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Paul Pierce (l.) wuchs in L.A. nicht weit vom Great Western Forum auf © getty

Boston hat die Pleite von Final-Spiel 7 gegen L.A. noch nicht überwunden. Garnett lässt sich besondere Schuhe anfertigen.

Von Rainer Nachtwey

München/Los Angeles - Es ist ein Klassiker, wie es ihn in der NBA kaum ein zweites Mal gibt: Los Angeles Lakers gegen Boston Celtics.

Am Sonntag (ab 21.30 Uhr LIVESCORES) treffen die beiden Teams erstmals seit Spiel 7 der NBA-Finals 2010 wieder aufeinander. Wieder im Staples Center, in dem die Lakers ihren 16. Titel feierten und dem Rekordmeister den 18. verwehrten.

Zwölfmal traten die beiden Mannschaften in der Endspiel-Serie gegeneinander an, mehr als die Hälfte aller Titel teilen sich die beiden Klubs.

Magic Johnson gegen Larry Bird war das große Duell in den 80er und Anfang der 90er Jahre.

Reiz-Verlust Mitte der 90er

Zwischenzeitlich hatte das Aufeinandertreffen an Reiz verloren. "In den ersten Jahren meiner Karriere und bei unseren ersten Meisterschaften hatte die Rivalität an Stellewert verloren", erinnert sich Lakers-Point-Guard Derek Fisher an die Zeit von Mitte der 90er Jahre bis kurz nach der Jahrtausendwende. 244570(DIASHOW: Eine geschichtsträchtige Rivalität)

"Wir haben nur einmal alle neun Monate gegen sie gespielt. Das war alles."

Erst mit dem Final-Duell 2007 knüpfte die Rivalität an die Dimension von früher an. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Ein klein bisschen im Hinterkopf

Nun spüren auch die Spieler vor dem Aufeinandertreffen wieder das Kribbeln. Auch wenn sie es nicht zugeben wollen, die Partie haben sie bereits Tage zuvor im Kopf.

"Ich glaube nicht, dass dies der Fall ist", meinte Bryant nach der überraschenden 95:100-Niederlage im kalifornischen Derby gegen Sacramento, um dann doch einzugestehen: "Vielleicht ein klein bisschen."

Schmerzliche Erinnerungen

Vor allem die Celtics dürften das entscheidende Spiel 7 noch in den Hinterköpfen haben, als sie eine 13-Punkte-Führung im dritten Viertel noch verspielten 245000(Die Bilder vom Spiel).

"Es tut immer noch weh", sagt Paul Pierce. "Die Saison ging für uns mit einem faden Beigeschmack zu Ende, aber wir können jetzt nichts mehr dagegen tun. Es wird auf jeden Fall ein sehr emotionales Spiel werden."

Und Trainer Doc Rivers fügt an: "Ich denke nicht, dass man über so etwas hinwegkommt. Das sollte man auch nicht. Wenn man so ein wichtiges Spiel verliert, hängt einem das nach."

Drei Titel mit den Lakers

Völlig unbelastet vom letztjährien Drama geht hingegen ein anderer in die Partie: Shaquille O'Neal. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Dennoch ist es auch für den "Diesel" ein besonderes Aufeinandertreffen. Die ersten seiner drei Meisterschaften gewann er mit den Lakers, hatte in L.A. die größten Jahre seiner Karriere.

Eigenartiges Gefühl bei Shaw

Auch wenn O'Neal bereits mit den Miami Heat, Phoenix Suns und Cleveland Cavaliers mehrmals ins Staples Center zurückkehrte, für Lakers-Co-Trainer Brian Shaw ist es immer noch ungewöhnlich, "Shaq" nicht in Gelb und Lila auflaufen zu sehen.

"Auch wenn es schon eine Zeit her ist, es scheint nicht richtig zu sein", meint Shaw. "Ich habe mich immer noch nicht daran gewöhnt."

Bryant spielt Aufeinandertreffen herunter

Ganz anders sieht es Lakers-Starspieler Kobe Bryant.

Der Shooting Guard, der bei seinen ersten drei Meisterschaften immer mit dem Makel leben musste, sie mit O'Neal gewonnen zu haben, meint: "Ich denke nicht, dass es bizarr ist. Für mich hat es keine besondere Bedeutung, dass er jetzt für die Celtics spielt."

Ein besonderes Paar Schuhe

Ein besonderes Schmankerl für das Aufeinandertreffen hat sich Kevin Garnett einfallen lassen.

Der Power Forward soll angeblich mit einem besonderes Paar Schuhe auflaufen: Ganz in grün und auf der Zunge mit den Zahlen "152-120" bestickt, der Gesamt-Bilanz der Celtics gegen die Lakers.

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