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LeBron James war bereits zweimal MVP des All-Star Games © getty

Die Heat besiegen das Ex-Team ihres Superstars, das nun dicht an einem Minus-Rekord ist. New Jersey zeigt es Carmelo Anthony.

Von Eric Böhm

München - LeBron James hat die Pleitenserie seines ehemaligen Teams verlängert.

Der Superstar führte die Miami Heat zu einem letztlich klaren 117:90 (66:57)-Heimerfolg gegen Cleveland. Der "King" (24 Punkte, acht Assists) wollte dann aber keine Häme über seine Ex-Kollegen ergießen - sondern fand warme Worte. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

"Ich wünsche dem Team und den Fans alles Gute. Denn wir hatten eine schöne Zeit zusammen", zeigte sich James - der durch den Wechsel viele Sympathien bei den Anhängern des Ex-Klubs verspielte - versöhnlich.

Die Cavaliers näherten sich mit der 21. Pleite hintereinander dem eigenen NBA-Rekord, der bei 24 Niederlagen steht. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Drittes Viertel entscheidet

Cleveland zeigte im dritten Saisonduell mit den Heat eine gute Vorstellung und kam nach der Pause sogar auf 67:70 heran.

Ein 19:5-Lauf der Heat zum Ende des dritten Viertels raubte den Gästen allerdings jegliche Chance auf eine Sensation.

"Wir hatten großen Respekt vor Cleveland. So ein Spiel kann schnell kippen. Wir mussten aktiv bleiben", sagte Miamis Trainer Erik Spoelstra.

Dwyane Wade erzielte 34 Zähler. Chris Bosh erwischte mit zehn Punkten und sieben Rebounds dagegen einen schwachen Tag.

Lichtblick Harris

Cleveland konnte im Januar kein einziges seiner 16 Spiele gewinnen. Nur zwei andere Teams blieben in den letzten 20 Jahren einen vollen Monat lang ohne Sieg.

Bei dieser Horrorbilanz flüchtet sich Cavaliers-Coach Byron Scott immer mehr in Durchhalteparolen.

"Wir müssen weiter kämpfen. Etwas anderes bleibt uns nicht übrig", meinte Scott.

Ein Lichtblick für die Zukunft ist der junge Manny Harris. Der Guard erzielte 20 Zähler. "Er ist ein sehr talentierter junger Spieler", gab sein Jugendidol James ihm mit auf den Weg.

New Jersey Nets ? Denver Nuggets 115:99

Die New Jersey Nets zeigten derweil Carmelo Anthony, dass sie ein Team mit Perspektive sind.

Gegen Anthonys Denver Nuggets gewann New Jersey vor heimischer Kulisse deutlich mit 115:99 (63:50).

Vor zwei Wochen hatte Besitzer Mikhail Prokhorov die Gespräche über eine Verpflichtung des Superstars abgebrochen, und sein Team schien besonders motiviert zu sein.

"Alle im Team waren richtig heiß. Ich habe das schon den ganzen Tag in den Augen meiner Mitspieler gesehen", gab Anthony Morrow zu.

Harris mit Bestleistung

Die Nets führten nahezu die gesamte Partie hindurch und bewiesen in der Schlussphase Nervenstärke von der Freiwurflinie.

Brook Lopez markierte 27 Punkte. Devin Harris gelang mit 18 Assists eine persönliche Bestleistung.

"Wir wollten unbedingt beweisen, dass wir mit diesem Team gewinnen können. Das haben wir heute gezeigt", sagte Harris.

Melo überzeugt

Aber auch Anthony selbst brachte trotz der Niederlage mit 37 Zählern und neun Rebounds eine überzeugende Leistung und zeigte, weshalb ihn die Nets haben wollten.

"Prokhorov hat sein Team wirklich in die Pflicht genommen. Deshalb hatten sie die Energie, um uns zu schlagen", sprach Anthony dem Nets-Besitzer ein Kompliment aus.

Memphis Grizzlies - Orlando Magic 100:97

Die Memphis Grizzlies feierten beim 100:97 (54:58) gegen die Orlando Magic einen Überraschungserfolg.

Mike Conley (26 Punkte, elf Assists) führte die Grizzlies zu ihrem sechsten Sieg in den letzten sieben Spielen.

Der Aufbauspieler sorgte kurz vor dem Ende auch für die Entscheidung, als er beim Stand von 98:97 Orlandos Ryan Anderson den Ball stahl und gefoult wurde. Jason Richardson verpasste Chance sein Team mit einem Dreier in die Verlängerung zu retten.

Memphis hält Kontakt

Damit steht Memphis im Westen jetzt auf Rang neun und hält Kontakt zu den Playoff-Plätzen.

"Coach Hollins hat mich vor dem Spiel herausgefordert. Ich habe alles versucht, um zu gewinnen, und es hat geklappt", sagte Conley.

Für die Magic bot Dwight Howard mit 25 Punkten und 14 Rebounds eine gewohnt starke Vorstellung. Orlando bleibt in der Eastern Conference Vierter.

"Wir geraten in Rückstand, kämpfen uns heran und verlieren dann doch. Es ist immer wieder die gleiche Geschichte", zeigte sich Orlandos Coach Stan Van Gundy frustriert.

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