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Kobe Bryant war schon dreimal MVP des All-Star-Games © getty

Nach seiner Tirade gegen die Fans führt Bryant den Meister zum Erfolg in Denver. Das "Melo-Drama" bei den Nuggets geht weiter.

Von Eric Böhm

München/Denver - Kobe Bryant hat bei gegnerischen Fans nicht gerade den Ruf eines Publikumslieblings.

Vor dem 107:97 (49:52) der Los Angeles Lakers bei den Denver Nuggets bestätigte der Superstar wieder einmal sein Image. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Sie sind dumm. Sie sind Idioten. Denn sie buhen einen Spieler ihres eigenen Teams aus. Das wird ihm den Abschied nur leichter machen", polterte Bryant und spielte damit auf die zunehmend negativen Reaktionen der Nuggets-Fans gegenüber Carmelo Anthony an.

Ein Wechsel des Forwards steht nach wie vor im Raum. Die Verantwortlichen verhandeln mit mehreren Teams. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Bryant lässt Taten folgen

Bryant wurde dagegen in Denver auch schon vor seiner Tirade traditionell mit ausgedehnten Schmährufen bedacht. Doch Kobe hat schon öfter beweisen, dass ihn diese Reaktionen nur noch mehr anstacheln.

Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte ließ er seinen markigen Worten auch Taten folgen.

Bryant erzielte 14 seiner insgesamt 18 Punkte im dritten Spielabschnitt und verschaffte den Lakers einen zweistelligen Vorsprung, den die Nuggets nicht mehr wettmachen konnten.

"Ich weiß, dass ich zu jedem Zeitpunkt punkten kann. Ich will aber auch mein Team mit einbeziehen. Nach der Pause ist mir das gut gelungen", meinte Bryant.

Double-Double von Odom

Seine Taktik ging spürbar auf, denn gleich fünf Spieler des Titelverteidigers punkteten zweistellig.

Ron Artest erzielte wie Pau Gasol 19 Zähler und stellte eine persönliche Saisonbestleistung auf. Der Spanier Gasol schnappte sich zudem 13 Rebounds.

Bank-Spieler Lamar Odom steuerte mit 18 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double bei.

L.A. ist im Übrigen das einzige Team der NBA, dass in Denver eine positive Bilanz aufweist.

Lakers an den Brettern überlegen

Denver konnte vor allem der Größe der Lakers nur wenig entgegensetzen.

"Jeder einzelne ihrer "Big Men" hatte eine sehr gutes Spiel", musste Nuggets-Coach George Karl zugeben.

Speziell an den Brettern wurde dies überdeutlich. Die Kalifornier wiesen eine 47:27-Überlegenheit bei den Rebounds auf.

"Sie haben jede Menge baumlange Leute und bringen mit Odom noch einen sehr guten Mann von der Bank", sagte Anthony.

"Größe hat gewonnen"

Der Forward war mit 23 Zählern der Topscorer der Gastgeber. Guard Arron Afflalo steuerte 22 Punkte bei.

Die Lakers zeigten auch in der Verteidigung ihre ganze Klasse und verhinderten die charakteristischen schnellen Gegenzüge der Gastgeber.

"Größe hat heute gegen Schnelligkeit ganz klar gewonnen", meinte Karl.

Karl nimmt Gerüchte locker

Der Coach nimmt derweil die scheinbar endlose Trade-Saga um seinen Star-Forward mit Humor.

"Es ist natürlich ermüdend, aber ich sehe es locker. Ich habe schon einige Statements aufgeschrieben, sodass ich bis über die Trading-Deadline hinaus Kommentare abgeben könnte", witzelte Karl.

Seit dem Rückzug der New Jersey Nets verhandelt Manger Masai Ujiri mit diversen anderen Teams. Trades sind noch bis zum 24. Februar erlaubt.

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