vergrößernverkleinern
Jason Terry wurde 2009 zum besten sechsten Mann der NBA gewählt © getty

Dallas stellt beim Comeback-Triumph gegen die Clippers zwei Saisonrekorde auf. Zwei Backup-Guards sind jedoch die Matchwinner.

Von Eric Böhm

München/Dallas - Dirk Nowitzki und die Dallas Mavericks haben zumindest vor heimischem Publikum ihren Rhythmus gefunden.

Nach dem Sieg gegen die Lakers wurden nun auch die Los Angeles Clippers mit 112:105 (54:62) bezwungen.

Nowitzki verwandelte zwar lediglich sechs seiner 15 Würfe aus dem Feld, zeigte mit insgesamt 20 Punkten und fünf Rebounds aber eine solide Leistung. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Nach einem zweistelligen Rückstand im zweiten Viertel brachten allerdings die Bank-Spieler den Umschwung. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

"Jet" zündet nach der Pause

Jason Terry stellte mit 28 Zählern, 22 davon in der zweiten Hälfte, eine persönliche Saisonbestmarke auf. J.J. Barea traf neun seiner zwölf Würfe und sammelte 25 Punkte.

Ein 23:6-Lauf im dritten Viertel brachte Dallas schließlich die Führung.

"Sie haben uns in der ersten Hälfte ziemlich zugesetzt, aber wir kamen aggressiv aus der Kabine und konnten das Spiel glücklicherweise drehen", meinte Nowitzki.

14 aufeinanderfolgende Punkte im Schlussviertel brachen dann den Widerstand der Kalifornier.

Dallas mit Saisonrekord

Die Mavericks holten sich mit dem Sieg Rang drei im Westen zurück und stellten mit 112 Punkten und 63 Bank-Zählern jeweils neue Saisonrekorde auf.

Nur viermal verzeichnete ein NBA-Team in dieser Saison eine höhere Ausbeute seiner Reservisten.

Außerdem machte Center Tyson Chandler mit 21 Punkten auf sich aufmerksam.

Neuzugang Peja Stojakovic kam noch nicht zum Einsatz und verfolgte das Spiel in Zivil von der Bank aus.

Haywood stoppt Griffin

Speziell eine Szene stand exemplarisch für die größere Energie der Mavericks nach der Pause.

Gegen Ende des dritten Spielabschnitts führten die Gastgeber knapp, ehe Blake Griffin zu einem seiner spektakulären Dunks ansetzte.

Mavs-Center Brendan Haywood bekam gerade noch den Arm seines Kontrahenten zu fassen und schleuderte den Forward regelrecht zu Boden.

"Das ist hier schließlich kein Dunking-Wettbewerb", meinte der Backup-Center nach der Partie lapidar.

"Dunk Porn" angeschlagen

Der Clippers-Jungstar verletzte sich bei dieser harten Aktion leicht am Ellbogen, konnte aber später zurückkehren.

Griffin gelangen zwar 22 Punkte und elf Rebounds, doch zwölf seiner Zähler sammelte "Dunk Porn" bereits im ersten Viertel.

"Ich hätte besser spielen können. Ich muss aus dem Spiel lernen. Der Ellbogen tut schon etwas weh. Wir werde sehen, wie er sich morgen anfühlt", sagte der Rookie.

Mavs-Trainer Rick Carlisle hob deshalb vor allem die starke Abwehrleistung von Haywood gegen Griffin hervor: "Er war sehr präsent und hat sehr gut gegen ihn gespielt."

Gordon fällt aus

Eine weitere Hiobsbotschaft mussten die Gäste bereits vor der Partie hinnehmen.

Ihr Topscorer Eric Gordon (24,1 Punkte pro Spiel) wird mit einer Handgelenksverletzung mindestens drei bis vier Wochen ausfallen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel