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LeBron James konnte nach dem Zusammenprall mit Joel Anthony weiterspielen © getty

Die Heat müssen gegen Detroit auf die verletzten Superstars Wade und Bosh verzichten - kein Problem für "King James".

Von Rainer Nachtwey

München/Miami - Chris Bosh und Dwyane Wade saßen am Spielfeldrand, in zivil.

Und sie sahen den einzig verbliebenen Gesunden des Superstar-Trios auf dem Boden liegen. LeBron James krümmte sich vor Schmerzen, die Hände vor das Gesicht geschlagen.

Nach einer kurzen Auszeit, dann aber das Aufatmen bei den Heat: Der amtierende MVP konnte weiterspielen.

Und wie: Nach der Kollision seines Kopfes mit Joel Anthonys Knie Mitte des zweiten Viertels erzielte LBJ trotz Brummschädels 26 Punkte und führte seine Mannschaft mit insgesamt 39 Zählern zum 88:87 (19:22, 20:20, 25:26, 24:19)-Erfolg über die Detroit Pistons. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Überragende erste Hälfte

"Gott sei Dank trägt er während des Spiels Knieschützer, ansonsten hätte das ziemlich übel enden können", meinte James. "Es hat sich auch so schon nicht gut angefühlt."

Ohne seine beiden Superstar-Kollegen lag die Verantwortung insbesondere in der ersten Hälfte auf den Schultern von "King James".

Während seine Mitspieler 13 von 14 Dreierversuchen daneben setzten und sich sechs Ballverluste gegenüber Detroits zwei erlaubten, hielt James Miami mit 23 Punkten und einer Trefferquote von 10 aus 16 im Rennen. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

House verwandelt sicher

"Wir tun keinem leid. Egal wer aufläuft, derjenige muss Leistung zeigen", sagte James auf die Verletztensituation angesprochen.

Und so war es im entscheidenden Augenblick Eddie House, mit 15 Punkten hinter James zweitbester Scorer der Heat, der die entscheidende Aktion durchführte.

Der Flügelspieler zog zehn Sekunden vor Ende der Partie nach innen, setzte zum Sprungwurf an und wurde von Ben Gordon gefoult. Die beiden fälligen Freiwürfe verwandelte er zur 88:87-Führung.

Daye setzt Dunk an den Ring

Zwar bot sich Detroit noch die Chance zum Sieg, Austin Dayes Alley-Oop-Dunk-Versuch nach Tayshaun Princes Einwurf von der Seite endete am Ring.

"Ich war ein wenig am Ball dran. Sie sagen, ich hätte den Ball nicht berührt. Egal, wir haben einen Weg gefunden, zu siegen", meinte James Jones, der in der entscheidenden Situation Daye verteidigt hatte.

"Was soll ich sagen, ich bin erst das zweite Jahr in der Liga", spielte Daye auf den ausgebliebenen Pfiff der Schiedsrichter an.

Besser als die Bilanz

Mit 19 Punkten und 9 Rebounds zeigte der Forward eine starke Leistung. Übertroffen wurde er nur noch von Gordon, der für den verletzten Rodney Stuckey in die Startfünf gerutscht war. Der Shooting Guard kam auf 21 Punkte.

"Wir sind eine bessere Mannschaft, als es unsere Bilanz aussagt", meinte Detroits Trainer John Kuester. "Unser Ziel ist es, den Rest der Saison so weiter zu spielen. Und hoffentlich wendet sich das Glück dann zu unseren Gunsten."

Playoffs noch nicht außer Reichweite

Für Detroit war es die 30. Niederlage der Saison, bei nur 17 Siegen liegt der Champion von 2004 auf dem vorletzten Platz der Central Division, aber nur drei Erfolge von einem Playoff-Platz entfernt.

Miami hingegen rangiert in der Eastern Conference hinter den Boston Celtics und bilanzgleichen Chicago Bulls auf dem dritten Platz.

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