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Dirk Nowitzki verpasste zwischen dem 28. Dezember und 14. Januar neun Spiele © getty

Der Würzburger knüpft beim Erfolg über Atlanta an seine MVP-Form vor der Verletzung an. Gegen die Hawks überzeugt Dallas als Team.

Von Rainer Nachtwey

München/Dallas - Jamal Crawford passte auf Zaza Pachulia, der in der Zone den Ball annahm und zum Korbleger hochstieg.

Dabei schlug Dirk Nowitzki dem Center der Atlanta Hawks den Ball aus der Hand. Der Würzburger gab den Ball an Jason Terry ab, der zum Korb der Hawks dribbelte.

An der Dreierlinie stoppte er ab, passte zurück auf Nowitzki, und der versenkte den Dreier.

Es war das 87:79 für die Dallas Mavericks. Das Ganze spielte sich gerade einmal in acht Sekunden ab.

Ähnliches Bild nach der folgenden Auszeit Atlantas: Joe Johnson zieht zum Korb, Shawn Marion schlägt Johnson den Ball aus der Hand und neun Sekunden später trifft Marion per Sprungwurf zum 89:79.

14:1-Lauf läutet Schlussviertel ein

Es war das Herzstück eines 14:1-Laufes zu Beginn des letzten Viertels, der Dallas den vierten Sieg in Serie sicherte, ein 102:91 (28:24, 24:25, 25:29, 25:13) über Atlanta. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Wir haben den Ball gut rotieren lassen", erklärte Terry das Erfolgsrezept. "Coach Carlisle meint, dass es wunderbar anzusehen ist. Er meint auch, dass es nur zwei Teams gibt, die das in der Liga machen. Das sind wir und San Antonio. Das ist der Grund für unseren Erfolg."

Marion nimmt Johnson aus der Partie

Gegen Atlanta war es zudem die verbesserte Defensivleistung im letzten Viertel. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Nachdem Joe Johnson die Mavericks mit 22 Punkten in den ersten 36 Minuten immer wieder vor große Probleme gestellt hatte, setzte Trainer Rick Carlisle Marion auf Atlantas Topscorer an.

Marion hielt Johnson im Schlussabschnitt bei fünf Punkten.

Hawks geben Spiel aus der Hand

Insgesamt trafen die Hawks nur 4 ihrer 15 Versuche aus dem Feld.

"Das hat sehr geschmerzt. Wir haben die Partie bis ins letzte Viertel kontrolliert", meinte Johnson. "Dann haben wir es aus der Hand gegeben und nicht wieder zurück bekommen."

Nowitzki knüpft an MVP-Form an

Ein weiterer Pluspunkt auf Seiten der Mavericks war die Ausgeglichenheit. Sieben der eingesetzten neun Akteure punkteten zweistellig, angeführt von Nowitzkis 19 Zählern. (STATISTIK: Der SPORT1-Nowitzki-Watch)

"Er macht Fortschritte", meinte Carlisle, der ihn auf bestem Weg zum "alten" Nowitzki sieht. "Seine Offensivaktionen sind flüssiger. Er kommt seiner Form vor der Verletzung wieder näher. Das macht Mut."

Nowitzki, der die ersten sieben Spiele nach seiner Knieblessur nur 39 Prozent und damit rund 15 Prozent weniger aus dem Feld getroffen hatte, versenkte acht seiner elf Versuche.

Terry mit Saisonbestmarke

Eine überzeugende Vorstellung bot auch Terry. Der Bankspieler steuerte gegen seinen Ex-Klub neben seiner 18 Punkte noch 11 Assists bei und stellte damit eine persönliche Bestmarke für die laufende Spielzeit auf.

"Man vergisst immer wieder, dass er Point Guard gespielt hat. Er ist ein großartiger Scorer und ein hervorragender Spielgestalter", lobte ihn Carlisle.

Neben Terry fand Carlisle auch lobende Worte für Backup-Center Branden Haywood, der 8 seiner 10 Punkte im Schlussabschnitt erzielte.

Kein neuer Vertrag für Pavlovic

Einziger Verlierer der Mavericks war Sasha Pavlovic. Dem Forward wurde nach der Partie mitgeteilt, dass man sich nach zwei 10-Tages-Verträgen von ihm trenne.

"Die Klubführung hat die Entscheidung getroffen und es hat sicherlich damit zu tun, damit wir im Verlauf der Saison flexibler in Bezug auf Spieler und Gehalt sind", sagte Coach Rick Carlisle.

"Ich bin mir sicher, dass er enttäuscht ist, aber ich bin auch sicher, dass er schnell wo anders unterkommt."

Viel Lob für "Notnagel"

Lobende Worte für den Notnagel fand auch Terry. "Ich war perplex, als ich nach dem Spiel hörte, dass man sich von ihm getrennt hat. Er hat einen unglaublichen Job bei uns gemacht", meinte der "Jet".

"Er war nicht nur in der Verteidigung ein Zündfunke, er hat auch in der Offensive gepunktet und seine Würfe getroffen."

Der Enttäuschung über die Entlassung Pavlovics versuchte Terry dann noch Gutes abzugewinnen. "Vielleicht bedeutet das ja, dass Peja Stojakovic dann bald fit ist."

Kein baldiges Stojakovic-Debüt

Dies dementierte Carlisle dann umgehend. Stojakovic werde definitiv nicht gegen Washington (Di., ab 2.30 Uhr LIVESCORES) auflaufen und wohl auch nicht mit zu den Auswärtsspielen nach New York (Mi., 1.30 Uhr LIVESCORES), Boston (Fr., 2 Uhr LIVESCORES) und Charlotte (Sa., 1 Uhr LIVESCORES) reisen.

"Er wird voraussichtlich hierbleiben und an seiner Kondition und körperlichen Verfassung arbeiten, damit er danach dann soweit ist, um uns auf dem Court weiterzuhelfen."

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