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Peja Stojakovic gewann beim All-Star Game 2004 den Dreier-Wettbewerb © getty

Dallas verpflichtet den ehemaligen All-Star. Die Mavericks schwärmen. Doch hinter seiner Fitness stehen deutliche Fragezeichen.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Dirk Nowitzki hat endlich die erhoffte Verstärkung bekommen.

Wie sich in den letzten Tagen bereits angedeutet hatte, verpflichteten die Dallas Mavericks Forward Peja Stojakovic.

Der Serbe war von den Toronto Raptors entlassen worden, wird allerdings im Heimspiel gegen die Los Angeles Clippers (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) noch nicht zum Einsatz kommen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Peja ist jetzt ein Mav. Es wir Zeit, dass er den 'Bad Guys' eine paar Dreier einschenkt", zeigte sich Teambesitzer Mark Cuban via Twitter euphorisch. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Ajinca nach Toronto

Um im Kader Platz für Stojakovic zu schaffen, wurde Center Alex Ajinca, ein zukünftiger Zweitrunden-Draftpick und eine ungenannte Geldsumme an die Toronto Raptors abgegeben.

Im Gegenzug bekommen die Mavericks die Rechte an dem griechischen Nationalspieler Georgios Printezis, der momentan in Spanien spielt und 2007 von Toronto gedraftet worden war. Experten sehen in ihm jedoch keinen NBA-Spieler.

Die NBA hatte den Deal zunächst gestoppt, da einige andere Teams vermuteten, Dallas und Toronto würden den Salary Cap umgehen.

"Sie haben erst nach Ajinca gefragt, als sie Peja entlassen hatten", bestritt Cuban einen Zusammenhang zwischen den beiden Personalien. Schließlich gab die Liga grünes Licht.

Der Vertrag gilt wohl bis zum Ende der laufenden Saison und bringt dem Forward das sogenannte "Veterans Minimum" von etwas mehr als 1,3 Millionen Dollar.

Debüt gegen Houston?

Stojakovic war in dieser Saison bereits von den New Orleans Hornets nach Toronto gewechselt und absolvierte aufgrund von Knieproblemen bisher lediglich acht Spiele. Zum bis dato letzten Mal stand er am 26. November auf dem Parkett.

Sein Debüt könnte der 33-Jährige in der Nacht auf Freitag im Heimspiel gegen die Houston Rockets (ab 2.30 Uhr LIVESCORES) feiern.

"Er fiel zuletzt einige Zeit aus. Daher müssen wir sicherstellen, dass er hundertprozentig fit ist, bevor wir ihn einsetzen", stellte Mavericks-Coach Rick Carlisle klar.

Dallas wir mit dem zweimaligen Weltmeister kein Risiko eingehen, denn als Ersatz für Caron Butler wird ihm eine Schlüsselrolle zukommen.

"Einer der besten Werfer"

Die Verpflichtung gibt dem Mavs-Angriff eine ganz neue Dimension, denn Stojakovic ist ein echter Dreierspezialist. "Er muss bewacht werden, sobald er die Halle betritt", sagte Teampräsident Donnie Nelson der "Dallas Morning News".

Allein seine Präsenz dürfte Nowitzki, Shawn Marion oder Jason Terry mehr Freiräume bescheren.

"Er ist einer der besten Werfer aller Zeiten", sagte Carlisle, der den Routinier einst bei den Indiana Pacers trainierte. Der dreimalige All-Star belegt mit 1.718 verwandelten Dreiern in der ewigen Rangliste der NBA Rang sechs.

Allerdings wird Stojakovic nicht jünger und seine Quote von der Dreierlinie war in der letzten Saison, als er immerhin 62 Spiele absolvierte, so schlecht wie seit 2000 nicht mehr.

Fragezeichen bleiben

"Es ist gut einen Spieler im Team zu haben, der schon einige Schlachten auf dem Buckel hat. Wenn du ihn offen stehen lässt, ist der Ball automatisch drin", ist Jason Kidd dennoch zuversichtlich, dass der Neuzugang seine Form vergangener Tage wiederfindet.

Der Scharfschütze wird wohl mittelfristig Sasha Pavlovic aus der Startformation verdrängen.

Es bleibt allerdings fraglich inwieweit er mit seinen anfälligen Knien in der Verteidigung stand halten kann. Schließlich war Stojakovic selbst zu seiner Glanzzeit nicht gerade ein Defensivspezialist.

In seiner gesamten Karriere erzielte er zum Beispiel nicht Mal fünf Rebounds im Schnitt. Für einen 2,08 Meter Mann ist das ein höchst unterdurchschnittlicher Wert.

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