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LeBron James erzielte in den letzten sieben Partien im Schnitt 34 Punkte © getty

Cleveland kann sich wieder einmal auf LeBron James verlassen. "King James" ist gegen Utah zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Von Rainer Nachtwey

München/Cleveland - Ein Superstar zeichnet sich dadurch aus, dass er in den entscheidenden Momenten Verantwortung übernimmt, das Spiel an sich reißt und es entscheidet.

LeBron James nennt diese Zeitpunkte "Siegerzeit".

Gegen die Utah Jazz hat der Small Forward der Cleveland Cavaliers wieder einmal unter Beweis gestellt, dass er zur Siegerzeit zur Stelle und daher ein Superstar ist.

Mit 105:93 bezwangen die Cavaliers die Gäste aus Salt Lake City und drehten dabei - angeführt von "King James" - einen Zehn-Punkte-Rückstand zu Beginn des dritten Viertels.

Jeder Wurf ein Treffer

In den letzten zwölf Minuten, in die Cleveland mit vier Zählern Vorsprung gingen, machte James den Sack zu. Er erzielte in dieser Zeit 16 seiner insgesamt 38 Punkte und sorgte damit für den siebten Triumph in Folge.

Den Grundstein zu dieser Erfolgsserie hatten die Cavaliers beim 100:81 in Dallas (hier geht es zum Spielbericht) gelegt.

"Im letzten Viertel werden die Spiele meistens entschieden, vor allem wenn es so eine enge Kiste ist wie heute gegen die Jazz", sagte der Matchwinner, der sechs seiner zehn Würfe im letzten Durchgang versenkte.

"Er hat im vierten Spielabschnitt einen Wurf nach dem anderen genommen", zeigte sich Utahs Carlos Boozer beeindruckt. "Er hat seine Freiwürfe versenkt und jeder Sprungwurf fand sein Ziel."

Der gebürtige Aschaffenburger war mit 17 Punkten bester Werfer bei den Jazz, die ohne Deron Williams, Mehmet Okur, Andrei Kirilenko und Matt Harpring auskommen mussten.

Autogramm holen und ab nach Hause

"Teilweise waren wir viel zu weit weg von ihm, um ihn zu verteidigen", sagte Coach Jerry Sloan, der die vielen Ausfälle nicht als Entschuldigung gelten lassen wollte.

Viel mehr hatte er den Eindruck, seine jungen Spieler wären von James' Präsenz eingeschüchtert gewesen.

"Mir kam es vor, als hätten sie Angst, ihn anzufassen. Ich glaube sie haben ihn nur einmal gefoult, in all den Malen, in denen er zum Korb gezogen ist. Du musst gegen so einen Typen dagegen halten. Wenn du das nicht machst, holst du dir besser ein Autogramm und gehst dann heim", führte Sloan aus.

Dreier von der Mittellinie

Für Utah endete damit eine fünf Spiele andauernde Auswärtsserie (hier geht es zum Spielplan) mit der vierten Niederlage. Den einzigen Sieg landete die Mannschaft in Philadelphia.

Für das Highlight der Partie sorgte trotz der Niederlage ein Jazz-Spieler: Ronnie Price traf mit der Schlusssirene des ersten Viertels einen Wurf von der Mittellinie.

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