden wir solche Spiele auch wieder gewinnen", meinte Howard.

Von den ersten neun Spielen haben die Mavs jetzt sieben verloren (Datencenter: Ergebnisse und Tabellen) und rangieren in der Southwest Division damit an letzter Stelle.

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