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Dirk Nowitzki erzielte als erster Europäer in einer NBA-Saison 2.000 Punkte © getty

Der deutsche Superstar erzielt in New Jersey Sekunden vor dem Ende den entscheidenden Korb für Dallas. Vorher klappt kaum etwas.

Von Eric Böhm

München/Newark - Am Ende eines engen Spiels hat in der Regel der beste Spieler eines Teams den Ball in den Händen.

Also war es keine Überraschung, dass beim 87:86 (48:45)-Erfolg der Dallas Mavericks bei den New Jersey Nets Dirk Nowitzki in den Schlusssekunden die Verantwortung übernahm.

Der deutsche Superstar hatte zuvor zwar lediglich sechs seiner 23 Würfe aus dem Feld getroffen, doch im entscheidenden Moment bewies er seine ganze Klasse. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Auf Höhe der Freiwurflinie täuschte er kurz an, ließ seinen Verteidiger Stephen Graham aussteigen und setzte den entscheidenden Treffer. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Nowitzki erleichtert

Entsprechend erleichtert zeigte sich Nowitzki im Anschluss: "Ich versuchte mich nach den vielen Fehlwürfen noch mehr zu konzentrieren. Das ist eigentlich einer meiner Lieblingswürfe, aber selbst der wäre fast wieder rausgesprungen."

Für Coach Rick Carlisle bestand trotz der suboptimalen Wurfquote seines besten Spielers kein Zweifel daran, wer den letzten Wurf nehmen würde.

"In dieser Situation bekommt Dirk den Ball. Die Quote spielte für mich keine Rolle, und er hat uns nicht enttäuscht", meinte Carlisle.

Der folgende Verzweifelungswurf der Gastgeber berührte nicht einmal den Ring.

"Wie in Treibsand"

Nowitzki war mit insgesamt 23 Punkten Topscorer der Mavericks. Center Tyson Chandler steuerte 19 Zähler und acht Rebounds bei.

"Ich weiß auch nicht was los war. Ich kam mir vor wie in Treibsand. Selbst bei dem letzten Wurf konnte ich einfach nicht richtig springen", konnte sich Nowitzki seine vielen Fahrkarten selbst nicht erklären.

Auch der Rest der Mavericks bewies kein lockeres Händchen. Das ganze Team kam lediglich auf eine Quote von knapp 35 Prozent.

So blieben die bestenfalls biederen Nets bis zum Ende im Spiel und führten 20 Sekunden vor der Schlusssirene, ehe "Dirkules" seinen großen Auftritt hatte.

Cuban sauer auf Schiris

Teambesitzer Mark Cuban machte allerdings die Schiedsrichter für den knappen Ausgang verantwortlich.

"Es gab einige seltsame Pfiffe gegen uns. Es war ein seltsames Spiel", meinte Cuban angesäuert.

Dennoch reichte es zum Auswärtserfolg und dem geteilten dritten Rang in der Western Conference.

Gegen ihren Lieblingsgegner siegten die Mavs zum fünften Mal in Serie. Von den letzten 22 Duellen gewannen die Texaner sogar 19.

Lopez Topscorer

Mit der Niederlage verpassten die Nets die Chance auf ihren dritten Sieg hintereinander. Zuletzt gelang eine solche Serie vor fast genau zwei Jahren.

"Wir haben großartig gekämpft, ich bin stolz auf mein Team", sagte Nets-Coach Avery Johnson.

Center Brook Lopez zeigte mit 24 Punkten, sechs Rebounds und zwei Blocks eine gute Leistung. Dem ehemaligen Maverick Devin Harris (15 Zähler, elf Assists) gelang ein Double-Double.

"Das Spiel geht auf meine Kappe. Ich muss bessere Entscheidungen treffen und bessere Würfe für meine Mitspieler schaffen", sagte Harris selbstkritisch.

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