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Dwayne Wade gewann mit dem Miami Heat 2006 den NBA-Titel © getty

Kevin Durant wird gegen die Heat zum tragischen Helden. Miami kann sich einmal mehr auf sein Superstar-Trio verlassen.

Von Stephan Weber

München/Oklahoma City - Von Migräne war bei Dwayne Wade gänzlich wenig zu spüren. Und auch das verstauchte Handgelenk, das ihn zuvor für zwei NBA-Partien außer Gefecht gesetzt hatte, schien den Star der Miami Heat nur noch wenig zu belasten.

Der Guard führte seine Miami Heat, die auch wieder auf den von einer Knöchelverletzung genesenen Chris Bosh (20 Punkte, 7 Rebounds) zurückgreifen konnten, mit 32 Zählern zu einem 108:103 (64:61)-Erfolg bei den Oklahoma City Thunder.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

LeBron James trug 23 Punkte und 13 Assists zum 33. Saisonsieg der Heat bei. Den entscheidenden Wurf landete aber mit Eddie Hose ein Nebendarsteller. Der Guard verwandelte 22 Sekunden vor Schluss einen Dreier zum vorentscheidenden 105:103.

"Bei Eddie hast du immer das Gefühl, seine Würfe gehen rein. Er freut sich auf diese Momente", lobte D-Wade.

Durant verpasst den Ausgleich

Denn NBA-Topscorer Kevin Durant, mit 33 Zählern und 10 Rebounds erneut herausragender Akteur der Gastgeber, wurde 14 Sekunden zum tragischen Helden der Partie, als er mit einen Sprungwurf vergab und so den möglichen 105:105-Ausgleich verpasste.

Für die Thunder war es die erste Heimniederlage nach sechs Siegen in Folge.

"Ein moralischer Sieg nützt uns nichts. Wir wollten das Spiel gewinnen", lehnte Durantula Glückwünsche für die stakre Leistung seines Teams kategorisch ab.

Feuerwerk vor der Pause

In der Oklahoma City Arena lieferten sich beide Teams in dem hochklassigen Match vor allem in der ersten Spielhälfte ein wahres Offensivspektakel. Mit 64:61 ging es aus Sicht der Heat in die Halbzeitpause.

Ständige Führungswechsel bei zunehmender Agressivität beider Teams in der Defensive prägten dann das Viertel nach der Pause. Da sich auch im dritten Abschnitt kein Team entscheidend absetzen konnte, war auch nach 36 Minuten beim Stand von 85:85 der Spielausgang noch völlig offen.

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Wade bringt Heat entscheidend in Front

Daran änderte sich auch im Schlussviertel zunächst recht wenig, bis dann allerdings Dwayne Wade das Kommando übernahm und neun seiner am Ende 32 Punkte erzielte.

"Chris hat ein paar Spiele verpasst, also mussten wir erst wieder einen Rhythmus finden. Hoffentlich können wir auf diesen Sieg aufbauen", meinte Wade.

Beim Stand von 98:90 gut fünf Minuten vor dem Ende schien die Partie zugunsten der Gäste entschieden.

Doch Durant und Co. gaben sich noch nicht geschlagen und waren beim Stand von 103:105 wieder ganz knapp daran, die Partie zu ihren Gunsten zu wenden, bis Durant die Nerven versagten.

Green und Westbrook stark

Bei den Thunder präsentierten sich neben Durant auch Jeff Green (23 Punkte, 11 Rebounds) und Guard Russell Westbrook (21 Punkte, 10 Assists) in guter Verfassung.

Während die Miami Heat mit Platz drei der Eastern Conference belegen, sind die Thunder nach der 17. Saisonniederlage bei 30 Siegen die fünfte Kraft im Westen.

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