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Kobe Bryant spielt seit 1996 für die Los Angeles Lakers © getty

Boston erteilt den Lakers beim ersten Duell seit den letzten Finals eine Lektion. Superstar Kobe Bryant gelingt ein Meilenstein.

Von Eric Böhm

München/Los Angeles - Die Boston Celtics haben sich für die Niederlage in den NBA-Finals der letzten Saison revanchiert.

Im ersten Aufeinandertreffen seit dem dramatischen siebten Spiel an gleicher Stelle mussten sich die Los Angeles Lakers mit 96:109 (54:50) geschlagen geben. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Es war sicherlich ein emotionales Spiel, weil wir Spiel sieben hier verloren haben. Der Sieg fühlt sich gut an", sagte Paul Pierce im Anschluss.

Der Guard war mit 32 Punkten der Topscorer der Gäste, die den Lakers vor allem in der zweiten Hälfte eine Lektion in Sachen Teambasketball erteilten. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Garnett wird genäht

Denn Boston gewann das dritte Viertel 27:18 und gab diese Führung nicht mehr ab.

Kevin Garnett steuerte mit 18 Zählern und 13 Rebounds ein Double-Double bei, obwohl der Forward nach einem Zusammenprall mit Pau Gasol mit fünf Stichen genäht werden musste.

"Ich wurde von einem Ellbogen am Kopf getroffen und habe einfach weitergemacht. Der Schlag hat mich sogar aufgeweckt", meinte Garnett.

Auch Rajon Rondo hatte großen Anteil an der starken zweiten Hälfte der Gäste. Der Aufbauspieler erzielte 15 seiner insgesamt 16 Assists nach der Pause.

Kobe mit Meilenstein

Dabei hätte Kobe Bryant das Spiel im Alleingang fast noch gedreht. Der Superstar führte die Lakers fünf Minuten vor Schluss auf 87:91 heran, ehe Boston mit einem 18:9-Lauf den Sack zu machte.

Bryant markierte insgesamt 41 Punkte und erreichte als jüngster Spieler der NBA-Geschichte 27.000 Zähler, doch ihm fehlte einfach die Unterstützung.

"Ich glaube, alle Spieler sind enttäuscht. Das sollten sie auch sein, denn wir spielen gegen die besten Teams einfach nicht gut genug, um unseren Thron zu verteidigen", zeigte sich Bryant angefressen. Bereits zu Weihnachten verlor L.A. gegen die Miami Heat.

Jackson bleibt cool

Lediglich Lamar Odom zeigte mit 15 Punkten von der Bank eine ordentliche Leistung. Ron Artest traf nur einen seiner zehn Würfe aus dem Feld, und Pau Gasol sammelte lediglich 12 Zähler.

"Sind wir schon in den Playoffs? Nein, Wir werden bereit sein", gab sich Lakers-Coach Phil Jackson gewohnt entspannt.

Dennoch war das mangelnde Zusammenspiel des Meisters eklatant. Die Lakers holten 13 Rebounds weniger und brachten lediglich zehn Assists zustande. Boston gelangen 34 Vorlagen.

Shaq wir ausgebuht

Die Celtics konnten dagegen die peinliche 71:88-Vorstellung bei den Suns vergessen machen und bleiben nach dem achten Sieg aus den letzten zehn Spielen in der Eastern Conference das Maß der Dinge.

Der ehemalige Laker Shaquille O'Neal wurde im Übrigen bei seiner Vorstellung von den Fans mit Buhrufen begrüßt und blieb in 13 Minuten ohne Punkt.

Mit dem Sieg im direkten Duell weist Boston (36:11) auch die deutliche bessere Bilanz als die Lakers (33:15) auf und hätte somit in einem eventuellen Finale das entscheidende siebte Spiel in eigener Halle.

"Hätten wir Spiel sieben im letzten Jahr in Boston gehabt, wäre vielleicht alles anders gelaufen. Möglicherweise kommt es in dieser Saison so", blickt Pierce voraus.

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